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  • Komander, Verena (1)
  • König, Andreas (1)
  • Salmen, Brigitte (1)
  • Vogelsang, Irina (1)

Year of publication

  • 2024 (1)
  • 2022 (1)
  • 2005 (1)

Document Type

  • Doctoral Thesis (2)
  • Article (1)

Language

  • German (2)
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Organizations on stage: organizational research and the performing arts (2022)
Komander, Verena ; König, Andreas
Management and organization scholars have long been intrigued by the performing arts—music, theater, and dance—as a rich context for studying organizational phenomena. Indeed, a plethora of studies suggest that the performing arts are more than an interesting sideline for authors, as they offer unique theoretical and empirical lenses for organization studies. However, this stream of literature spreads across multiple research areas, varies with regard to its underlying theories and methods, and fails to pay sufficient attention to the contextuality of the findings. We address the resulting limitations by identifying and reviewing 89 articles on management and organization related to the performing arts published in 15 top-tier journals between 1976 and 2022. We find that research in the performing arts advances organizational theory and the understanding of organizational phenomena in four key ways, namely by studying (1) organizational phenomena in performing-arts contexts; (2) performing-arts phenomena in organizational contexts; (3) organizational phenomena through the prism of performing-arts theories; and (4) organizational phenomena through the prism of performing-arts practices. We also find that, in contrast to other settings, the performing arts are uniquely suited for immersive participant-observer research and for generating genuine insights into fundamental organizational structures and processes that are generic conditions of the performing arts and management alike, such as leadership, innovation, and the management of uncertainty. Finally, based on our consolidation of the research gaps and limitations of the reviewed studies, we develop a comprehensive agenda for future research.
Ausstellungen und ihr Erfolg: (Kunst-)Geschichten befragen. Ausstellungspublika in Indonesien und Prozesse der Selektion, Rezeption und Aneignung am Beispiel der Ausstellung „Raden Saleh und der Beginn der modernen indonesischen Malerei“ (2024)
Vogelsang, Irina
In der Dissertation «Ausstellungen und ihr Erfolg: (Kunst-)Geschichten befragen» wird ein Teilbereich der Bildungsforschung untersucht, nämlich die informelle Bildung im internationalen Kontext. Die Arbeit kombiniert eine ausführliche Analyse einer Ausstellung und deren Publikum und fokussiert sich dabei auf die Perspektive der Besucher*innen. Als Fallbeispiel dient die empirische Forschung zur kunsthistorischen Ausstellung «Raden Saleh und der Beginn der modernen indonesischen Malerei», die 2012 in der Nationalgalerie von Jakarta stattfand. Organisiert als kulturpolitisches Instrument vom Goethe-Institut Indonesien, stellte die Ausstellung eine bedeutende historische Persönlichkeit Indonesiens, Raden Saleh, in den Mittelpunkt. Besonders bemerkenswert war, dass seine Werke erstmals retrospektiv mit Originalgemälden in seiner Heimat gezeigt wurden. Die Ausstellung führte neue Narrative, neu Ausstellungs- und Vermittlungskonzepte ein und weckte großes Interesse beim Publikum, was zu einem außerordentlichen Erfolg führte. Basierend auf Konzepten der kritischen Museologie, (Kunst-)Soziologie und qualitativen Medienforschung untersucht die Arbeit die Ursachen und kurz- sowie langfristigen Effekte des Ausstellungserfolgs. Durch die Erforschung der bisher wenig beachteten Sphäre der Kunstdistribution und informellen Bildung in Indonesien leistet die Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Grundlagenforschung