@phdthesis{Sauer2009, author = {Sauer, Sebastian}, title = {Wirkfaktoren von Achtsamkeit: Wirkt Achtsamkeit durch Verringerung der affektiven Reaktivit{\"a}t?}, url = {https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:lan1-4258}, institution = {Arbeitsbereich Biopsychologie, Klinische Psychologie und Psychotherapie}, school = {Universit{\"a}t Koblenz-Landau, Campus Landau, Universit{\"a}tsbibliothek}, pages = {287}, year = {2009}, abstract = {Die vorliegende Forschungsarbeit untersucht m{\"o}gliche Wirkfaktoren von Achtsamkeit. Wirkfaktoren sind dabei die Prozesse, die die Effekte von Achtsamkeit auf Wohlbefinden und Gesundheit vermitteln. Bisherige Studien des Forschungsfelds haben sich auf den Nachweis der Wirksamkeit (vgl. Baer, 2003; Grossman, Niemann, Schmidt \& Walach, 2004) sowie die Entwicklung von psychometrischen Achtsamkeitstests konzentriert (z.B. Brown \& Ryan, 2003; Walach et al., 2006). Die Frage nach den Wirkfaktoren von Achtsamkeit ist demgegen{\"u}ber bisher weitgehend unbeantwortet. Erst seit kurzem widmen sich Forschungsarbeiten dieser Frage (Arch \& Craske, 2006; Shapiro, Carlson, Astin \& Friedman, 2006; Zeidler, 2007). Kenntnis der Wirkfaktoren von Achtsamkeit ist der Schl{\"u}ssel zum Verst{\"a}ndnis des Ph{\"a}nomens sowie zur Verbesserung von Interventionen. Aus diesem Grund ist die Erforschung der Wirkfaktoren von Achtsamkeit die n{\"a}chste zentrale Aufgabe des Forschungsfelds. Basierend auf einer Analyse des theoretischen Fundaments des Konstrukts " insbesondere der buddhistischen Psychologie " wird in dieser Arbeit "Verringerung von affektiver Reaktivit{\"a}t" als Wirkfaktor angenommen (Kalupahana, 1992; Davids, 2002; De Silva, 2005). Affektive Reaktivit{\"a}t bezeichnet die Tendenz, auf affektive Reize (z.B. unangenehme Bilder) mit affektiven Reaktionen (z.B. negativen Gef{\"u}hlen) zu antworten. Das entsprechende Mediatormodell (Pr{\"a}diktor: Achtsamkeit; Mediator: affektive Reaktivit{\"a}t; Kriterium: habituelles Wohlbefinden) wird in drei Studien empirisch untersucht. Studie I (N=247) fokussiert auf eine behaviorale Operationalisierung von affektiver Reaktivit{\"a}t anhand von expliziten (z.B. Bewertung aversiver Bilder) und impliziten (z.B. Emotional Stroop) Maßen. Studie II (N=221) erfasst alle Variablen des Modells mit Frageb{\"o}gen. Beide Studien sind korrelativ und querschnittlich aufgebaut. Studie III (N=189) induziert experimentell State-Achtsamkeit und pr{\"u}ft die Effekte auf die Bewertung aversiver Bilder. Insgesamt best{\"a}tigen die Studien das vorgeschlagene Modell teilweise. Dabei finden sich so{\^A}­wohl f{\"u}r Fragebogen als auch f{\"u}r behaviorale Erfassung hypothesenkonforme Ergebnisse. Al{\^A}­lerdings sind die Effekte f{\"u}r fragebogenbasierte Operationalisierungen st{\"a}rker als f{\"u}r behaviorale Erfassung von affektiver Reaktivit{\"a}t. Das Design der Studien begrenzt die interne Validit{\"a}t, so dass die Ergebnisse als erste Hinweise zu verstehen sind. Zuk{\"u}nftige Studien sollten sich weiter auf diesen Wirkfaktor aber auch auf weitere m{\"o}gliche Wirkfaktoren konzentrieren. Zur Erh{\"o}hung der internen Validit{\"a}t sind l{\"a}ngsschnittliche Designs, experimentelle Designs und alternative Operationalisier{\^A}­ungen vonn{\"o}ten.}, subject = {Mediator}, language = {de} }