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Mit der zunehmenden Einbindung von digitalen Technologien wird die Jugendarbeit zu einem soziotechnischen System. Die sozialpädagogischen Kenntnisse zur Gestaltung sozialer Interaktionen müssen dafür um das Wissen und Können technischer Komponenten erweitert werden. Dieser Artikel weist darauf hin, dass soziale Systeme durch technische Einflüsse Veränderungsprozessen unterworfen sind und die Erweiterung von professionellen Handlungskompetenzen der Sozialarbeitenden in der Jugendarbeit erfordert.
Mehr als nur Zitiertechniken
(2022)
Die Soziale Arbeit ist mit digitalen Technologien und mediatisierten Lebenswelten von Adressat:innen sowie Fachkräften konfrontiert. Die damit verbundene digitale Transformation verläuft in den vielfältigen Handlungsfeldern Sozialer Arbeit sehr unterschiedlich. Innerhalb eines Lehrforschungsprojekts, das im Wintersemester 2021/2022 und Sommersemester 2022 im dual-digitalen Bachelorstudiengang Soziale Arbeit (BASA Dual-Digital) an der Fachhochschule Potsdam durchgeführt wurde, widmeten sich sechs Studierende und ihr Dozent der Erforschung des Digitalisierungsstands bei Trägern sozialer Dienste. Die Studie ist das Ergebnis einer teilnehmenden Beobachtung der dualen Studienanfänger:innen, um die Handlungen und Widerfahrnisse im Kontext der Digitalisierung an ihren Praxisstellen zu erfassen.
Digitale Medien und dazugehörige technische Geräte sind ein zentraler Bestandteil des Aufwachsens von Kindern und Jugendlichen. Sie gehören somit auch zum Alltag Sozialer Arbeit, wie es sich beispielhaft im Handlungsfeld stationärer Einrichtungen der Erziehungshilfe verdeutlichen lässt. Der dort vermehrte sowie zunehmende Gebrauch digitaler Technologien durch Bewohnende sowie Fachkräfte und die dadurch geprägten hybriden Lebenswelten erweitern die Komplexität pädagogischer Arbeit in den Heiminstitutionen. Deshalb werden im vorliegenden Essay die Einflüsse der technisierten Gesellschaft reflektiert und es wird betont, dass sich Fachkräfte in der Sozialen Arbeit allgemein und exemplarisch in der Heimerziehung mit digitalen Medien und technischen Geräten befassen sollten, da sie durch einen wachsenden technischen Fortschritt erweiterte mediale und soziotechnische Handlungskompetenzen sowie Konzepte benötigen, um Heranwachsende in der technisierten Gesellschaft professionell begleiten zu können.
Recent advancements in natural language processing (NLP) and large language models (LLM) such as ChatGPT, have generated high expectations and concerns regarding the future impact of AI on education and learning. In light of this, our goal was to investigate the usage of ChatGPT among social work students and to identify factors that predict its adoption according to the Technology Acceptance Model (TAM). To achieve this, we conducted an online study with a large sample of social work students (N = 875). The results revealed that ChatGPT has been widely adopted, with 80% of social work students reporting its use for study-related tasks. However, the frequency of use was moderate. Thus, although students experiment with ChatGPT, they do not use it very frequently for their studies. Its primary applications include clarifying questions, explaining concepts, analysing, editing, and writing texts, as well as conducting literature reviews. The frequency of ChatGPT use was primarily predicted by its perceived usefulness, followed by perceived ease of use. Interestingly, affinity for technological interaction did not emerge as a significant predictor. This suggests that even students who are typically less interested in technology are utilizing ChatGPT for their studies due to its perceived usefulness. Overall, these findings highlight the widespread adoption of ChatGPT among social work students and emphasize the importance of perceived usefulness in driving its usage.
Künstliche-Intelligenz-Systeme beeinflussen fundamental die Bildungslandschaft und werden voraussichtlich immer relevanter werden. Besonders das Large Language Model ChatGPT hat zu einer tiefgreifenden Perturbation der Hochschullandschaft geführt. Auch im Studium der Sozialen Arbeit hat ChatGPT Einzug gehalten und Hochschulangehörige stehen vor der Herausforderung, einen adäquaten Umgang damit zu entwickeln. Ein wesentlicher Ausgangspunkt, um einen Umgang mit solchen Systemen zu entwickeln, kann in einer Beschreibung des aktuellen Nutzungsverhaltens von Studierenden zu finden sein. Die vorliegende quantitative Studie widmete sich dieser Aufgabe und bietet einen solchen Ausgangspunkt konkret für das Studienfeld der Sozialen Arbeit. Es wurden deutschlandweit und semesterübergreifend 875 Sozialarbeitstudierende verschiedener Hochschulen zu ihrem Nutzungsverhalten von ChatGPT befragt. Neben dem Nutzungsverhalten wurden in der Studie auch die Bewertung des KI-Tools, dessen Thematisierung im Studium und die Technikaffinität der Studierenden erhoben. Die Ergebnisse der vorliegenden Forschung zeigen eine hohe Nutzung des Tools mit über 80% und betonen somit die Relevanz einer Thematisierung im Studium der Sozialen Arbeit zur Nutzung von KI-Tools wie ChatGPT und bieten eine Grundlage für zukünftige Forschungen sowie didaktische Innovationen.
Im Rahmen des durch den Innovationsfonds der Fachhochschule Potsdam geförderten Projekts „#GesellschaftBilden im Digitalzeitalter. Perspektiven der Sozialen Arbeit auf technologische Herausforderungen“ gründeten vier Forschungsinstitutionen das Digitalisierungsforschungsnetzwerk Nordost. Der vorliegende Bericht gibt einen Überblick über die Aktivitäten des Projekts und der Pilotphase des Netzwerks von Oktober 2023 bis September 2024. Dabei werden die unterschiedlichen Projektbausteine beleuchtet, die den Diskurs um Technisierung, Digitalisierung und Mediatisierung in der Sozialen Arbeit voranbringen und eine hochschulübergreifende Kooperation zu Digitalisierungsthemen fördern sollten.