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Die Functional Requirements for Bibliographic Records, kurz FRBR, sind eine Empfehlung der International Federation of Library Associations and Institutions (IFLA) von 1998 zur Neustrukturierung von Bibliothekskatalogen. Mit den FRBR wird ein logisches Denkmodell für bibliografische Beschreibungen vorgelegt. Die Diskussion über dieses Modell befindet sich im deutschsprachigen Raum - anders als im angloamerikanischen - noch in den Anfängen. Dem möchte dieser Aufsatz entgegen wirken, indem die Frage gestellt wird, inwieweit sich die logisch gedachten FRBR-Einheiten in den existierenden Daten wieder finden lassen. Dazu werden die Entitäten mit den dazugehörigen Attributen dem in der Bibliothekswelt Deutschlands und Österreichs üblichen MAB-Format (Maschinelles Austauschformat für Bibliotheken) gegenübergestellt und auf ihre Kompatibilität hin untersucht. Die Autoren sind Mitglieder der überregionalen {\glqq}Expertengruppe Datenformate{\grqq}, in der Formatfragen, die das Bibliothekswesen betreffen, diskutiert werden, insbesondere aber das MAB-Format gepflegt wird.
Bereits seit den siebziger Jahren katalogisieren Bibliotheken arbeitsteilig in Verbünden. Allerdings macht die Kooperation bislang oftmals an den Grenzen traditionell gewachsener Verbundstrukturen halt. Das ist ein Grund dafür, dass in Deutschland und Österreich das gleiche Buch im schlimmsten Fall an zahlreichen Stellen gleichzeitig katalogisiert wird, ohne dass der eine von der Arbeit des anderen profitiert. In dem folgenden Report werden erstmals konkrete Schritte beschrieben, die eine verteilte Katalogisierung über Verbundgrenzen hinweg verbessern. Dazu gehören Vereinbarungen für die Indexierung und die Suche über Z39.50, Regeln für gegenseitige Datenlieferungen und nicht zuletzt die Einführung einer eindeutigen Identifikationsnummer, die die erstkatalogisierende Institution vergibt. Der vorliegende Artikel ist ein vorläufiger Zwischenbericht der von der Arbeitsgemeinschaft der Verbundsysteme eingesetzten Arbeitsgruppe „Kooperative Neukatalogisierung“.
Das Förderprogramm Digitalisierung des Landes Berlin fördert Digitalisierungsprojekte in Berliner Kulturerbeeinrichtungen und hat parallel dazu die Servicestelle Digitalisierung (digiS) als zentrale Beratungs- und Koordinierungsstelle eingerichtet. Ziel ist dabei, eine technische und organisatorische Infrastruktur für die Projekte sowie zur Sicherung der Langzeitverfügbarkeit digitalen Kulturguts vorzuhalten. Der Artikel beschreibt das Förderprogramm, das Aufgabenspektrum von digiS und die Herausforderungen, die sich für Kulturerbeinstitutionen ergeben, wenn sie sich auf den offenen Dialog mit ihren Nutzern einlassen und ihre Objekte digital langzeitverfügbar halten wollen.
Die Grundsätze für den Erwerb überregionaler Lizenzen, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft(DFG) gefördert werden (sog. Allianz-Lizenzen), beinhalten spezifische Regelungen zum Open Access.
Damit wird DFG-seitig sichergestellt, dass bei Abschluss von Allianz-Verträgen die inkludierten Inhalte sowohl von Autoren als auch von den lizenznehmenden Einrichtungen unter vorteilhafteren Konditionen gegenüber den üblichen Self Archiving Policies (z.B. Verlagsversion, verkürzte Embargofrist) in Repositorien archiviert und veröffentlicht werden dürfen. Die Erfahrung der seit 2011 getätigten Allianz-Abschlüsse zeigt allerdings, dass der Kreis berechtigter Autorinnen und Autoren und Institutionen eigenständig kaum Gebrauch von ihren hierdurch erhaltenen Open-Access-Rechten macht. Entsprechend liegt ein großer Schatz wissenschaftlicher Literatur bei den Verlagen, der noch zu heben ist. Das bewilligte DFG-Projekt DeepGreen (Ausschreibung „Open-Access-Transformation“ von 2014) zielt darauf ab, die vereinbarten Open-Access-Konditionen der Allianz-Lizenzen auf technischer Ebene komfortabel auszugestalten und, wenn möglich, zu automatisieren, so dass nicht mehr Autorinnen und Autoren oder die hierzu berechtigten Bibliotheken die Publikationen manuell in Open-Access-Repositorien einpflegen müssen, sondern die Verlage selbst zyklisch über definierte Schnittstellen abliefern. Dazu bauen die Projektpartner (Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg, Universitätsbibliothek TU Berlin, Helmholtz Open Science Koordinationsbüro am Deutschen GeoForschungsZentrum, Bayerische Staatsbibliothek München sowie die Verbünde
Bibliotheksverbund Bayern und KooperativerBibliotheksverbund Berlin-Brandenburg) ein Dark
Archive namens DeepGreen auf, in das teilnehmende Allianz-Lizenz-Verlage Publikationen und Metadaten einspeisen. DeepGreen soll im Anschluss als Datendrehscheibe für berechtigte Open-Access-Repositorien dienen. Als Pilotpartner konnten die Verlage Karger und SAGE gewonnen werden. Der vorliegende Aufsatz stellt das Projekt und den aktuellen Stand der Arbeiten vor.
