Zentralinstitut für Weiterbildung und Transfer
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Institut
Die zunehmende Digitalisierung veranlasst wissensintensive Organisationen, deren Kerngeschäft die Aufbereitung und Kuratierung von Wissen ist, dazu, Künstliche Intelligenz (KI) verstärkt in ihre Arbeitsprozesse zu integrieren. Da verfügbare KI-Lösungen die spezifischen Anforderungen dieser Organisationen häufig nicht vollständig erfüllen können, entwickeln einige von ihnen hausintern eigene KI-Projekte. Dieser Prozess erfordert ein hohes Maß an interdisziplinärer Zusammenarbeit zwischen KI-Anwender*innen, die über das notwendige Kontextwissen verfügen, und KI-Entwickler*innen, die auf dieses Wissen angewiesen sind – ein Spannungsfeld, das bislang nur unzureichend empirisch untersucht wurde.
Die vorliegende Dissertation untersucht, inwiefern dieses Spannungsfeld das Management von KI-Projekten in wissensintensiven Organisationen beeinflusst. Theoretisch verortet sie sich in der Technology-Frame-Theorie nach Orlikowski und Gash (1994). Bibliotheken, im weiteren Sinne, stellen in diesem Zusammenhang ein besonders aufschlussreiches Untersuchungsfeld dar, da sie jahrhundertealte Wissensordnungen mit einer nachgewiesenen Anpassungsfähigkeit an neue Technologien verbinden. Die empirische Arbeit basiert auf einem qualitativen Prozessfallstudiendesign, welches eine Expert*innen-Vorstudie sowie drei vergleichende Prozessfallstudien in deutschen Bibliotheken umfasst. Die Datenerhebung erfolgte in den Jahren 2019 bis 2022.
Die Ergebnisse zeigen, dass auf allen drei Analyseebenen – KI-Funktionen, KI-Strategie und KI-Nutzung – Frame-Inkongruenzen zwischen Entwicklung und Anwendung identifiziert werden konnten. Mangelnde Wertschätzung und mangelnde Unterstützung sind dabei als sich gegenseitig verstärkende Wechselwirkungen besonders salient. Als Reaktion auf diese Herausforderung entwickelten KI-Projektmanager*innen vier Frame-Bridging-Taktiken: klare KI-Kommunikation, agile Interdisziplinarität, transparente Teilhabe und Kompetenzentwicklung. Die Arbeit leistet damit sowohl einen theoretischen Beitrag zur Technology-Frame-Community als auch praktische Handlungshinweise für Organisationen, die KI hausintern entwickeln.
Diese Arbeit basiert auf einer Einzelfallstudie über ein Kind, bei dem frühkindlicher Autismus von einer Gemeinschaftspraxis diagnostiziert wurde.
Im Mittelpunkt der Arbeit steht eine qualitative Studie über das Kind mit frühkindlichem Autismus, mit dem die Therapeutin von September 2022 bis April 2023 in der Musikschule gearbeitet hat. Aufgrund der Bedürfnisse des Kindes wurde in den meisten Sitzungen auf Chinesisch gesprochen. Nach mehreren Beobachtungen ist die Therapeutin der Meinung, dass
es sich lohnt, die sozial-emotionale und sprachliche Entwicklung des Kindes sowie die ursprüngliche Diagnose neu einzuschätzen.
Die theoretische Grundlage dieser Arbeit bildet die Definition von frühkindlichem Autismus und die Definition der Bindungsstörung. Im klinischen Teil wird auf die verschiedenen
musiktherapeutischen Interventionen eingegangen. Hierdurch kann die sozial-emotionale und sprachliche Entwicklung des Kindes beobachtet werden. Zum Schluss dieser Arbeit werden
die sozial-emotionale und die sprachliche Entwicklung des Kindes sowie die Diagnose diskutiert.
Die Arbeit untersucht die Entwicklung einer Datenkultur am Beispiel eines
deutschen Traditionskonzerns. Auf Basis einer umfassenden Literaturanalyse und
einer induktiven qualitativen Studie wird ein Modell entwickelt, das drei zentrale
Dynamiken bei der Entwicklung einer Datenkultur erfasst. Alle drei Dynamiken
thematisieren zentrale Herausforderungen und Konflikte, die sich auf der
kulturellen Ebene der untersuchten Organisation ergeben, wenn im Zuge ihrer
datenbasierten Transformation neue Formal- und Infrastrukturen eingeführt
werden. In der Diskussion des Modells werden grundlegende Merkmale einer
Datenkultur herausgearbeitet und weiterführende Forschungsfragen aufgezeigt.
