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Nachhaltigkeitsberichterstattung verfolgt die Ziele, über die Nachhaltigkeitsleistungen eines Unternehmens zu berichten, diese bewertbar zu machen und im Sinne eines Regelkreisgedankens des Controllings zu steuern. Im Zuge dieser Studie wurden vorwiegend kleine und mittlere Unternehmen aus dem westlichen Münsterland zum aktuellen Stand ihrer Nachhaltigkeitsberichterstattung befragt. Dabei wurden sowohl die auf die Unternehmen eingehenden ESG-Anforderungen, etwaig genutzte Rahmenwerke der Berichterstattung, die innerbetriebliche Organisation des Nachhaltigkeitsmanagements und die Erwartungen der Unternehmen betrachtet.
Das Nachhaltigkeitsreporting ist und bleibt für viele Unternehmen ein wichtiges, aktuelles und dynamisches Thema - auch politisch gesehen.
Der Studienbericht ist eine Fortführung der im Jahr 2023 durchgeführten empirischen Erhebung zum Stand der digitalen Nachhaltigkeitsberichterstattung in Unternehmen des westlichen Münsterlandes und fand im Rahmen des EFRE-Projekts "DiNaOpt4KMU" statt. Ein Vergleich der Ergebnisse zur ersten Ausgabe zeigt unter anderem, dass ein Großteil der Unternehmen sich im Bereich Nachhaltigkeit positioniert und weiterentwickelt haben. Zudem konnten in der zweiten Auflage Entwicklungen in der Region Westmünsterland aufgezeigt und bewertet werden. Es konnte eine Klassifizierung der teilgenommen Unternehmen in „Neueinsteiger, Einsteigende und Fortgeschrittene“ erfolgen.
Eine weitere Studienauflage ist für das Jahr 2026 in Planung.
Dem Thema Nachhaltigkeit kommt zunehmend eine größere Bedeutung zu. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die Pflicht, einen Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen, mit dem Jahr 2024 auch auf viele kleine und mittlere Unternehmen ausgeweitet wird. Bislang trifft dies überwiegend auf große Unternehmen zu, welche in der Regel strukturell und hinsichtlich Software sehr gut für die Bewältigung dieser Aufgabe aufgestellt sind. Anders verhält es sich jedoch bei KMU, denn in diesen fehlen meist personelle und finanzielle Ressourcen sowie geeignete softwaretechnische Unterstützungswerkzeuge. In diesem Beitrag werden die Ergebnisse einer Studie der Westfälischen Hochschule vorgestellt, die sich auf das Nachhaltigkeitsreporting von KMU fokussiert. Darüber hinaus werden Herausforderungen aus Informationssicht erläutert und mögliche Unterstützungsbedarfe für KMU diskutiert. Ein Überblick über zukünftige Ansatzpunkte und eine abschließende Diskussion runden den Artikel ab.
Der Beitrag präsentiert wissenschaftliche Erkenntnisse und praxisnahe Empfehlungen aus einem EFRE-geförderten Projekt (DiNaOpt4KMU) zur Stärkung der Nachhaltigkeitsberichterstattung durch partizipative Ansätze. Partizipation wird in Kommunen und Unternehmen zunehmend bewusst, teils auch intuitiv genutzt, um Perspektiven zu erweitern, konsensfähige Lösungen zu erarbeiten und den internen Austausch zu fördern. Die Einbindung von Nachhaltigkeitsverantwortlichen und kommunalen Mitarbeitenden erweist sich dabei als wesentlicher Erfolgsfaktor. Erprobte Handlungsleitfäden, Online-Unterstützungstools sowie Best Practices bieten Kommunen und Unternehmen in diesem Kontext einen erheblichen Mehrwert.

