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Im Kontext chronischer Schmerzerkrankungen sind neben dem physischem Schmerzerleben auch Emotionen, wie Depressivität, Angst, Scham und Ärger von großer Relevanz. So leiden beispielsweise ca. 70 % der Menschen mit chronischen Schmerzen unter wiederkehrendem Ärger. Die Forschung zu spezifischen emotionsfokussierten psychologischen Behandlungsansätzen ist jedoch begrenzt. Eine Möglichkeit der Behandlung könnten sogenannte mitgefühlsbasierte Ansätze darstellen. So ist Selbstmitgefühl bei chronischem Schmerz beispielsweise assoziiert mit einer geringeren Schmerzintensität sowie geringerer physischer und emotionaler Beeinträchtigung, wie Depressivität, Angst und Ärger. In der vorliegenden Dissertation wurde die Relevanz von Selbstmitgefühl im Kontext von akutem und chronischem Schmerz unter der besonderen Berücksichtigung von Ärger evaluiert.
Zunächst wuden in einem Überblicksartikel Interventionsstudien (N = 19) zu Behandlungsansätzen von chronischen Schmerzen zusammengefasst, welche Veränderungen in Ärger oder verwandten Aspekten berichteten (Studie 1). Nur zwei der eingeschlossenen Studien untersuchten spezifische Interventionen zur Bewältigung von Ärger. Insgesamt wiesen die Studien große Unterschiede hinsichtlich der Qualität, Stichprobe, Intervention (Art, Dauer, Setting) wie auch der Messinstrumente für Ärger auf. Die vielversprechendsten Ergebnisse zeigten sich für akzeptanz- und mitgefühlsbasierte Ansätze. Als mögliche Fundierung zukünftiger Forschung wurde zudem das „Prozess Modell der Ärger-Regulation bei chronischem Schmerz“ vorgeschlagen und diskutiert.
Da sich mitgefühlsbasierte Ansätze als potentiell wirksam zur Bewältigung von Ärger erwiesen, wurde die Relevanz von Selbstmitgefühl im Kontext von chronischem Schmerz anhand einer kontrollierten Längsschnittstudie (t1: NT1 = 1228; t2: NT2 = 376) evaluiert (Studie 2 & 3). In Studie 2 wurde Selbstmitgefühl anhand der zwei Faktoren „compassionate self-responding (CS)“ und „reduced uncompassionate self-responding (RUS)“ definiert. Hierbei erwies sich CS als distinktes Konstrukt im Vergleich zu Psychologischer Inflexibilität und Selbstwert. RUS und Selbstwert schienen das gleiche latente Konstrukt zu repräsentieren. Die
Relevanz dieser Konzepte für schmerzbezogene Konzepte, wie auch Depressivität und Ärger wurde in Studie 3 überprüft. Nur RUS und nicht CS stellte hierbei einen eigenständigen Prädiktor für schmerzbezogene Aspekte dar. Psychologische Inflexibilität, genauer Vermeidungsverhalten, erwies sich zudem als Prädiktor mit breiterer Relevanz, jedoch konnte keiner der untersuchten Prädiktoren eigenständig Ärger vorhersagen.
Die Relevanz von Selbstmitgefühl zur Bewältigung von akutem Schmerz wurde in einer experimentellen Studie evaluiert (Studie 4). Die Emotionsregulationsstrategien Selbstmitgefühl, Akzeptanz und Ablenkung erwiesen sich als vergleichbar hilfreich hinsichtlich Schmerztoleranz, -Intensität und –Aversion.
Selbstmitgefühl scheint demnach auch im Kontext von Schmerz vor allem in spezifischen Kontexten oder für bestimmte Subgruppen von Bedeutung zu sein. Zukünftige Forschung sollte sich daher auf einen adaptiven Einsatz der Emotionsregulationsstrategie Selbstmitgefühl konzentrieren. Im Speziellen sollte die Wirkung von mitgefühlsbasierten Interventionen auf Ärger bei Schmerz genauer evaluiert werden.
