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Organisationseinheit der BAM
ln den letzten Jahren wurden diverse Prüfverfahren und Methoden entwickelt, um die Leistungsfähigkeit von Beton bzw. Bindemittel hinsichtlich des Widerstands gegenüber betonaggressiven Einwirkungen beurteilen zu können. Ein wesentliches Ziel von Prüfverfahren zur Beurteilung der Dauerhaftigkeit von Baustoffen ist, die im Laufe der Nutzungsdauer zu erwartenden Einwirkungen auf den Baustoff realitätsnah abzubilden. Dazu sind die Prüfparameter auf die im jeweiligen Anwendungsbereich vorherrschenden Umgebungs- und Randbedingungen anzupassen. Daneben sind auch die Bewertungskriterien individuell unter Berücksichtigung der im Einzelfall geforderten Nutzungsdauer eines Bauwerks festzulegen. Eine systematische Zuordnung von adäquaten Prüfverfahren bzw. Prüfparametem und Bewertungskriterien für die verschiedenen Anwendungsbereiche im Betonbau, in denen betonaggressive Einwirkungen auftreten, ist mit Ausnahme von Einzelfällen bislang nicht vorhanden. Daneben stellt sich in der Praxis immer wieder das Problem, das Angriffspotenzial der Umgebung eines Bauwerks (prüftechnisch) zu erfassen und zu bewerten.
Der Hauptausschuss Baustofftechnik des DBV hat daher den Arbeitskreis „Chemischer Angriff auf Beton“ beauftragt, dieses Merkblatt zu erarbeiten, das auf Basis von einschlägigen Erfahrungen der Baupraxis und wissenschaftlichen Erkenntnissen Grundsätze und bewährte Methoden zur Beurteilung der Einwirkungs- und Widerstandsseite beim chemischen Angriff auf Beton aufzeigt und diesbezüglich Hinweise für verschiedene Anwendungsbereiche im Betonbau liefert.
Chemischer Angriff auf Betonbauwerke - Bewertung des Angriffsgrads und geeignete Schutzprinzipien
(2014)
In verschiedenen Bereichen des Betonbaus ist Beton einem chemischen Angriff von außen ausgesetzt, der die Dauerhaftigkeit des betreffenden Bauteils bzw. des gesamten Bauwerks beeinträchtigen kann. Für einen chemischen Angriff in natürlichen Böden und Grundwässern bestehen normative Vorgaben in DIN 4030-1 [R10] bzw. DIN 1045-2 [R19], um den Angriffsgrad anhand der Art und Konzentration der angreifenden Stoffe in Expositionsklassen XA1 (schwach angreifend) bis XA3 (stark angreifend) einzustufen. Hinsichtlich weiterer maßgeblicher Einflussfaktoren wird an dieser Stelle nicht näher differenziert, ob und inwieweit die Regelungen für Böden und Grundwässer auch auf andere Bereiche mit chemischem Angriff auf Beton zu übertragen sind, ist stets im Einzelfall zu überprüfen. Ebenfalls sind die zu treffenden Maßnahmen über die Vorgaben der DIN EN 206-1/DIN 1045-2 [R19] hinaus anwendungsspezifisch festzulegen. Der Hauptausschuss Baustofftechnik (HABT) des DBV hat daher den Arbeitskreis "Chemischer Angriff auf Beton" beauftragt, dieses Merkblatt zu erarbeiten, das Hilfestellung bei der Bewertung einer projektspezifischen chemischen Angriffssituation auf Beton sowie bei der Planung und Ausführung von Schutzprinzipien leisten soll.
We studied freshly collected, dried and herbarized leaf fragments of two palms, namely Borassus flabellifer L. and Corypha umbraculifera L., most commonly used for palm-leaf manuscript (PLM) production in South (S) and Southeast Asia (SE) in order to reveal differences in their phytolith assemblages. For each of the two palms, 25 leaf samples were taken from the two Indian states of Kerala and Tamil Nadu. Dried leaf material was obtained from the fresh one by drying the leaves in air. Herbarium samples were obtained from two independent herbaria, specimen origin comprises S and SE Asia with the main focus on South India and Sri Lanka. Additionally, 25 manuscripts made of Borassus flabellifer leaves and 25 manuscripts made of Corypha umbraculifera leaves were investigated for phytoliths. All manuscripts are preliminary dated back to between the 16th and the beginning of the 20th century CE; most of them assumedly were produced in S India (Tamil Nadu and Kerala), Sri Lanka, Burma or Indonesia. Phytolith assemblages significantly differed between fresh, dry and herbarized palm leaves in comparison to PLM material, both qualitatively and quantitatively (mean r2 = - 0.61 ± 9.3 for Borassus samples and r2 = - 0.75 ± 5.3 for Corypha samples, at p < 0.001). Fifty-three phytolith types described for PLM material were not observed in any of the fresh, dry or herbarized palm-leaf samples. Geographical analysis of PLM-specific phytoliths suggests that the combination of those phytoliths could be region-related. In this paper, we prove that the methods of palaeoecological reconstructions based on detailed microscopy of the PLMs surface and phytolith analysis applied in combination with methods of mathematical and computer data analysis can contribute to answer the questions posed by material codicology by revealing lost manuscript production recipes and by studying manuscript provenance in terms of the geographical origin of the artefacts. Our approach can potentially open a new perspective for palaeoecological studies expanding their traditional scope and making them applicable to a new research field.