@book{Dick2024, author = {Dick, Mirjam}, title = {Vernetzung statt Addition}, publisher = {Gabriele Schaefer Verlag}, address = {Herne}, url = {https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bvb:739-opus4-14369}, publisher = {Universit{\"a}t Passau}, pages = {448 Seiten}, year = {2024}, abstract = {Angehende Lehrkr{\"a}fte erwerben im Rahmen ihres Studiums fachdidaktisches und fachwissenschaftliches Professionswissen, aber nur selten erhalten sie systematische Gelegenheiten, diese disziplin{\"a}r und fragmentarisch gelehrten Bereiche zu vernetzen. Es wird angenommen, dass durch de-fragmentierende Lehr-Lernarrangements die Studierenden dabei unterst{\"u}tzt werden k{\"o}nnen, ein dynamisches mentales Modell von Fachunterricht aufzubauen, das tr{\"a}gem Wissen vorbeugt und synergetisches Lernen, koh{\"a}rentes Wissen sowie eine erh{\"o}hte Reflexionsf{\"a}higkeit f{\"o}rdert. Empirisch ungekl{\"a}rt ist aber bisher, was konkret Gelingensbedingungen kognitiver Vernetzung in der Lehrerbildung sind und wie sich der Erfolg vernetzter Lehre messen l{\"a}sst. Am Beispiel der Vernetzung von Literaturdidaktik und Literaturwissenschaft in der Deutschlehrerbildung konnte in vorliegender Studie gezeigt werden, dass durch ein Treatment, in welchem systematisch vernetzte Hinweisreize (sog. de-fragmentierende Prompts) eingesetzt wurden, eine komplexe, vernetzte Problemstellung (Aufgabenkonstruktion) besser gel{\"o}st werden konnte als in der Kontrollgruppe. Mit der fachlichen Spezifizierung auf das Themenfeld Textverstehen und Aufgabenkonstruktion wurden zwei f{\"u}r zuk{\"u}nftige Deutschlehrkr{\"a}fte zentrale Professionsfacetten adressiert, die beide bez{\"u}glich ihrer Binnenstrukturierung und der diesbez{\"u}glichen Kompetenzerwerbsforschung noch Desiderate aufweisen. Hinsichtlich des Bereichs Textverstehen konnte ein aus fachspezifischer Perspektive vielversprechendes Modell literarischer Kompetenz auf semiotischer Grundlage (Schilcher \& Pissarek, 2015) in diesem Kontext erstmals im hochschulischen Vermittlungsprozess empirisch untersucht werden. Hier konnten insbesondere hinsichtlich der Kategorien Raum, Figur und Handlung positive Effekte auf die Textverstehensleistung Studierender festgestellt werden. Eine grunds{\"a}tzliche {\"U}berlegenheit des literatursemiotischen Modells konnte aber nicht best{\"a}tigt werden. Die Befunde weisen darauf hin, dass das literatursemiotische Modell hinsichtlich einiger zentraler Teilkompetenzen im Textverstehen f{\"o}rderlich sein kann, dass die Studierenden aber im Professionalisierungsprozess in diesem Bereich wom{\"o}glich noch gezielterer F{\"o}rderung bed{\"u}rfen, um hier Expertise aufzubauen. Die Daten best{\"a}rken hinsichtlich der Erforschung vernetzter Lehrerbildung die Annahme, dass de-fragmentierende Prompts Wirkungsfaktoren bei der Vernetzung professionellen Wissens darstellen k{\"o}nnen.}, language = {de} }