Irgendwann nie modern gewesen sein - Zur Zeitstruktur situierten Wissens
- Ausgehend von einem Bericht aus dem 18. Jahrhundert über indigene Heilverfahren der Chiquitos fragt der Beitrag nach einer adäquaten Haltung gegenüber zunächst fremden Wissenspraktiken, ohne in eine koloniale Geste zu verfallen, und weiter: Welche narrativen Strategien und Tricks gilt es zu kultivieren, um Praktiken, die innerhalb einer modernen Epistemologie keinen Platz haben, zu beschreiben, ohne sie zu disqualifizieren? Bruno Latours Akteur-Netzwerk-Theorie, Donna Haraways Plädoyer für partiale Perspektiven und Isabelle Stengers’ Ökologie der Praktiken bieten Anknüpfungspunkte, um gegen die Trennung von Natur und Kultur in der Geschichte der Moderne zu argumentieren. Vor diesem Hintergrund könne begonnen werden, dekoloniale Gegenerzählungen ernst zu nehmen und das moderne Paradigma zu »zermürben«.
| Verfasserangaben: | Karin Harrasser |
|---|---|
| URN: | urn:nbn:de:kobv:b170-12735 |
| DOI: | https://doi.org/10.25624/kuenste-1273 |
| Übergeordnetes Werk (Mehrsprachig): | Wessen Wissen? Materialität und Situiertheit in den Künsten |
| Verlag: | Wilhelm Fink |
| Verlagsort: | Paderborn |
| Dokumentart: | Teil eines Buches (Kapitel) |
| Sprache: | Deutsch |
| Datum der Veröffentlichung (online): | 27.04.2020 |
| Jahr der Erstveröffentlichung: | 2018 |
| Veröffentlichende Institution: | Universität der Künste Berlin |
| Datum der Freischaltung: | 29.05.2020 |
| Freies Schlagwort / Tag: | Akteur-Netzwerk-Theorie; Dekolonialität; Wissen; Ökologie der Praktiken |
| Erste Seite: | 103 |
| Letzte Seite: | 114 |
| Fakultäten und Einrichtungen: | DFG-Graduiertenkolleg 1759 der Universität der Künste Berlin "Das Wissen der Künste" |
| DDC-Klassifikation: | 7 Künste und Unterhaltung / 70 Künste / 700 Künste; Bildende und angewandte Kunst |
| Lizenz (Deutsch): | Creative Commons - CC BY-NC-ND - Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International |