Well-being is essential for all people. Therefore, important factors influencing people’s well-being must be investigated. Well-being is multifaceted and defined as, for example, psychological, emotional, mental, physical, or social well-being. Here, we focus on psychological well-being. The study aimed to analyze different aspects of connectedness as potential predictors of psychological well-being. For this purpose, we conducted a study examining the psychological well-being of 184 participants (130 women, 54 men, age: M = 31.39, SD = 15.24) as well as their connectedness with oneself (self-love), with others (prosocialness), with nature (nature connectedness), and with the transcendent (spirituality). First, significant positive correlations appeared between psychological well-being and self-love, nature connectedness, and spirituality. Furthermore, correlations between the four aspects of connectedness were significant, except for the relationship between self-love and prosocialness. A regression analysis revealed that self-love and nature connectedness positively predicted participants’ psychological well-being, while spirituality and prosocialness did not explain any incremental variance. The strong relationship between self-love and well-being was partly mediated by nature connectedness. Hence, self love, understood as a positive attitude of self-kindness, should be considered in more detail to enhance psychological well-being. Besides this, a more vital connectedness to the surrounding nature could benefit people’s well-being.
The goal of this Bachelor thesis was programming an existig six-legged robot, which should be able to explore any environment and create a map of it autonomous. A laser scanner is to be integrated for cognition of this environment. To build the map and locate the robot a suitable SLAM(Simultaneous Localization and Mapping) technique will be connected to the sensor data. The map is reported to be the robots base of path planning and obstancle avoiding, what will be developed in the scope of the bachelor thesis, too. Therefore both GMapping and Hector SLAM will be implemented and tested.
An exploration algorithm is described in this bachelor thesis for exploring the robots environment. The implementation on the robot takes place in the space of ROS(Robot Operating System) framework on a "Raspberry Pi" miniature PC.
Die Zielsetzung der vorliegenden Masterarbeit lag darin, die instrumentelle Gewäs-seranalytik im Freiland für Schüler*innen erschließbar zu machen.
Als Maßnahme der Master-Thesis wurde eine arbeitsteilige Lerneinheit rund um das Thema Gewässeranalytik für den außerschulischen Chemieunterricht der Sekun-darstufe II konzipiert und evaluiert. Die Konzeption erfolgte in Anlehnung an die Lehrpläne der Fächer Biologie, Geografie, Physik und Chemie des Landes Rhein-land-Pfalz. Zur Bewertung der Gewässergüte kam das digitale Messsystem Einstein Labmate für zahlreiche physikalisch-chemische Parameter zur Verwendung. Zu-sätzlich wurde das Online-Portal FLUVIDAT Saar zur rudimentären Bestimmung von Indikatororganismen sowie für eine Einordnung der Gewässerstruktur genutzt.
Im Rahmen der begleitenden Evaluation wird der Forschungsfrage nachgegangen, in wie weit die konzipierte Einheit praxistauglich und adressatengerecht für den Chemieunterricht der Oberstufe ist. Dies wird anhand der Konstrukte „Aktuelles Inte-resse“ und „Cognitive Load“ mit einem Fragebogen, einer Videoanalyse mit litera-turbasiertem Codierleitfaden sowie einem Lesbarkeitsindex der zugrundeliegenden Experimentieranleitungen überprüft.
Die Ergebnisse der Datenauswertung zeigten ein hohes aktuelles Interesse der Schüler*innen sowie eine angemessene kognitive Belastung. Durch die Erhebung der lernbezogenen kognitiven Belastung zeigte sich, dass die im unteren Bereich liegende Schwierigkeit der Materialien kognitive Kapazitäten zur Schemabildung frei gab.
The aquatic environment is exposed to multiple environmental pressures and mixtures of chemical substances, among them petroleum and petrochemicals, metals, and pesticides. Aquatic invertebrate communities are used as bioindicators to reflect long-term and integral effects. Information on the presence of species can be supplemented with information on their traits. SPEAR-type bioindicators integrate such trait information on the community level.
This thesis aimed at enhancing specificity of SPEAR-type bioindicators towards particular groups of chemicals, namely to mixtures of oil sands-derived compounds, hydrocarbons, and metals.
