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Der Kongoeinsatz der Bundeswehr im Jahr 2006 hatte das Ziel, in Rahmen der Europäischen Union, die Wahlen in der kongolesischen Hauptstadt absichern zu helfen (EUFOR RD Congo). Landeskundliche Informatio bildet eine der Grundlagen der Vorbereitung auf den Auslandseinsatz. Der "Wegweiser" analysiert neben politischen oder militärischen auch Faktoren wie Geschichte und Kultur des jeweiligen Landes. Um die Schwierigkeiten internationaler Stabilisierungsversuche für den Kongo zu verstehen, ist ein Ansatz notwendig, der auch das ethnische und kulturelle Umfeld sowie die ökonomischen Rahmenbedingungen des Konfliktes umfasst. Der erste chronologisch gegliederte Themenblock behandelt die historische Entwicklung des Kongos, Schwerpunkt ist dabei die Kolonialepoche bis 1914 und die politische Entwicklung seit 1945. Der zweite Themenblock widmet sich den politischen, sozialen und kulturellen Grundlagen und Entwicklungen. Ein Serviceteil informiert über Sekundärliteratur, Internetlinks und listet in Tabellenform eine Geschichte im Kurzüberblick auf.
Die jüngsten Aufstände und politischen Umbrüche, vor allem aber die gewaltsamen Ereignisse in Tunesien, Ägypten und Libyen haben Nordafrika 2011 in den Brennpunkt des Weltinteresses katapultiert. Die allgegenwärtigen Bilder von Unruhen, Bürgerkrieg und Flüchtlingsströmen in diesem Gebiet beherrschen die Medien, das seit den alten Ägyptern, Griechen und Römern auch für Europa eine bedeutende Rolle gespielt hat und spielt. Der vorliegende Band verschafft mit seinen Beiträgen das Hintergrundwissen über historische Entwicklungen sowie Strukturen und Lebenswelten in Nordafrika, ohne das die aktuellen Ereignisse nur schwer einzuordnen sind.
Der "Wegweiser zur Geschichte. Kosovo" ist eine historische Bildungshilfe und Lernhilfe insbesondere für Bundeswehr-Kontingente in der Einsatzvorbereitung. Alle "Wegweiser" sind in drei Abschnitte gegliedert. Renommierte Autorinnen und Autoren zeigen im ersten Abschnitt wichtige "Historische Entwicklungslinien" auf. Ein Schwerpunkt dabei sind Hintergründe für aktuelle Konfliktlagen. Der zweite Teil "Strukturen und Lebenswelten" vertieft dies anhand von Schlüsselbegriffen und zentralen Problemen. Die Beiträge fügen sich zu einem Gesamtpanorama der heutigen Gesellschaft der behandelten Länder. Ein umfangreicher Anhang enthält drittens eine Zeittafel, Literaturtipps und Internetlinks. Karten und "Erinnerungsorte" erschließen die historische Geografie.
Vor dem Hintergrund internationaler Friedensmissionen in Zentralafrika informiert die Dokumentation über historische, kulturelle und politische Bedingungen im Einsatzraum: 1) Historische Entwicklungen vom "bis zur Ankunft der ersten Europäer" bis zum Bürgerkrieg 2014. 2) Strukturen und Lebenswelten: sicherheitspolitische Risiken; kulturelle Vielfalt - nationalstaatliche Begrenzung; zwischen Rohstoffreichtum und ärmlicher Subsistenzwirtschaft.
In nüchterner und leicht verständlicher Weise in die komplexen Problemlagen von Konfliktregionen einzuführen, in denen sich die Bundeswehr engagiert, ist Aufgabe der Reihe "Wegweiser zur Geschichte. Das Buch zum Sudan bietet in drei Abschnitten umfassende Informationen über Geschichte und Kultur. Renommierte Autorinnen und Autoren zeichnen zunächst die wichtigsten historischen Entwicklungslinien sowie die Entstehung der aktuellen Konflikte nach. In einem zweiten Teil, überschrieben mit "Strukturen und Lebenswelten", stehen die staatspolitischen Probleme, das gesellschaftliche Gefüge sowie Religion, Wirtschaft und Kultur des Landes im Vordergrund. Der abschließende Anhang enthält eine Zeittafel, Literaturtipps und Internetlinks. "Erinnerungsorte" und Karten erschließen die historische Geografie des Großraums.
