020 Bibliotheks- und Informationswissenschaften
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Wie werden Bibliotheken zu nachhaltigen Kontakt- und Servicepunkten für Forschungsdatenmanagement?
(2026)
Das Forschungsdatenmanagement (FDM) ist zentraler Bestandteil einer guten wissenschaftlichen Praxis sowie des Forschungsprozesses. Wird FDM professionell in der Praxis integriert, stellt es einen entscheidenden Vorteil für die Forschung dar. Die Einbettung eines FDM-Angebots in das Serviceangebot von Bibliotheken erscheint folgerichtig. Diese Maßnahme verlangt Kompetenzaufbau und kontinuierliche Weiterbildung unter den Mitarbeitenden und das Schaffen spezialisierter Aufgabenbereiche, etwa als Embedded Librarian mit Fokus auf FDM. Mögliche Tätigkeitsfelder können Beratung und Information, die Bereitstellung technischer Services und Materialien sowie Dienstleistungen zur Publikation und Archivierung von Forschungsdaten sein. Die Erfahrungen des Verbundprojekts IN-FDM-BB (Institutionalisiertes und nachhaltiges Forschungsdatenmanagement in Brandenburg; 2022 bis 2025) dienen als Grundlage und Praxisbeispiele bei der Annäherung an die Frage was benötigt wird, damit Bibliotheken zu nachhaltigen Kontakt- und Servicepunkten für FDM werden. Dank des Projekts konnten nachhaltige Lösungen für das FDM in und für Brandenburg entwickelt und etabliert werden.
Seit 2016 besitzt die TH Wildau zwei humanoide Roboter der Marke Pepper, von denen einer dauerhaft seit 2018 in der Hochschulbibliothek im Publikumsverkehr eingesetzt wird. Der aktuelle Erfahrungsbericht schildert die bisherigen Einsatzszenarien und die Rezeption durch die Zielgruppen und gibt einen Einblick, wie humanoide Roboter sinnvoll in Bibliotheken eingesetzt werden können.
Handbuch IT in Bibliotheken
(2026)
Dieses Handbuch gibt einen knappen, umfassenden Überblick über die wesentlichen IT-bezogenen Themen in Bibliotheken. Beschrieben werden zum einen allgemeine Grundlagen wie technische Infrastruktur, Metadaten und IT-Management und zum anderen bibliotheksspezifische Dienste von Bibliotheksmanagementsystemen und Discovery-Systemen bis zu Repositorien und Werkzeugen für Kommunikation und Wissensmanagement.
Cyberattacks on universities and their libraries have become a great problem over the last years. To address these problems, this thesis develops a market overview of the new field of behavioral biometric-based Identity and Access Management (IAM) software. With the help of expert interviews a.o., state-of-the-art security mechanisms of the library IAM Shibboleth were elicited. Afterwards, the market review was conducted and the findings were compared to a novel “CSSO” technology. As a result, we found that library IAMs such as Shibboleth could profit from using CSSO as a behavioral biometrics solution for a variety of reasons.
Diese Arbeit untersucht wie die FOLIO-API für bibliothekarische Eigenentwicklungen sinnvoll eingesetzt werden kann. Die zentrale Frage lautet welche technischen Grundlagen, Herausforderungen und Best Practices bei der Entwicklung eigener Anwendungen zu beachten sind. Besonders relevant ist das Thema vor dem Hintergrund, dass Bibliotheken Open-Source-Systeme wie FOLIO zunehmend flexibel einsetzen möchten. Methodisch wurden die API-Dokumentation analysiert, Tests mit Postman durchgeführt und ein CLI-Tool zur Nutzerverwaltung prototypisch entwickelt. Die Ergebnisse zeigen, dass Eigenentwicklungen mit geringem Aufwand möglich sind, gleichzeitig aber Herausforderungen wie fragmentierte Dokumentation, Modulabhängigkeiten und Sicherheitsfragen bestehen. Das entwickelte CLI-Tool erweist sich insbesondere für Bibliotheken als nützlich, die nicht über ein zentrales Identity-Management-System verfügen. Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die FOLIO-API ein großes Potenzial für die Automatisierung bibliothekarischer Prozesse bietet, ihre erfolgreiche Nutzung jedoch eine sorgfältige Vorbereitung und den bewussten Umgang mit technischen wie auch organisatorischen Herausforderungen erfordert.
Im Zentrum dieser Arbeit steht die Forschungsfrage: Wie lässt sich der Metadatenaufnahmeprozess im Publikationsserver der Pädagogischen Hochschule Thurgau (PHTG) optimieren? Die Antwort darauf liegt in der Teilautomatisierung der Arbeitsschritte. Zu diesem Zweck wurde eine Lösung konzipiert und als Java-Prototyp umgesetzt. Der Prototyp automatisiert den Import von Metadaten aus Excel-Dateien und integriert eine Duplikaterkennung, die bestehende Datensätze im Repositorium identifiziert, um Mehrfacheinträge zu vermeiden. Die Arbeit umfasst die Analyse der bestehenden Arbeitsprozesse, die Definition funktionaler und nicht-funktionaler Anforderungen, die Konzeption der Softwarearchitektur sowie die technische Implementierung und Evaluation der entwickelten Lösung. Die Testergebnisse zeigen, dass der Prototyp die Datenintegrität wahrt, die Prozessabläufe vereinfacht und den manuellen Aufwand bei der Erfassung von Qualifikationsarbeiten reduziert.