Anschließend wird das Modell zur Entwicklung einer Datenkultur in eine
methodische Ableitung für die Praxis überführt. Damit leistet die Arbeit einen
Beitrag zum besseren Verständnis der organisationskulturellen Herausforderungen
der datenbasierten Transformation von Organisationen und entwirft einen
Leitfaden für die Praxis.
Diese Dissertation untersucht die strategische Implementierung digitaler Plattformen in Business-to-Business (B2B)- und X-to-Consumer (X2C)-Kontexten. Durch eine Kombination aus narrativgetriebener Literaturrecherche, Experteninterviews und Fallstudienanalysen werden die spezifischen Herausforderungen und Erfolgsfaktoren für Plattformen in beiden Bereichen beleuchtet.
Besondere Schwerpunkte liegen auf der Rolle von Governance, der technischen Architektur und der Wertschöpfung in unterschiedlichen Phasen des Plattformlebenszyklus – von der Entstehung über die Expansion bis hin zur Führerschaft. Die Ergebnisse zeigen, dass erfolgreiche Plattformen im B2B-Bereich stärker auf Spezialisierung, enge Beziehungen zwischen Akteuren und evolutionäre Ansätze setzen, während X2C-Plattformen auf Skalierung und Reichweitenaufbau fokussiert sind.
Diese Arbeit liefert sowohl theoretische als auch praxisnahe Implikationen und bietet Entscheidungsträgern wertvolle Ansätze zur Gestaltung und Optimierung digitaler Plattformen in komplexen Ökosystemen.
On Figures and Pointclouds: An exploration of 3D scanning through process-driven creative research
(2022)
This article traces creative research on 3D scanning, that we – Maria Kyrou in collaboration with Jiawen Wang (Student Assistant, study program Art & Media) – developed in the context of the InKüLe Project (UdK Berlin) during the winter semester 2022-23. Following an associative and process-oriented approach, we pursued a creative exploration of 3D scanning, while illuminating both conceptual and technical aspects. This case study had a double scope: to experiment with the possibilities of different 3D scanning workflows for the creation of hybrid artistic formats and to reflect on ways of relating to emerging digital media, in order to facilitate their critical integration into a learning process for students and educators alike. 3D scanning serves thereby as a ‘Leitmotif’ for a broader inquiry on how mediators may learn.
Our project focused on the 3D capture of human figures, creating an interplay between scanning method and captured form. As an experimental exploration, the results of 3D scanning were interpreted through intuitive associations stemming from different art fields and visual media. Exploring both static and dynamic forms of 3D capture, the idea of movement became central as the creative process unfolded. Considered from the perspective of experimental media didactics, the article concludes with the definition of two pairs of qualities, which were central in its development and relation to emerging digital media.
Hybrid conferences and events are becoming the norm and even after the pandemic, a majority of students are asking for hybrid education as a permanent format at universities. In parallel, hybrid learning, which allows participants to connect on-site or digitally, means greater logistical and cognitive effort for educators, as well as active, participatory support by students. In the wake of these newly emerging learning cultures, it is vital to design them sustainably and critically reflect their impact. In this workshop, participants are invited to co-design future learning artefacts and practices. The workshop is conceived as a playful participatory design format in which the relationship between technology, pedagogy and future skills will be reflected and translated into provocative future artifacts. Whether your interest lies in emerging technologies, education, future design or sustainability, your views and expertise are welcome. This workshop is framed within the overarching question of "how hybrid learning spaces can be designed sustainably?" and within the larger context of the third-party funded project "InKüLe - Innovationen für die Künstlerische Lehre" at the UdK Berlin. The project InKüLe aims to develop and implement digital/hybrid forms of education using emerging technologies as well as interdisciplinary teaching and learning formats, as well as critically reflect their impact. The workshop results, therefore, contribute to the extensive discourse of the UdK Berlin and its university network of the Stiftung Innovation in der Hochschullehre.
