@phdthesis{Dietz2020, author = {Dietz, Thomas}, title = {Quantifizierung von Chloriden in zementbasierten Feststoffen durch orts- und zeitaufgel{\"o}ste Messung von Molek{\"u}lemissionen in der laserinduzierten Plasmaspektroskopie}, url = {https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kola-20513}, institution = {Institut f{\"u}r Integrierte Naturwissenschaften, Abt. Physik}, school = {Universit{\"a}t Koblenz, Universit{\"a}tsbibliothek}, pages = {ix, 51}, year = {2020}, abstract = {Die vorliegende Dissertation besch{\"a}ftigt sich mit der Anwendung des sogenannten Molek{\"u}l-LIBS Verfahrens, einem neuartigen Ansatz der Laser-Induced Breakdown Spectroscopy (LIBS), um den Nachweis f{\"u}r Lochkorrosion ausl{\"o}sende Chloride in Betonbauwerken, die z.B. durch Streusalze im Winter eingetragen werden, zu optimieren. Die potentiometrische Titration als Standardverfahren zur Chloridbestimmung in der Baustoffanalytik weist neben einem hohen Kosten- und Zeitaufwand den entscheidenden Mangel auf, dass die Bestimmung der Chloridkonzentration auf die Gesamtmasse des Betons bezogen wird und nicht wie in der europ{\"a}ischen Norm EN 206 gefordert auf den Zementanteil. Die bildgebenden M{\"o}glichkeiten von LIBS zur Phasentrennung des Betonserf{\"u}llen diese Forderung. LIBS wurde bereits 1998 von der BAM in der Baustoffanalytik eingesetzt, allerdings erfordert der Nachweis von Chloriden mit LIBS eine teure Heliumsp{\"u}lung und Spektrometer außerhalb des sichtbaren Spektralbereichs, um atomare Emissionen von Chlor zu detektieren. Der Ansatz von Molek{\"u}l-LIBS besteht darin, dass die Emission chloridhaltiger Molek{\"u}lradikale, die sich in der Abk{\"u}hlphase des laserinduzierten Plasmas bilden, zur Quantifizierung genutzt werden. Die Vorteile gegen{\"u}ber dem konventionellen LIBSVerfahren sind die Emission im sichtbaren Spektralbereich und die Anwendbarkeit ohne Edelgassp{\"u}lung. In dieser Arbeit wird zudem der Einfluss der experimentellen Komponenten auf das Zeitverhalten der relevanten Molek{\"u}lemissionen untersucht, Signalschwankungen durch Plasmafluktuationen werden deutlich reduziert und f{\"u}r eine umfassende Plasmaanalytik wird die Molek{\"u}lbildung auf atomistischen Maßst{\"a}ben simuliert und mit Standardverfahren verglichen. In Simultanmessungen werden atomare und molekulare Cl-Emission direkt verglichen und die Quantifizierung durch Datenzusammenf{\"u}hrung optimiert. Molek{\"u}l-LIBS wird zu einem quantifizierenden und bildgebenden Verfahren erweitert, das Chloride ohne Edelgassp{\"u}lung detektieren kann.}, language = {de} }