For developing a bioindicator for discontinuous contamination with oil-derived organic toxicants, a field study was conducted in the Canadian oil sands development region in Northern Alberta. The traits ‘physiological sensitivity towards organic chemicals’ and ‘generation time’ were integrated to develop the bioindicator SPEARoil, reflecting the community sensitivity towards oil sands derived contamination in relation to fluctuating hydrological conditions.
According to the SPEARorganic approach, a physiological sensitivity ranking of taxa was developed for hydrocarbon contamination originating from crude oil or petroleum distillates. For this purpose, ecotoxicological information from acute laboratory tests was enriched with rapid and mesocosm test results. The developed Shydrocarbons sensitivity values can be used in SPEAR-type bioindicators.
To specifically reflect metal contamination in streams via bioindicators, Australian field studies were re-evaluated with focus on the traits ‘physiological metal sensitivity’ and ‘feeding type’. Metal sensitivity values, however, explained community effects in the field only weakly. Instead, the trait ‘feeding type’ was strongly related to metal exposure. The fraction of predators in a community can, thus, serve as an indicator for metal contamination in the field.
Furthermore, several metrics reflecting exposure to chemical cocktails in the environment were compared using existing pesticide datasets. Exposure metrics based on the 5% fraction of species sensitivity distributions were found to perform best, however, closely followed by Toxic Unit metrics based on the most sensitive species of a community or Daphnia magna.
Im Rahmen dieser Arbeit wird der Einfluss des Wahlszenarios auf die Geheimheit und Öffentlichkeit der Wahl herausgearbeitet. Ein Wahlszenario wird durch seine Wahlform und die verwendete Wahltechnik bestimmt. Bei der Wahl-form kann zwischen einer Präsenz- und einer Fernwahl unterschieden werden. Bei der Wahltechnik zwischen der Papier- und der elektronischen Wahl. Mit der Papier-Präsenzwahl, der Briefwahl (Papier-Fernwahl) und der Internetwahl (elektronische Fernwahl) werden drei prominente Wahlszenarien und ihr Einfluss auf Geheimheit, Privatheit und Öffentlichkeit untersucht.
Die Effekte kognitiv-behavioraler Interventionen bei Patienten mit multiplen somatoformen Symptomen liegen lediglich in einem mittleren Bereich und damit deutlich unter den in der Psychotherapiewirkungsforschung angegebenen Effektstärken. Bislang ist es jedoch nicht gelungen, eindeutig replizierbare, patientenseitige Prädiktoren, die für den Erfolg oder Misserfolg einer kognitiv-behavioralen, ambulanten Therapie bei somatoformen Beschwerden verantwortlich sein können, zu finden. In einem längsschnittlichen Untersuchungsdesign wurde an 78 Patienten (mit mindestens zwei somatoformen Körperbeschwerden), die an einer ambulanten Gruppenintervention teilgenommen haben, die Bedeutung von Symptomintensität und -anzahl, soziodemographischen Variablen, komorbiden psychischen Störungen sowie krankheits- und therapiebezogenen Einstellungen und Verhaltensweisen für die Prädiktion des kurzfristigen Therapieerfolgs untersucht. In bivariaten Analysen zeigte sich ein signifikanter Zusammenhang der zu Beginn der Behandlung erfassten Symptomanzahl, Ängstlichkeit, dysfunktionalen Kognitionen und der Inanspruchnahme medizinischer Ressourcen mit dem Therapieerfolg. Alter, Geschlecht, Bildungsniveau sowie das Vorliegen einer komorbiden Angststörung oder einer depressiven Edpisode waren nicht mit dem Therapieoutcome assoziiert. In multiplen Regressionsanalysen konnten die signifikanten Zusammenhänge jedoch nur für die Symptomanzahl und mit Einschränkungen für die Ängstlichkeit bestätigt werden. Die Ergebnisse werden vor dem Hintergrund des empirischen Forschungsstandes hinsichtlich ihrer praktischen Bedeutung für die differenzielle Therapieindikation diskutiert.
