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830 Literaturen germanischer Sprachen; Deutsche Literatur

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Reisebegegnungen in Marokko (2025)
Luick, Karen
Die Arbeit beleuchtet Marokko als Reiseziel für Individualreisende aus landeskundlicher und tourismusgeographischer Perspektive. Darauf aufbauend erfolgt eine Analyse der touristischen Praxis anhand von Begegnungsrepräsentationen in verschiedenen medialen Formaten von Reiseberichten, mit Fokus auf interkulturelle Begegnungen. Diese zeigen sich in ihrer Darstellung als vielfältig und differenziert. Durch eine multiperspektivische Betrachtung des Phänomens werden komplexe Spielarten interkultureller Begegnung in Bezug auf Darstellung, Pragmatik und Funktionalität herausgearbeitet.
Parzival, multimodal. Digitale Zugänge zu illustrierten Parzival-Handschriften (2023)
Sieber, Andrea ; Siwek, Julia
Der Beitrag „Parzival, multimodal. Digitale Zugänge zu illustrierten Parzival-Handschriften“ von Andrea Sieber und Julia Siwek widmet sich an der Schnittstelle von fachwissenschaftlicher Expertise und kompetenzorientierter Anwendung digitalen Zugängen zu illustrierten Parzival-Handschriften. Er analysiert die multimodalen Besonderheiten der Digitalisate und zeigt auf, wie diese in einem digitalen Lehr-Lern-Medium im H5P-Format für die Förderung multimodaler Kompetenz eingesetzt werden können.
Multimodale Deutschlandkonzeptionen. Kurt Tucholskys Deutschland, Deutschland über alles (1929) und Nora Krugs Heimat. Ein deutsches Familienalbum (2018) (2023)
Großmann, Stephanie
Der Beitrag „Multimodale Deutschlandkonzeptionen. Kurt Tucholskys Deutschland, Deutschland über alles (1929) und Nora Krugs Heimat. Ein deutsches Familienalbum (2018)“ von Stephanie Großmann zeigt im Vergleich zweier Text-Bild-Beziehungen, Kurt Tucholskys Deutschland, Deutschland über alles von 1929 und Nora Krugs Heimat. Ein deutsches Familienalbum von 2018, das konzeptuelle Potential dieser Multimodalität wie deren jeweilige historisch-ideologische Instrumentalisierung im Kontext ‚Deutschlandbilder‘ auf.
Die Petschenegen. Ein zentralasiatisches Reitervolk im Nibelungenlied (2022)
Weithmann, Michael
The Nibelungenlied represents a real international setting of historic peoples: Burgundians, Saxons, Huns, Russians, Romanians and in one single line Petchenegs, a turktataric tribe of Nomads. In the 12th. and 13th.centuries Petchenegs served as borderline-warriors in the Kingdom of Hungary. Had the Compilator of the Nibelungenlied knowledge of their presence along the Hungarian Danube?
Körpergrenzen - Körperräume - Körperzeichen. Zur Inszenierung und Funktionalisierung von Körperlichkeit im Werk Alexander Moritz Freys (2022)
Seefried, Romina
Die Dissertation untersucht die Inszenierung und Funktionalisierung literarischer Körperlichkeitskonzepte im Gesamtwerk des Schriftstellers Alexander Moritz Frey. Dafür bedient sich die Arbeit eines literatursemiotischen Untersuchungsansatzes. Die literarische Ausgestaltung kultureller Norm- und Wertvorstellungen wird in Hinblick auf Körperkonventionen analysiert und es wird untersucht, wo die jeweiligen historisch variablen Grenzen von Normkonformität und Abweichung liegen. Unter Berücksichtigung körpersemantischer Aspekte wird betrachtet, ob dabei optional-variable oder irreversible Grenzziehungen vorgenommen werden. Die Arbeit entwickelt ein Analyseraster für Körperlichkeit im Erzähltext und betrachtet dafür den Körper in seiner determinierten Materialität, seiner kulturellen Ausgestaltung sowie als Imaginationsraum unterschiedlicher Körperkonzepte. Das Projekt hat darüber hinaus die literaturwissenschaftliche Wiederentdeckung des Autors Alexander Moritz Frey zum Ziel.
