@phdthesis{Walz2020, author = {Walz, Moritz}, title = {Das Interventionsverhalten von Studierenden mit divergierender prozessdiagnostischer F{\"a}higkeit "Deuten"}, url = {https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kola-21328}, institution = {Fachbereich 7}, school = {Universit{\"a}t Koblenz-Landau, Campus Landau, Universit{\"a}tsbibliothek}, pages = {IX, 232 Seiten}, year = {2020}, abstract = {Eine zutreffende Diagnose {\"u}ber den aktuellen Kenntnisstand der jeweiligen Sch{\"u}lerinnen und Sch{\"u}ler ist notwendig, um ad{\"a}quat in Gruppenarbeitsprozesse intervenieren zu k{\"o}nnen. Von diesem Zusammenhang wird in der Literatur weit-gehend ausgegangen, jedoch gibt es bisher kaum empirische Studien, die diesen belegen. Die vorliegende Arbeit widmet sich schwerpunktm{\"a}ßig dem Interventi-onsverhalten von Studierenden. Dabei wird die prozessdiagnostische F{\"a}higkeit „Deuten" zugrundegelegt, um unterschiedliches Interventionsverhalten auf diese F{\"a}higkeit zur{\"u}ckf{\"u}hren zu k{\"o}nnen. Sowohl beim Aufbau diagnostischer F{\"a}hig-keiten als auch bei der (Weiter-)Entwicklung des eigenen Lehrerhandelns gilt Reflexion als hilfreich. Entsprechend wird auch das Zusammenspiel von Pro-zessdiagnose und Reflexionsverhalten sowie von Interventionsverhalten und Reflexionsverhalten untersucht. F{\"u}r die Erhebung der prozessdiagnostischen F{\"a}higkeit „Deuten" wurden drei Videovignetten erstellt und in das Videodiagnosetool ViviAn eingebunden. Die Videovignetten zeigen jeweils vier Sch{\"u}lerinnen, die sich mit dem Thema „Ter-me" besch{\"a}ftigen. Im Rahmen eines Lehr-Lern-Labores wurden {\"u}ber vier Se-mester hinweg alle teilnehmenden Studierenden dazu angehalten, die Videovig-netten zu bearbeiten. Ebenso konzipierten sie jeweils zu dritt eine Laborstation im Mathematik-Labor „Mathe ist mehr" und erprobten diese mit einer Schul-klasse. Dabei wurden die Interventionen der Studierenden in die Gruppenarbeits-prozesse der Sch{\"u}lerinnen und Sch{\"u}ler videographiert. Anschließend reflektierten die Studierenden in Kleingruppen {\"u}ber die Erprobungen und {\"u}ber die get{\"a}tigten Interventionen. Die Reflexionsgespr{\"a}che wurden ebenfalls videographiert. Es zeigt sich, dass die Studierenden, die sich zum Zeitpunkt der Erhebung im Masterstudium befanden, noch Entwicklungsspielraum in Bezug auf ihre pro-zessdiagnostische F{\"a}higkeit „Deuten" besitzen. Im Hinblick auf die Interventio-nen waren responsive Interventionen h{\"a}ufiger angemessen als invasive Interven-tionen, wobei responsive Internvetionen auch vergleichsweise h{\"a}ufiger dazu f{\"u}hrten, dass mehr Sch{\"u}lerinnen und Sch{\"u}ler nach der Intervention aktiv waren. Studierende mit h{\"o}herer prozessdiagnostischer F{\"a}higkeit „Deuten" intervenierten jedoch h{\"a}ufiger invasiv und t{\"a}tigten dabei trotzdem angemessenere und aktivie-rendere Interventionen als ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen. Entspre-chend scheint sich die prozessdiagnostische F{\"a}higkeit „Deuten" positiv auf die Interventionen der Studierenden auszuwirken und sollte daher bereits im Rah-men des (Lehramts-)Studiums verst{\"a}rkt geschult werden.}, subject = {Diagnose}, language = {de} }