Im Oktober 2012 hatte die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ein Förderprogramm zur Neuausrichtung überregionaler Informationsservices ausgeschrieben, um eine umfassende Reorganisation bestehender Infrastrukturen anzustoßen, die mit den Empfehlungen des Wissenschaftsrates zur Zukunft der bibliothekarischen Verbundsysteme in Deutschland gefordert wurde. Im Themenfeld „Bibliotheksdateninfrastruktur und Lokale Systeme“ der DFG-Ausschreibung wurde das vom Hessischen Bibliotheksinformationssystem (HeBIS), vom Bibliotheksverbund Bayern (BVB) und vom Kooperativen Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg (KOBV) beantragte Vorhaben „Cloudbasierte Infrastruktur für Bibliotheksdaten“ (CIB) bewilligt. Das Projekt zielt auf die Überführung bibliothekarischer Workflows und Dienste in cloudbasierte Arbeitsumgebungen und die sukzessive Ablösung traditioneller Verbund- und Lokalsysteme durch internationale Systemplattformen. Zu den Arbeitspaketen des Vorhabens gehört u. a. die Einbindung von Norm- und Fremddatenangeboten und von weiteren Services in diese Plattformen.
Das Förderprogramm Digitalisierung des Landes Berlin fördert Digitalisierungsprojekte in Berliner Kulturerbeeinrichtungen und hat parallel dazu die Servicestelle Digitalisierung (digiS) als zentrale Beratungs- und Koordinierungsstelle eingerichtet. Ziel ist dabei, eine technische und organisatorische Infrastruktur für die Projekte sowie zur Sicherung der Langzeitverfügbarkeit digitalen Kulturguts vorzuhalten. Der Artikel beschreibt das Förderprogramm, das Aufgabenspektrum von digiS und die Herausforderungen, die sich für Kulturerbeinstitutionen ergeben, wenn sie sich auf den offenen Dialog mit ihren Nutzern einlassen und ihre Objekte digital langzeitverfügbar halten wollen.
Questionnaire for effective exchange of bibliographic metadata – current status of publishing houses
(2016)
The project DeepGreen aims to realise better usage of green open access publication rights with regard to Alliance Licenses in Germany (https://www.nationallizenzen.de/open-access). Together with publishers who offer Alliance Licenses and authorized libraries, the project group intends to develop a prototype of a nearly fully automated workflow that covers the delivery of data from the publishers, including the article full texts, as well as the process of loading data into the institutional repositories of licensees. Further information about the project can be found within ZIB-Report 15-58, urn:nbn:de:0297-zib-56799.
In order to become acquainted with publishers’ processes for exchanging documents and metadata, the project group developed a questionnaire for an online survey. The publishing of this questionnaire is intended to demonstrate relevant aspects of the issue (e. g. methods of data exchange, protocols and interfaces) and to foster reuse of valuable questionnaire elements. The XML-file can be reused as a template, the PDF-file reproduces the original survey layout.
In 2011, important priorities were set to realize green publications in the open access movement in Germany. With financial support from the German Research Foundation (DFG), libraries negotiated Alliance licenses with publishers that guarantee extensive open access rights. Authors of institutions, that have therewith access to licensed journals, can freely publish their articles immediately or after a short embargo period in a repository of their choice. However, authors hesitantly use these open access rights. Also libraries – as managers of institutional and subject based repositories and thus legitimated representatives for the authors – only rarely make use of these rights. The aim of DeepGreen is to make the majority of those publications available online. Together with publishers of the Alliance licenses, the project consortium wants to develop a nearly fully automated workflow that covers both the delivery of data, including the full texts, of the publishers, as well as the data transformation to the necessary import formats and the loading process into the repositories. An intermediate “publication router” will serve as a distribution platform. The DeepGreen metadata schema contains metadata properties describing a wide range of deliverable bibliographic metadata from the Alliance license publishers (most common standards are JATS and CrossRef XML) as well as its compliance with technical, quality and metadata standards of the repositories. The schema includes required metadata elements and optional properties providing additional information.The metadata schema is aligned to the OCLC repository best practices (“Best Practices for CONTENTdm and other OAI-PMH compliant repositories: creating sharable metadata”, URL: http://www.oclc.org/content/dam/support/wcdigitalcollectiongateway/MetadataBestPractices.pdf). The current version of the schema is subject to changes as the functional requirements and workflow practices are evolving during the project experiences and prototype production.