We are living in a world where environmental crises come to a head. To curb aggravation of these problems, a socio-ecological transformation within society is needed, going along with human behavior change. How to encourage such behavior changes on an individual level is the core issue of this dissertation. It takes a closer look at the role of individuals as consumers resulting in purchase decisions with more or less harmful impact on the environment. By using the example of plastic pollution, it takes up a current environmental problem and focuses on an understudied behavioral response to this problem, namely reduction behavior. More concrete, this dissertation examines which psychological factors can encourage the mitigation of plastic packaging consumption. Plastic packaging accounts for the biggest amount of current plastic production and is associated with products of daily relevance. Despite growing awareness of plastic pollution in society, behavioral responses do not follow accordingly and plastic consumption is still very high. As habits are often a pitfall when implementing more resource-saving behavior, this dissertation further examines if periods of discontinuity can open a ’window of opportunity’ to break old habits and facilitate behavior change. Four manuscripts approach this matter from the gross to the subtle. Starting with a literature review, a summary of 187 studies addresses the topic of plastic pollution and human behavior from a societal-scientific perspective. Based on this, a cross-sectional study (N = 648) examines the deter-minants of plastic-free behavior intentions in the private-sphere and public-sphere by structural equation modeling. Two experimental studies in pre-post design build upon this, by integrating the determinants in intervention studies. In addition, it was evaluated if the intervention presented during Lent (N = 140) or an action month of ‘Plastic Free July’ (N = 366) can create a ‘window of opportunity’ to mitigate plastic packaging consumption. The literature review emphasized the need for research on behavioral solutions to reduce plastic consumption. The empirical results revealed moral and control beliefs to be the main determinants of reduction behavior. Furthermore, the time point of an intervention influenced the likelihood to try out the new behavior. The studies gave first evidence that a ‘window of opportunity’ can facilitate change towards pro-environmental behavior within the application field of plastic consumption. Theoretical and practical implications of creating the right opportunity for individuals to contribute to a socio-ecological transformation are finally discussed.
Die laserinduzierte Plasmaspektroskopie (”Laser Induced Breakdown Spectroscopy”, im Folgenden auch ”LIBS” genannt) stellt eine schnelle und berührungslose Messmethode zur Elementanalyse von festen, flüssigen oder gasförmigen Stoffen unter normalen Umgebungsbedingungen ohne besondere Probenvorbereitung dar. Dazu wird ein gepulster Laser, dessen Intensität einen bestimmten Grenzwert überschreiten muss, auf eine Probe fokussiert. Das dort bestrahlte Material verdampft schlagartig und es bildet sich bei einer Temperatur von rund 10000 K ein Plasma aus. Die angeregten Atome und Ionen im Plasma strahlen bei der Rückkehr in energetisch niedrigere Zustände ein charakteristisches optisches Emissionsspektrum ab, welches über eine schnelle spektroskopische Analyse die Elementzusammensetzung des untersuchten Materials liefert. LIBS bietet in diesem Fall auch die Möglichkeit, ein unkompliziertes und bildgebendes Messverfahren aufzubauen, indem Elementverteilungen auf einer topographischen Oberfläche analysiert werden, um beispielsweise Materialübergänge, Einschlüsse oder Verschmutzungen sicher zu detektieren. Bei unebenen Oberflächen wird eine ständige Anpassung des Laserfokus an die Probenkontur benötigt, da die notwendige Intensität zur Erzeugung des Plasmas nur im Fokus aufgebracht werden kann. Als Grundlage dafür dient ein neu entwickelter Fokussieralgorithmus, der ohne jegliche Zusatzgeräte auskommt, und die Reproduzierbarkeit von LIBS-Messungen deutlich steigern kann, da die Messungen kontrolliert im Fokus stattfinden. Durch ihn ergeben sich neue Möglichkeiten des sogenannten „Element-Mappings", dem Erzeugen von Elementlandkarten, welche die Elementverteilungen in Falschfarben grafisch darstellen. Dabei ist das System nun nicht mehr auf eine ebene Oberfläche angewiesen, sondern kann beliebige Strukturen, auch mit scharfen Kanten und Löchern, sicher vermessen. Als Ergebnis erhält man ein flächiges Höhenprofil, welches zusätzlich die Elementinformationen für jeden Messpunkt beinhaltet. Dies erleichtert es dem Benutzer, gezielt Punkte von Interesse schnell wiederzufinden und zu analysieren. Die vorliegende Arbeit beschreibt die Entwicklung eines bildgebenden Low-Power-LIBSSystems mit niedriger Pulsenergie und hoher Pulsrate, welches sich mit dem dazugehörigen
Fokussieralgorithmus automatisiert an unebene Probenoberflächen anpassen kann. Als Ergebnisse werden die Analysen von ausgewählten metallhaltigen, geologischen, organischen und archäologischen Proben bzw. Fundstücken gezeigt.