Mono- und polyisotopische Lesarten von Walther von der Vogelweides Ir reiniu wîp, ir werden man (L.66,21) und ihre Auswirkungen auf die Strophenanordnung (2018)
Klimczak, Peter
Peter Klimczak wiederum setzt sich mit Ir reiniu wîp, ir werden man (L. 66,21) mit einer der anspruchsvollsten Dichtungen Walther von der Vogelweides auseinander. Fast ein Jahrhundert lang wurde bezweifelt, ob es sich überhaupt um ein zusammenhängendes Lied handelt und bis jetzt besteht bezüglich der genauen Strophenfolge ein (Rest-)Dissens. Dieser resultiert aus der unterschiedlichen Lesarten des Liedes. Das auf Algirdas J. Greimas und François Rastier zurückgehende Isotopienmodell erlaubt die Differenzierung einer traditionellen, monoisotopischen, von einer progressiven, polyisotopischen, Lesart. Mit letzterer lassen sich entscheidende argumentative Brüche innerhalb und zwischen den Strophen auflösen und das Lied als enigmatischer Metatext über Literatur und Literaturinterpretation lesen. Aus einer solchen Perspektive heraus lässt sich dann auch eine bestimmte Strophenfolge klar präferieren.
Interpretationen zu Ingeborg Bachmanns "Das Dreißigste Jahr" (2011)
Sammer, Simone
Interpretationen zu Ingeborg Bachmanns "Das Dreißigste Jahr"
Thomas Bernhard and the air crash on Tettelham in 1944. "It was a spectacle of unrelieved tragedy". (2012)
Weithmann, Michael
In his autobiographical essay "Ein Kind" (A Child) the Austrian writer Thomas Bernhard (1931-1998)describes the downing of a heavy World War II USAIRFORCE bomber at Tettelham near Traunstein in Upper Bavaria in 1944. The scene of the crash is now headed by a chapel and some reminiscenses of the crews' fate. Although the event is still vivid in the local history, it was not known that Thomas Bernhard had been a keen eyewitness.
Reduziertes Leben. Untersuchungen zum erzählerischen Werk Marlen Haushofers (2005)
Seidel, Sabine
Das Erzählwerk der Österreicherin Marlen Haushofer (1920-1970) besteht aus fünf Romanen und einer großen Zahl kürzerer sowie einigen längeren Erzählungen. Die vielfach unterschätzte Autorin wurde, wenn überhaupt, dann zumeist im Kontext der Frauenliteratur der siebziger Jahre rezipiert und retrospektiv als bescheidene Vorläuferin derselben etikettiert. Dabei wird in der Regel eine biographische Verschmelzung der Autorin mit ihren Protagonistinnen vorgenommen. Die Tendenz zur autobiographischen Lesart setzt sich in den Lektüren der achtziger und neunziger Jahre fort, die das Haushofersche Werk mit Hilfe der feministischen Theorie zu interpretieren suchen. Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit den biographistischen und feministischen Untersuchungen auseinander. Sie berücksichtigt den zeitlichen und denkgeschichtlichen Horizont, vor dessen Hintergrund das Haushofersche Oeuvre entsteht: Haushofers Texte sind Produkte des Literatursystems der fünfziger und sechziger Jahre, das in je autorspezifisch unterschiedlicher Weise auf die vorgängige historische Katastrophe reagiert und sich angesichts dieser mehr oder minder deutlich vom Literatursystem der Vorkriegszeit abhebt. Bezugssystem ist hier die Frühe Moderne, für deren Dauer man approximativ den Zeitraum von 1890 bis 1930 ansetzt. Als Zentralbegriff dieser Epoche gilt der Begriff ,Leben’, wobei in den Texten ein ,emphatisch gesteigertes Leben’ angestrebt wird, welches man durch Ausbruch aus einem metaphorischen Nicht-Leben zu erreichen sucht. Im Haushoferschen Werk wird im Gegensatz dazu nur mehr ,reduziertes Leben’ vorgeführt, wie die Analyse der Romane und einer repräsentativen Auswahl von Erzählungen zeigt. Die Reduktion der Möglichkeit von ,Leben’ steigert sich dabei vom Frühwerk der fünfziger Jahre, im Rahmen dessen anfangs noch frustrierende Ausbruchsversuche unternommen werden, bis hin zu den späten Texten der sechziger Jahre, die vielfach statische und ereignislose Gefängniswelten modellieren. In der Dissertation werden mittels der Analyse zentraler Textebenen, wie etwa Erzählsituation, Zeitstruktur und Raumorganisation die je textspezifisch unterschiedlichen Erscheinungsformen ,reduzierten Lebens’ herausgearbeitet.
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