@phdthesis{Exner2025, author = {Exner, Maik}, title = {Verk{\"o}rperter Geist, materielle Kultur, musikalische Praxis}, address = {Koblenz}, doi = {10.82549/opus4-2561}, url = {https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:kob7-25612}, institution = {Institut f{\"u}r Philosophie}, school = {Universit{\"a}t Koblenz, Universit{\"a}tsbibliothek}, pages = {199 Seiten}, year = {2025}, abstract = {In sowohl den Kulturwissenschaften als auch den Kognitionswissenschaften haben sich neuere Theorien etabliert, welche verst{\"a}rkt die Verk{\"o}rperung und Materialit{\"a}t unseres Denkens, F{\"u}hlens und Handelns betonen. Diese Dissertation untersucht aus der Perspektive der philosophischen Anthropologie, wie die ‚material culture studies' sowie die ‚embodied cognition'-Forschungen zusammengedacht werden k{\"o}nnen. Im Fokus liegt hier der Ph{\"a}nomenbereich der Musik: Denn nicht nur spielen bei dieser eine Vielzahl von Gegenst{\"a}nden der materiellen Kultur eine zentrale Rolle (Instrumente, Tontr{\"a}ger, etc.), sondern auch der K{\"o}rper des h{\"o}renden oder musizierenden Subjekts. Die philosophische Reflexion erfolgte vor allem aus der Perspektive des Enaktivismus, einer spezifischen Str{\"o}mung der ‚embodied cognition', erg{\"a}nzt durch Konzepte und Ans{\"a}tze aus den Traditionen der Ph{\"a}nomenologie und des Pragmatismus. Diese wurden nicht nur herangezogen, um zusammen mit dem enaktivistischen Denken auf der Sachebene die verk{\"o}rperte Natur der Musik darzustellen, sondern auch um die methodische Problemstellung zu behandeln: Der ph{\"a}nomenologische Gedanke des Doppelaspekts von Leib und K{\"o}rper (Fuchs) und die pragmatistische Anthropologie der Artikulation (Jung) dienten eben dazu, das Zusammendenken von Kognitions- und Kulturwissenschaften in Bezug auf Musik zu erm{\"o}glichen. So ließen sich verschiedene Detailfragen zu den beiden gr{\"o}ßeren Themenkomplexen der Wahrnehmung von und des Umgangs mit Musik(-kultur) beantworten, inklusive solche bez{\"u}glich der Rolle des Affektiven und des Sozialen sowie nach der m{\"o}glichen Ausdehnung von Kognition und Leib. Zus{\"a}tzlich ergab sich so auch eine exemplarische Demonstration der methodologischen Gedanken, da diese Fragestellungen anhand der genannten Konzepte untersucht wurden und so deren Fruchtbarkeit f{\"u}r das Verbinden von natur- und kulturwissenschaftlichen Forschungen dargelegt werden konnte.}, language = {de} }