@phdthesis{Hertzsch2012, author = {Hertzsch, Helen}, title = {Zur Kommunikationskompetenz von schulischen F{\"u}hrungskr{\"a}ften}, url = {https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:lan1-8411}, institution = {Fachbereich 8}, school = {Universit{\"a}t Koblenz-Landau, Campus Landau, Universit{\"a}tsbibliothek}, pages = {viii, 169}, year = {2012}, abstract = {F{\"u}hrungskommunikation ist in Organisationen und damit auch in der Organisation Schule von zentraler Bedeutung. Erstaunlicherweise weist die Forschung zur Schnittstelle von F{\"u}hrungs- und Kommunikationstheorien dennoch deutliche Defizite auf (Cohen, 2004). In j{\"u}ngster Zeit belegen erste Untersuchungen die Verbindung zwischen Kommunikationskompetenz, F{\"u}hrung und weiteren organisationspsychologischen Konstrukten (z.B. Arbeitszufriedenheit) (u.a. Madlock, 2008; Payne, 2005). In der Schulleitungsforschung hat die Kommunikationskompetenz bislang noch keine Beachtung gefunden. Diese Dissertation verfolgte daher zwei Ziele: Zum einen sollte ein theoretisch fundiertes Messinstrument entwickelt werden, um die Kommunikationskompetenz von schulischen F{\"u}hrungskr{\"a}ften reliabel und valide erheben zu k{\"o}nnen. Zum anderen sollte das Konstrukt Kommunikationskompetenz von schulischen F{\"u}hrungskr{\"a}ften in ein theoretisches Rahmenmodell eingebettet werden, das eine Br{\"u}cke schl{\"a}gt zwischen der F{\"u}hrungsforschung und der Kommunikationskompetenz-Forschung und damit Cohens Kritik eines unverbundenen Nebeneinanders beider Forschungsstr{\"a}nge begegnet. Das Rahmenmodell wurde auf der Basis eines allgemeinen Kommunikationsprozessmodells von Jablin und Kollegen (1994) sowie der Theorie der F{\"u}hrungsdyaden (LMX, Graen \& Uhl-Bien, 1995) entwickelt. Kommunikationskompetenz wird definiert als mehrdimensionales Konstrukt (z. B. Jablin \& Sias, 2001; Spitzberg \& Cupach, 1984). Die Instrumententwicklung und -validierung erfolgte in f{\"u}nf Phasen. In Phase I wurden die Items zusammengestellt und mit Hilfe eines Itemratings durch Expert(inn)en inhaltlich validiert. Der so entstandene Itempool wurde in Phase II in einer Online-Befragung von Lehrkr{\"a}ften getestet. Mit exploratorischen Faktorenanalysen wurde die latente Struktur untersucht. Das resultierende 3-Faktoren-Modell mit den Subdimensionen Alterzentrismus, Kommunikationswissen und -bereitschaft sowie Selbstregulationsf{\"a}higkeit wurde in Phase III an einer weiteren Stichprobe kreuzvalidiert. Die konfirmatorischen Faktorenanalysen f{\"u}hrten zu einer guten Modellpassung (strukturelle Validit{\"a}t). In Phase IV konnte mit Hilfe der Test-Retest-Reliabilit{\"a}t nachgewiesen werden, dass das Instrument zuverl{\"a}ssig misst. Die Einbettung in das nomologische Netzwerk verwandter Konstrukte wurde in Phase V durch die Berechnung von Korrelationen und Regressionen untersucht. Dar{\"u}ber hinaus konnte in dieser Phase nachgewiesen werden, dass das Instrument unabh{\"a}ngig vom Geschlecht der Schulleitungsperson gleichgut misst (Generalisierbarkeit) und dass mit Hilfe der Bewertung der Kommunikationskompetenz der Schulleitungsperson relevante Ergebniskriterien (Arbeitszufriedenheit, Commitment der Lehrkr{\"a}fte) vorhergesagt werden k{\"o}nnen. Als Ergebnis dieser Forschungsarbeit stehen ein Messinstrument und ein theoretisches Rahmenmodell zur Verf{\"u}gung, die zum einen in der Praxis zur Analyse und Optimierung der Kommunikationskompetenz von schulischen F{\"u}hrungskr{\"a}ften eingesetzt werden k{\"o}nnen. Zum anderen bildet das Rahmenmodell die Grundlage f{\"u}r die Ableitung von Forschungsfragen, um die Bedeutung der Kommunikationskompe-tenz von Schulleitungspersonen f{\"u}r die Organisation Schule systematisch weiter zu untersuchen.}, subject = {Kommunikative Kompetenz}, language = {de} }