der Südostasienwissenschaften. Gleichzeitig adressiert sie verschiedene Desiderate in der Publikumsforschung und liefert Erkenntnisse für eine kritische Ausstellungspraxis auf internationaler Bühne. Unter der Berücksichtigung von vielfältigen Kontexten der Ausstellungsbesucher (Sozio-kulturell, physisch, persönlich) arbeitet die qualitative sowie quantitative Analyse die massgeblichen Erfolgsfaktoren der Ausstellung heraus. Die Besucherforschung zeigte, dass vor allem die urbane Mittelklasse die Ausstellung aufsuchte. Besucher_innen kamen in die Ausstellung mit Vorwissen zu Raden Saleh in Form von Legenden. Dieses Vorwissen verhandelten sie in der Ausstellung neu und passten es an ihre persönlichen Bedürfnisse an. Gleichzeitig generierte sich das Interesse aus bis dato fehlenden Ganzkörpererfahrungen mit historischen Zeitzeugnissen zu Raden Saleh. Der Ausstellungserfolg war nicht nur auf den richtigen Ort, sondern auf den gut gewählten Zeitpunkt zurückführen. Die stattfindenden Feierlichkeiten zu Raden Salehs Geburtstag im Rahmen einer Erinnerungspolitik und diverse stattfindende Diskurse der Kunstwelt fanden in der Ausstellung die richtige Plattform, um Narrative zu Kunst und Geschichte zu verhandeln. Die Analyse der Selektions- und Rezeptionspraktiken der Besuchwer_innen machten die wichtigsten Erfolgsfaktoren der Ausstellung deutlich: ihre Fähigkeit an die oben genannten Kontexte der Besucher_innen anzuknüpfen oder diese für sich zu nutzen. Die Arbeit schließt mit Ergebnissen aus der Aneignungs- und Wirkungsforschung und deren Bewertung ab. Diese zeigen deutlich, dass die Wahrnehmung von Raden Saleh heute maßgeblich durch die Ausstellung «Raden Saleh und der Beginn der modernen indonesischen Malerei» beeinflusst wurde und verdeutlicht damit die Bedeutung und Verantwortung der informellen Lernorte wie Ausstellungen – insbesondere in postkolonialen Kontexten.
Johann Michael Wittmer (1802 - 1880). Studien zu Leben und Werk (2005)
Salmen, Brigitte
Johann Michael Wittmer II stammte aus einer Murnauer Malerfamilie. Nach dem Studium bei Peter von Cornelius an der Akademie der Künste in München bis 1828 verbrachte er sein weiteres Leben in Rom. Gefördert von König Ludwig I., schloß sich Wittmer den Deutschrömern an, zu denen Friedrich Overbeck, Bertel Thorvaldsen, Joseph Anton Koch und andere Maler der deutschen Künstlerkolonie gehörten. Wittmer begleitete den bayerischen Kronprinzen Maximilian 1833 auf seiner Reise nach Süditalien, Griechenland und Kleinasien, um die Stätten der klassischen Antike und die pittoresken Szenen des türkischen Lebens in Gemälden und Aquarellen zu dokumentieren. Nach seinen Skizzen entstanden u. a. auch die Wandgemälde im „Türkischen Zimmer“ in Schloß Hohenschwangau. Nach der Heirat mit der ältesten Tochter Joseph Anton Kochs 1833 arbeitete er in dessen Atelier und betreute und nutzte nach dessen Tod 1839 den künstlerischen Nachlaß Kochs, dessen Einfluß in manchen Werken Wittmers der 1830er/1840er Jahre spürbar ist. Wittmer arbeitete weiterhin als Historienmaler, beschäftigte sich mit Themen der antiken Mythologie, mit Szenen zu Dantes „Göttlicher Komödie“ und seit den 1850er Jahren zunehmend mit christlichen Motiven und Inhalten im Stil und in der Bildauffassung der späten Nazarener. Neben Historienbildern für aristokratische Kreise in Deutschland und Europa entstanden Gemälde für Kirchen in Viterbo und in Rom, insbesondere Fresken für S. Maria dell´ Anima, die Nationalkirche der Deutschen in Rom. 1866 erschien sein Reiseführer für Rom und die Campagna, der den Schwerpunkt auf die christlichen Denkmäler und Kirchen legte. Seit Ende der 1840er Jahre nahmen christliche Themen und Kirchenaufträge den größten Raum ein. Hierzu zählen neben den Fresken in Ilmmünster Gemälde und Fresken in der Pfarrkirche St. Nikolaus in Murnau.
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