Das neue Bibliotheksmanagementsystem FOLIO setzt sich zunehmend in der deutschsprachigen Bibliothekscommunity durch. Auch die Universitätsbibliothek der Bauhaus-Universität Weimar wird in den kommenden Jahren auf dieses Bibliotheksmanagementsystem umgestellt. Eine Besonderheit dieses Bibliotheksmanagementsystem ist, dass es keinen eigenen Katalog für die Benutzerinnen und Benutzer der Bibliothek anbietet. Die Interaktion mit dem Bibliothekskonto sowie die Verfügbarkeitsanzeige der Bestände werden in Zukunft durch das Discovery-System Lukida angeboten, welches an der Universitätsbibliothek der Bauhaus-Universität Weimar eingesetzt wird. Dadurch stellt sich die Frage, ob das neue Bibliotheksmanagementsystem FOLIO die bisherigen Funktionen des Discovery-Systems Lukida in Verbindung mit dem bisher eingesetzten Bibliotheksmanagementsystem adäquat erfüllen kann.
In dieser Masterarbeit wird dafür eine prototypische Programmierschnittstelle entwickelt und in eine Lukida-Umgebung implementiert, die angepasst an die Universitätsbibliothek der Bauhaus-Universität Weimar ist. Dafür werden zunächst die Schnittstellen des Bibliotheksmanagementsystems FOLIO eingehend untersucht. Im Anschluss werden Aktivitätsdiagramme auf der Grundlage der vorhandenen Funktionen der aktuellen Schnittstelle erstellt. Anschließend wird der entwickelte und implementierte Prototyp dahingehend getestet, ob die Funktionen umgesetzt werden konnten.
Ein Großteil der Funktionen konnte in dieser Masterarbeit erfolgreich umgesetzt werden. Allerdings konnten ohne Anpassungen des Discovery-Systems Lukida und den Schnittstellen des Bibliotheksmanagementsystem FOLIO nicht alle bisherigen Funktionen umgesetzt werden. Um den Einsatz der FOLIO-Schnittstelle vollständig zu implementieren, sind weitere Programmierungen erforderlich.
Diese Masterarbeit beleuchtet die Entwicklung eines dialogbasierten Recommender-Systems, das Studierenden die Auswahl und Nutzung von Fachdatenbanken erleichtern soll. Der Fokus liegt auf der Integration von Large Language Models (LLMs) und der Retrieval-Augmented Generation (RAG)-Technik, um kontextbezogene Antworten aus einer Wissensdatenbank zu generieren. Diese Wissensdatenbank wurde aus den Metadaten des Bibliotheks-Management-Tools erzeugt. Die Arbeit analysiert die Anforderungen an einen solchen Chatbot hinsichtlich organisatorischer und rechtlicher Vorgaben, wie z.B. Datenschutz, sowie die Anforderungen an die technische Infrastruktur und die Auswahl geeigneter LLMs. Zudem wird ein modellhafter Workflow skizziert, der als Grundlage für ähnliche Projekte dienen kann. Die Ergebnisse zeigen, dass durch die Kombination von LLMs und RAG-Technik durchaus ein lokaler Chatbot erstellt werden kann, der Benutzer*innen bei der Suche nach speziellen Bibliotheksressourcen unterstützen kann.
Text-to-SQL beschreibt ein Verfahren zur automatischen SQL-Generierung anhand natürlichsprachiger Anfragen, das mit dem Aufkommen der großen Sprachmodelle einen enormen Entwicklungsschub erfahren hat. Unter anderem wurde mit Vanna.AI eine Anwendung entwickelt, die Text-to-SQL für eigene Datenbanken zugänglich macht. In dieser Arbeit wird ein möglicher Einsatz von Vanna.AI untersucht und bewertet, ob die Evaluationsergebnisse einen praktischen Einsatz in Bibliotheken rechtfertigen. Dafür wird Vanna.AI implementiert und mit unterschiedlichem Trainingsmaterial getestet, um zu ermitteln, unter welchen Bedingungen die besten Ergebnisse erzielt werden können. Die Evaluationsergebnisse offenbaren Schwierigkeiten, die für einen Einsatz berücksichtigt werden müssen.
Einleitung – Rückschau – Chance oder Prokrustesbett? – Blickwinkel der Altvorderen – Der Wandel – Einerseits & andererseits – Erlebniswelt vs. Uninspirierender Neubau – Pluspunkte – The Ten Commandments – Stübchenbibliotheken vermeiden – ... ein nicht alltäglicher Erlebniswert – Bedingungen – Oompf & Wow – Mit der historischen Substanz wuchern – Literatur und Internetquellen

