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Geothermal energy is an interesting alternative to polluting fossil energy sources. Therefore, in Belgium, two wells have been drilled for a deep geothermal power plant. However, the environment to which the installations are exposed is challenging. The geothermal brine has 165 g/l total dissolved solids (of which 90% are sodium and chlorine) and the production temperature can be up to 130 °C. To assess their suitability to be used in a geothermal power plant, the corrosivity of the artificial brine to three common construction materials was investigated with exposure and electrochemical tests. The metals under consideration are a low-alloyed carbon steel (S235JR), an austenitic stainless steel (UNS S31603) and a duplex stainless steel (UNS S31803). The carbon steel, that was found to corrode uniformly, could be considered as a constructional material if a sufficient wall thickness is chosen. The austenitic stainless steel and the duplex stainless steel demonstrate very low uniform
corrosion rates. They are however susceptible to pitting and crevice corrosion. To guarantee safe operation of the geothermal power plant, the susceptibility of the alloys to stress corrosion cracking should be tested and in situ experiments should be performed.
Um Konstrukteuren und Nutzern geothermischer Anlagen grundlegende Informationen über die Korrosionsbeständigkeit zur Verfügung zu stellen, wurden verschiedene metallene Werkstoffe, darunter nichtrostende Duplex- und austenitische Stähle sowie eine Nickellegierung, in künstlichen Geothermalwässern, die die Bedingungen an verschiedenen Standorten mit geothermischem Potenzial simulieren, mit Hilfe von elektrochemischen und Langzeittests hinsichtlich ihrer Eignung bewertet.
In hochsalinaren Umgebungen erwies sich Spaltkorrosion als der entscheidende Mechanismus. Die Nickellegierung zeigt eine ausgezeichnete Beständigkeit gegenüber Lochkorrosion. Abgesehen von ihren hohen Kosten eignet sie sich sehr gut für den Bau von Geothermieanlagen mit stark salzhaltigen Fluiden. Rostfreie Stähle und Duplexstähle weisen eine begrenzte Korrosionsbeständigkeit gegen Loch- und Spaltkorrosion auf. Daher sind sie für stark salzhaltige Fluide nicht geeignet. Der Superaustenit zeigt ein temperaturabhängiges Verhalten. In nichtsalinaren Umgebungen könnten niedriglegierte Stähle (neben den höherlegierten Werkstoffen) als Konstruktionsmaterial für Geothermieanlagen eingesetzt werden, sofern eine ausreichende Wandstärke des Materials berücksichtigt wird.
Neben Korrosionsaspekten erwies sich auch die Ausfällung von Fluidbestandteilen als interessantes Thema. Beim Betrieb der Forschungsanlage in Groß Schönebeck wurden Kupfer- und Bleieffekte im Bohrloch festgestellt. Die auftretenden Mechanismen und Maßnahmen zur Verhinderung von Ausfällungen und Abscheidungen wurden ebenso untersucht, wie deren mögliche Einflüsse auf die Korrosionsbeständigkeit metallener Werkstoffe für Anlagenkomponenten.
Der Beitrag beschreibt die Wechselwirkungen zwischen Geothermalwässern und Ausrüstungskomponenten.