Die Materialschlachten des Jahres 1916 haben die kollektive Erinnerung an den Ersten Weltkrieg in Europa nachhaltig geprägt. Die Beitragssammlung diverser Autoren schildert die Landkriegführung an den Fronten in Frankreich, der Ostfront (Brusilov-Offensive) und Südtirol. Weitere Kapitel behandeln die Mobilisierung, Kriegsalltag und Kriegserlebnis sowie die in Frankreich und Deutschland gepflegte Erinnerungskultur.
Militärische Geheimdienstarbeit ist kein Phänomen der Moderne. Allerdings lösten seit der Mitte des 19 Jahrhunderts die rasanten Entwicklungen der Waffentechnik und Kommunikationstechnik, im Eisenbahnbau und in der Logistik einen gesteigerten Informationsbedarf aus, der zu einem tiefgreifenden Wandel im militärischen Geheimdienstwesen führte.Besonders in der Zeit von 1904 bis 1914 gewann die "Feindaufklärung" für den deutschen Generalstab an Bedeutung. Die militärische Führung des Deutschen Reichs war auf genaue Informationen über potenzielle Gegner angewiesen, um auf die politischen und militärischen Entwicklungen, vor allem in Frankreich und Russland, reagieren und die eigene militärische Planung und Rüstung darauf abstimmen zu können. Der Autor befasst sich mit der Bedeutung der Feindaufklärung sowie den Informationen und Einschätzungen des deutschen Generalstabs zu den Armeen Frankreichs und Russlands am Vorabend des Ersten Weltkrieges. (MOD)
Der Zweite Weltkrieg erreichte Ostpreußen im Sommer 1944. Die Kämpfe in der nordöstlichsten Provinz des Deutschen Reiches dauerten bis Ende April 1945. Während dieser Monate fanden auf relativ kleinem Raum mehrere große Angriffsoperationen und Abwehroperationen sowie unzählige kleinere Gefechte statt. Im Vordergrund der Untersuchung stehen die operationsgeschichtlichen Aspekte. In diesem Zusammenhang werden die Begleiterscheinungen des sogenannten totalen Krieges gestellt: das Schicksal der Flüchtlingstrecks, Übergriffe von Soldaten der Roten Armee auf Zivilisten, der sich steigernde Terror gegen eigene Militärangehörige und Zivilpersonen sowie die jahrelange Kriegsgefangenschaft für deutsche Soldaten und der Verlust der Heimat für die ostpreußische Bevölkerung. (MOD)
Der Panzer ist eine alte Idee, aber eine junge Erfindung. In seiner charakteristischen Anordnung von Feuerkraft, Panzerung und Beweglichkeit hat er den Landkrieg im Zwanzigsten Jahrhundert revolutioniert. Dieses Buch untersucht die Geschichte des Panzers als Waffe und Symbol in Deutschland zwischen dem Aufkommen erster Planungen und dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Anhand der zeitgenössischen Kriegsbilder, der Rüstung, der Operationen und der Bilder vom Panzer beschreibt das Buch den Stellenwert des Waffensystems in den deutschen Streitkräften. Dabei wird deutlich, dass idealisierende Vorstellungen vom Panzer seine tatsächliche militärische Wirkung oft überlagerten. Das Waffensystem "Panzer" wurde zum Indikator für soldatische Auffassungen über Technik, zum Symbol für die Niederlage von 1918, aber auch für die "Blitzkriege" von 1939/40 und für militärische Hybris. Im Panzer treffen Mensch und Maschine auf existenzielle Weise aufeinander. Das macht ihn bedeutsam bis in die Gegenwart. (AUT)