Homonegative discrimination such as the denial of leadership qualities and higher salaries concern not only lesbians and gay men but also individuals who were perceived as lesbian or gay (Fasoli et al., 2017). Hence, it is assumed that especially straight people become victims of homonegative discrimination (Plöderl, 2014). The perception of sexual orientation is indeed stereotype-driven (e.g., Cox et al., 2015) but there is a lack of knowledge on how accurate stereotypes are – particularly those referring to speech. Despite a variety of sociophonetic and social psychological research related to sexual orientation and gender, an encompassing understanding is missing on how sexual orientation is expressed and perceived.
The present thesis aims to fill these gaps. The two major aims of the present work are a) the examination of the accuracy of speech stereotypes in the context of sexual orientation and b) the development of a model on how sexual orientation is interpersonally construed. Overall, the present thesis comprises five manuscripts with the following aspects in common: They integratively deal with social psychological and sociophonetic perspectives, share a social identity approach, and primarily center speech instead of facial appearance. Moreover, mostly German and German native speaking participants, respectively, have been investigated.
Manuscript 1 establishes the Traditional Masculinity/Femininity-Scale as a reliable and valid instrument for assessing gender-role self-concept. The invention was necessary because existing scales insufficiently represented the self-ascribed masculinity/femininity yet (e.g., Abele, 2003; Evers & Sieverding, 2014). Manuscripts 2, 3, and 4 address the (in)accuracy of speech stereotypes regarding stereotypic content and suggested within-group homogeneity. This is carried out by the application of different methodological approaches. On the one hand, relevant acoustic parameters of lesbian/gay and straight women and men were averaged for each group. On the other hand, voice morphing was applied in order to create prototypical and naturally sounding voice averages (Kawahara et al., 2008). Lesbians and straight women differed in none, gay and straight men in one of the analyzed acoustic parameters only. In contrast, a fine-grained psychological analysis yielded various evidence for acoustic within-group heterogeneity. In particular, the exclusivity of sexual orientation and gender-role self-concept have been acoustically indexicalized which suggests that speech stereotypes are inaccurate. However, voice averages do carry perceivable sexual orientation information. Hence, speech stereotypes can be considered as exaggerations of tiny kernels of truth. In Manuscript 5, previous literature on the interpersonal construction of sexual orientation is integrated in a model: The Expression and Perception of Sexual Orientation Model (EPSOM). This model postulates an indirect route and describes how sexual orientation information is transmitted from producer to perceiver by proposing three mediating components. Thereby, the model is able to offer an explanation why sexual orientation can be perceived with above-chance but far-away-from-perfect accuracy.
Overall, the present thesis provides meaningful impulses for enhancements of research on social markers of sexual orientation and gender. This thesis offers a model on how sexual orientation is expressed and perceived, shows the benefits of combining sociophonetic and social psychological approaches, and points out the value of applying novel methods and technologies. Beyond that, the present thesis offers useful implications for practice. Speech stereotypes in the context of sexual orientation can be rejected as inaccurate – for example, native German straight men do not nasalize more or less than gay men. Thereby, the present thesis contributes to an erosion of stereotypes and a potential reduction of homonegative discrimination.