@phdthesis{Bolz2020, author = {Bolz, Hannah}, title = {Abdriftbedingte Pflanzenschutzmittelr{\"u}ckst{\"a}nde in unbehandelten Kulturen auf angrenzenden Fl{\"a}chen}, url = {https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kola-20815}, institution = {Fachbereich 7}, school = {Universit{\"a}t Koblenz-Landau, Campus Landau, Universit{\"a}tsbibliothek}, pages = {XIV, 149 Seiten}, year = {2020}, abstract = {Die vorliegende Arbeit besch{\"a}ftigt sich mit der Abdrift von Pflanzenschutzmitteln (PSM), die auf Lebensmittelkulturen in angrenzenden Fl{\"a}chen, insbesondere in benachbarte Haus- und Kleing{\"a}rten, gelangt. In einer Reihe von Windtunnelversuchen wurde die Abdrift von PSM aus Fl{\"a}chen- und Raumkulturen w{\"a}hrend der Applikation mit zwei verschiedenen Testsystemen nachgestellt. Das Testsystem Fl{\"a}chenkultur simuliert die Applikation auf Fl{\"a}chenkulturen, das Testsystem Raumkultur die auf Raumkulturen. Auf der Nicht-Zielfl{\"a}che wurden die auf Grund von Abdrift entstandenen R{\"u}ckst{\"a}nde des verwendeten Tracers Pyranin nach der Applikation entfernungsabh{\"a}ngig auf den Lebensmittelkulturen Kopfsalat, Erdbeeren und Tomaten gemessen. Durch die gleichzeitige Messung der Bodendeposition konnten die Messwerte mit Hilfe von Regressionsgleichungen (R² = 0,88 bis 0,97) in Bezug zu den Abdrifteckwerten (AEW) gebracht werden. Dadurch war es m{\"o}glich, erste Absch{\"a}tzungen der H{\"o}he von R{\"u}ckst{\"a}nden vorzunehmen, die {\"u}ber Abdrift von landwirtschaftlichen Fl{\"a}chen auf benachbarte Lebensmittelkulturen im Freiland gelangen k{\"o}nnen. Diese Absch{\"a}tzung ist zun{\"a}chst limitiert auf die drei Versuchspflanzen. Die Versuche zeigen, dass sich die meisten durch Abdrift entstehenden R{\"u}ckst{\"a}nde auf Salatk{\"o}pfen wieder finden, gefolgt von Erdbeeren und Tomaten. Neben dem experimentellen Teil wurden Analysen mit Geoinformationssystemen (GIS) durchgef{\"u}hrt, um die Nachbarschaftsverh{\"a}ltnisse zwischen landwirtschaftlich genutzten Fl{\"a}chen und Gartenfl{\"a}chen f{\"u}r ganz Deutschland und speziell f{\"u}r Rheinland-Pfalz (RLP) zu analysieren. Dazu wurden f{\"u}r die deutschlandweiten Berechnungen die Daten des amtlichen topographisch-kartographischen Informationssystems (ATKIS) und f{\"u}r die RLP-weiten Berechnungen die Daten des amtlichen Liegenschaftskatasterinformationssystem (ALKIS) verwendet. Beachtet werden muss, dass auf Grund der Datenbeschaffenheit eine Abgrenzung der Gartenfl{\"a}chen zu Wohnfl{\"a}chen nicht m{\"o}glich ist. Deutschlandweit liegen etwa 1,1 \% aller potentiellen Gartenfl{\"a}chen innerhalb eines 5 m Pufferbereichs um Raumkulturen bzw. innerhalb eines 2 m Pufferbereichs um Fl{\"a}chenkulturen. F{\"u}r RLP sind es 0,75 \%. Mit Hilfe eines Landbedeckungsdatensatzes der Fa. RLP AgroScience GmbH und den ALKIS-Daten konnte jedoch die exakte Gartenfl{\"a}che f{\"u}r RLP auf 47.437 ha bestimmt werden. Basierend auf dieser Datengrundlage liegen 1,2 \% der Gartenfl{\"a}che von RLP innerhalb der genannten Pufferbereiche. Des Weiteren ergaben Berechnungen, dass 3 \% der G{\"a}rten in RLP direkt angrenzend zu landwirtschaftlich genutzten Fl{\"a}chen liegen. Im Rahmen dieser Arbeit wurden nicht nur G{\"a}rten betrachtet, die an landwirtschaftliche Fl{\"a}chen grenzen, sondern auch Nachbarschaftsverh{\"a}ltnisse zwischen {\"o}kologisch und konventionell bewirtschafteten Fl{\"a}chen untersucht. Diese Berechnungen erfolgten mit den Daten des Integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystems (InVeKoS). Insgesamt grenzen in RLP 47,1 \% aller {\"o}kologisch bewirtschafteten Fl{\"a}chen unmittelbar an konventionell bewirtschaftete Fl{\"a}chen an.}, subject = {Pflanzenschutzmittel}, language = {de} }