382 Internationaler Handel
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- 1998 (10)
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Seit 1990 haben in Mittel- und Osteuropa gravierende gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen stattgefunden, die in den neuen Bundesländern u. a. einen erheblichen Rückgang der Arbeitsplätze im produzierenden bzw. verarbeitenden Gewerbe verursacht haben. Viele dieser Unternehmen wurden aufgelöst, die verbleibenden Unternehmen haben ihre Belegschaften zumeist stark reduziert. Kenntnisreich und detailliert wurde dieser Prozeß beispielsweise geschildert in einem Referat des Geschäftsführers der SMB Wildau GmbH anläßlich des Besuches einer Delegation des chinesischen Verbandes für Unternehmensführung der Kohleindustrie.
Angesichts der kurz beschriebenen Entwicklung des Jahres 1997 wollen die Autoren im folgenden diskutieren, ob ein starkes Engagement in Asien für brandenburgische Unternehmen nach wie vor sinnvoll sein könnte.
Auf Einladung des Präsidenten der Technischen Fachhochschule Wildau, Herrn Prof. Dr.-Ing. W. Arlt, besuchte in der Zeit vom 9. bis 13 .11.1997 eine hochrangige Delegation von Managern der chinesischen Kohleindustrie die Technische Fachhochschule in Wildau. Der Delegation unter Leitung des Generalsekretärs der China Coal Enterprices Management Association, Wang Guangde, gehörten sieben Direktoren und Ökonomen von Unternehmen der Kohleförderung und -verarbeitung aus verschiedenen Provinzen Chinas an. Dieser Besuch war das Ergebnis der vielfältigen Aktivitäten des Instituts für Internationales Marketing und Unternehmensführung unter Leitung von Prof. Dr. Wonneberger zur Markterschließung für brandenburgische mittelständische Unternehmen in Südostasien, insbesondere in China, in enger Verbindung von studentischer Ausbildung und in Kooperation mit Unternehmen. Die Kontakte entstanden im März 1996 während eines Besuches von Prof. Wonneberger in Beijing und Xian.
Die Untersuchungen zur Wahl der Strategie zum Eintritt auf asiatische Märkte durch brandenburgische und Berliner Unternehmen führten die Autoren im Rahmen des Forschungsprojektes "Markterschließung in Ost- und Südostasien für kleine und mittlere Unternehmen KMU in betrieblicher Kooperation und Erprobung praxisnaher Methoden der Fachhochschulausbildung" durch, welches von Oktober 1996 bis November 1997 an der Technischen Fachhochschule Wildau durchgeführt wurde.
Ausgangspunkt dieses Forschungsprojektes war die Feststellung, daß der Anteil der asiatischen Länder am Außenhandel Brandenburgs und Berlins im Jahre 1995 jeweils etwa 10 Prozent betragen hatte. Dieser im Vergleich zu europäischen Ländern geringe Anteil legt die Vermutung nahe, daß das schnell wachsende wirtschaftliche Potential der Länder Asiens zu wenig als Marktchance durch deutsche Unternehmen wahrgenommen wird. Eine Aussage, die letztlich für die Unternehmen in allen 16 Bundesländern gilt, wie entsprechende Veröffentlichungen des Bundesministerium für Wirtschaft BMWi und des Deutschen Industrie- und Handelstages DIHT zeigen.
Für die verstärkte Erschließung asiatischer Wachstumsmärkte durch die Unternehmen der Bundesländer Brandenburg und Berlin bestand eine Zielstellung unseres Forschungsprojektes darin, die wesentlichen Chancen und Probleme bei der Markterschließung empirisch zu erfassen, um daraus ggf. Lösungsvorschläge für die Intensivierung des Handels mit asiatischen Partnern ableiten zu können.
Zur Wettbewerbsfähigkeit von brandenburgischen Klein- und Mittelunternehmen auf asiatischen Märkten
(1998)
Die Ziele und Ergebnisse des Forschungsprojektes "Markterschließung in Ost- und Südostasien für kleine und mittlere Unternehmen KMU in betrieblicher Kooperation und Erprobung praxisnaher Methoden der Fachhochschulausbildung", welches von Oktober 1996 bis November 1997 an der Technischen Fachhochschule Wildau durchgeführt wurde, sind von den Autoren in anderen Beiträgen für die Wissenschaftlichen Beiträge der TFH Wildau ausführlich dargestellt worden. Der hier genannte Titel des Forschungsprojektes formuliert nicht zuletzt den Anspruch, für kleine und mittlere Unternehmen Wege zur Erschließung asiatischer Märkte zu evaluieren. Von daher wollten wir die Ergebnisse unseres Forschungsprojektes den kooperierenden Unternehmen rasch zur Verfügung stellen. Hierzu veranstalteten wir am 8. Oktober 1997 gemeinsam mit dem Technologietransfer- und Weiterbildungszentrum an der Technischen Fachhochschule Wildau e.v. (TWZ), den Wildauer Workshop "Internationale Wachstumsmärkte - ihre Erschließung und Finanzierung".
