@phdthesis{Ebel2020, author = {Ebel, Maren}, title = {F{\"o}rderung von naturwissenschaftlichen Konzepten und Bildungssprache von Vorschulkindern - Effekte kontext-reduzierter Gespr{\"a}che auf konzeptuelle Vorstellungen zu Hebelwirkung und bildungssprachliche Lexik und Grammatik}, url = {https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kola-20300}, school = {Universit{\"a}t Koblenz-Landau, Campus Landau, Universit{\"a}tsbibliothek}, pages = {vii, 486 Seiten}, year = {2020}, abstract = {Die Entwicklung von naturwissenschaftlichen Konzepten und Bildungssprache beginnt schon vor dem Schuleintritt und bildungssprachliche und naturwissenschaftliche Kompetenzen werden als wichtige Faktoren f{\"u}r Schulerfolg angesehen (Ehlich, Bredel \& Reich, 2008; Sa{\c{c}}kes, Trundle \& Bell, 2013). Die fr{\"u}he F{\"o}rderung dieser Kompetenzen ist deshalb sinnvoll. Lernumgebungen, die naturwissenschaftliche Konzepte f{\"o}rdern (Hardy, M{\"o}ller \& Stern, 2006; Leuchter, Saalbach \& Hardy, 2014), zeichnen sich ebenso wie Lernumgebungen, die Bildungssprache f{\"o}rdern (Gibbons, 2006; Quehl \& Trapp, 2013), dadurch aus, dass sie zum Sammeln eigener Erfahrungen (z.B. beim Experimentieren) und zum Versprachlichen und Begr{\"u}nden eigener Gedanken anregen (z.B. in Planungs- und Reflexionsphasen). Die zur F{\"o}rderung von Bildungssprache erforderliche sprachliche Komplexit{\"a}t wird besonders in Gespr{\"a}chen herausgefordert, die außerhalb der Experimentiersituation, d.h. kontext-reduziert, stattfinden (Gibbons, 2006; Quehl \& Trapp, 2013). Bisherige Forschung untersucht allerdings entweder sprachliche oder konzeptuelle Fortschritte und dies {\"u}berwiegend im schulischen Kontext. Eine gemeinsame Betrachtung beider Bereiche bei Vorschulkindern fehlt bisher. Die zentrale Forschungsfrage der Arbeit lautet daher: „Welche Effekte haben kontext-reduzierte Gespr{\"a}che auf Vorstellungen von Vorschulkindern zu zweiseitigen Hebeln und deren bildungssprachliche Lexik und Grammatik?" Die Effekte kontext-reduzierter Gespr{\"a}che wurden in einem quasi-experimentellen Design (N = 90) mit drei Gruppen untersucht. Alle Gruppen nahmen an Experimentierphasen zu zweiseitigen Hebeln teil. Zwei Gruppen erhielten außerdem Planungs- und Reflexionsphasen mit verbalen Unterst{\"u}tzungsmaßnahmen. In der kontext-reduzierten Bedingung fanden die Planungs- und Reflexionsgespr{\"a}che in raum-zeitlicher Trennung zum Experimentiermaterial statt, in der kontextualisierten Bedingung stand den Kindern das Material auch w{\"a}hrend der Planungs- und Reflexionsphasen zur Verf{\"u}gung. Zwischen kontext-reduzierten und kontextualisierten Gespr{\"a}chen konnten weder signifikante Unterschiede im naturwissenschaftlichen Konzept noch in den bildungssprachlichen Kompetenzen gefunden werden. Ein signifikanter F{\"o}rdereffekt von Planungs- und Reflexionsgespr{\"a}chen gegen{\"u}ber der reinen Experimentierphase ohne Gespr{\"a}che zeigt sich f{\"u}r konzeptuelle Vorstellungen zu zweiseitigen Hebeln, jedoch nicht f{\"u}r bildungssprachliche Lexik und Grammatik. Diese Ergebnisse lassen sich aus dem theoretischen Hintergrund nur bedingt erkl{\"a}ren und geben Anlass f{\"u}r weitere Forschung.}, language = {de} }