Aufgrund einer alternden Belegschaft, einem steigenden Digitalisierungsgrad von Arbeitsprozessen, unzureichenden Digitalisierungskompetenzen sowie sinkenden Weiterbildungsaktivitäten im Alter, kann eine wachsende Herausforderung für Unternehmen und Gesellschaft angenommen werden, die Erwerbsbevölkerung über 45 Jahre in den notwendigen Digitalen Kompetenzen zu befähigen. Adaptive Lernsysteme können als Hilfsmittel eingesetzt werden, um je nach individuellem Anspruch angepasst an die eigenen Bedürfnisse zu lernen. Da in der bisherigen Forschung sowohl der (Digitale) Kompetenzstand als auch Weiterbildungsverhalten kaum Anwendung als Auslöser für eine Anpassung in einem adaptiven Lernsystem finden, wurden beide Merkmale in dieser Dissertation untersucht und erforscht, ob sich innerhalb der Zielgruppe Weiterbildungstypen im digitalen Raum voneinander abgrenzen und typ-basierte Output-Elemente adaptiver Lernsysteme ableiten lassen.
Um die Ausprägung von Digitaler Kompetenz anschaulich in adaptiven Lernsystemen zu gestalten, wird eine Kompetenz-Ziel-Matrix entwickelt und eine Systematik vorgeschlagen, mit der die Erfüllung der Handlungsziele aus dem Europäischen Referenzrahmen für Digitale Kompetenz gemessen werden kann. In den Tiefeninterviews mit 41 Erwerbstätigen aus Deutschland und der Schweiz wiesen Teilnehmende deutliche Unterschiede in ihrem gelebten Weiterbildungsverhalten auf. Die empfundene Relevanz von Digitaler Kompetenz für die berufliche Rolle war nicht allein ausschlaggebend für eine aktivere Weiterbildungsbeteiligung. Bewusstseinslücken zum eigenen Digitalen Kompetenzstand und/ oder ein geringes Kompetenzerleben im digitalen Raum bewirkten ein passives Weiterbildungsverhalten trotz hoher empfundener Relevanz. Die entstandene Typologie weist fünf Weiterbildungstypen im digitalen Raum auf: Wissbegierige, Effiziente, Sozialaktive, Zufriedene und Unsichere. Diese haben sehr unterschiedliche Anforderungen dahingehend, wie ein adaptives Lernsystem gestaltet sein müsste, um ihren Anforderungen an Lernen gerecht zu werden. Demzufolge weichen auch die vorgeschlagenen priorisierten Output-Elemente je nach Typ voneinander ab, um Anreizpunkte zu setzen, welche die Bereitschaft zum Lernen steigern können.
Sound als Zeitmodell
(2015)
Dieser Band dokumentiert künstlerische sowie theoretisch-wissenschaftliche Arbeiten, die aus einem von Sabine Sanio geleiteten Seminar des Wahlpflichtmoduls „Auditive Kultur: Recherche“ hervorgegangen sind. Das Thema des Seminars lautete „Sound als Zeitmodell“. Das Seminar fand im Wintersemester 2013/14 und im Sommersemester 2014 im Masterstudiengang Sound Studies an der Universität der Künste Berlin statt. Der Band besteht aus einem Text- und einem Bildteil. Im Textteil finden sich die Ergebnisse der theoretischen Auseinandersetzung mit dem Thema „Sound als Zeitmodell“. Der durch ausführliche Kommentare und Beschreibung ergänzte Bildteil dokumentiert die Ausstellung „KlangZeitGefühl“. Mit dieser Ausstellung, bei der die Seminarteilnehmer ihre künstlerischen Interpretationen des Seminarthemas zeigten, nahm der Masterstudiengang Sound Studies im Juni 2014 am Kunstfestival „48 Stunden Neukölln“ teil.
Das Verhältnis zwischen Mensch und Maschine in der elektronischen Musik weißt in der Tat viele Überschneidungen mit Donna Haraways Utopie der Cyborgs auf. Die Idee der kontrollierenden Maschinen schlug sich so schon im Bandkonzept von Kraftwerk nieder und wurde so zu einem immanent vorhandenen Thema des Genres. Im Unterscheid dazu präsentierte sich Karlheinz Stockhausen als "Anti-Cyborg" und Herrscher über die Apparate der Klangerzeugung.