Für diesen Workshop verfaßten die Autoren zwei Beiträge, welche in gekürzter und aktualisierter Form darin den Abschnitten A und B dieses Aufsatzes dargestellt werden. Die Beiträge der Referentinnen werden in Abschnitt C dann zusammengefaßt wiedergegeben und kurz kommentiert. Für die Lektüre der Originalbeiträge verweisen wir den interessierten Leser auf den Tagungsband des Workshops, welcher über die Autoren dieses Aufsatzes oder das TWZ erhältlich ist.
Im Rahmen des Projektes "Markterschließung in Ost- und Südostasien für kleinere und mittlere Unternehmen KMU in betrieblicher Kooperation und Erprobung praxisnaher Methoden der Fachhochschulbildung" erfolgten seitens des Institutes für Internationales Marketing und Unternehmensführung an der Technischen Fachhochschule Wildau konkrete Aktivitäten, entsprechende Firmen des Landes Brandenburg nach China zu führen.
Meine Diplomarbeit soll kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU):
a) allgemeine Informationen über Marktbedingungen und Besonderheiten des chinesischen Marktes zuliefern,
b) ein Hilfsmittel darstellen, das KMU in die Lage versetzt, den Verfahrensweg zur Gründung von Joint Venture kennen- und anwenden zu lernen.
Gerade in den verganenen Jahren wurden eine Vielzahl von Veranstaltungen wie Symposien, Messen, Konferenzen, Seminare und Foren durchgeführt, die alle zum Ziel hatten, deutschen Unternehmen den Weg nach Asien zu weisen. Ein Wachstumsmarkt, den die deutsche mittelständische Industrie bislang in viel zu geringem Maße bearbeitet bzw. erschlossen hat. Die VR China war hierbei ein interessantes Zielgebiet für Veranstaltungen dieser Art geworden. Das liegt nicht zuletzt darin begründet, daß in China der Aufschwung am deutlichsten in der asiatischen Region verfolgbar ist. Doch nicht nur im Rahmen dieser Veranstaltungen wird deutlich, wie wichtig dieses Thema ist. In sämtlichen Medien kann man den Werdegang Chinas mitverfolgen. Damit einher geht die Frage, wie finde ich chinesische Wirtschaftspartner? Was ist zu beachten, wo liegen die Probleme, was kostet das und welche Risiken bzw. Gefahren birgt es?
In meiner Diplomarbeit zum Thema "Analyse des chinesischen Pharmamarktes hinsichtlich der Produkte eines pharmazeutischen Unternehmens und Ansatzpunkte zur Markterschließung in China" setzte ich mich mit den Besonderheiten der Geschäftstätigkeit eines mittelständischen Unternehmens in China auseinander.
Mein Diplomthema lautete: "Erschließung des vietnamesischen Marktes für ein mittelständisches Unternehmen - DRE/CON Großwälzlager GmbH in Eberswalde". Diese Arbeit enthält eine Zusammenstellung der aktuellen Wirtschaftsdaten zur Erschließung des vietnamesischen Marktes. Die Diplomarbeit ist speziell für das Unternehmen DRE/CON in Eberswalde geschrieben, welches unter anderem Großwälzlager herstellt, die man z. B. in Kränen finden kann. Bei der Bearbeitung wurde auch auf die Einsatzgebiete der Wälzlager eingegangen, da sich hier der Ansatzpunkt für den Export ergibt.
Das Ziel war es, dem Anwender ein Instrument in die Hand zu geben, das ihm einen Überblick über die Absatzchancen eines bestimmten Produkts auf dem vietnamesischen Markt, über mögliche Probleme (z. B. Zollbestimmungen) und über den Umgang mit vietnamesischen Geschäftspartnern verschafft.
Dieser Artikel soll einen kurzen Überblick über die Marktchancen deutscher Unternehmen, insbesondere kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) in Vietnam geben. Aufgrund der Globalisierung infolge der Liberalisierung der Weltwirtschaft sowie neuer technischer Möglichkeiten von Kommunikation und Logistik müssen gerade diese Unternehmen verstärkt ihre Märkte in der gesamten Welt suchen und finden. Besonders die neuen Bundesländern haben es in den klassischen gesättigten Märkten schwer, einen Marktanteil zu gewinnen.

