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Ist die Suche im Bibliothekskatalog ein Auslaufmodell? Oder die Frage sei erlaubt, unter welchen Bedingungen es Bibliotheken schaffen könnten, dass Nutzer/-innen die Erstsuche nach Informationen über sie laufen lassen? Das sind beispielhafte Fragen, die man sich angesichts gewonnener Erfahrungen aus bisherigen Innovationen stellen kann, aber ebenfalls mit Blick auf das, was Neues an Technologien sich auf dem Markt befindet und zunehmend viele Lebensbereiche durchdringt. Das Forschungsgebiet der Künstlichen Intelligenz (KI) ist in aller Munde und fordert von Informationseinrichtungen eine Antwort darauf, ob der Einsatz von KI-Technologien als weitere Facette der Automatisierung und Digitalisierung von Workflows und Service in Bibliotheken sinnvoll und hilfreich, und ob Engagement auf dieser Linie notwendig ist. Auch wenn sich Bibliotheken in ihrem steten Bemühen um Innovation mit ihrer Belegschaft und Leitungen noch differenziert bis reserviert zu KI bekennen, ist ein weiterer Verlauf der Entwicklungen gemäß dem chinesischen Sprichwort: Was du nicht aufhalten kannst, solltest du begrüßen, absehbar. Was heißt das aber für Bibliotheken, den Wandel zu gestalten bis hin zu dem Moment, wenn ein Dienst über die Pilot-, Prototyp- und damit Projektphase hinaus als fester Bestandteil des Serviceangebots fest etabliert und verstetigt werden soll? Welche Ressourcen und Kompetenzen sind z.B. in der Konsequenz von der Einrichtung selbst vorzuhalten? Weitere Fragen betreffen die Bewältigung der Masse an Daten und ihre Offenheit für die Anwendung von KI-Algorithmen.
Ist der Suchschlitz ein Vintage Look&Feel des letzten Jahrhunderts? Oder - die Frage sei erlaubt, - unter welchen Bedingungen es Bibliotheken schaffen könnten, dass Nutzerinnen und Nutzer die Erstsuche nach Informationen über sie laufen lassen? Das sind beispielhafte Fragen, die man sich angesichts gewonnener Erfahrungen aus bisherigen Innovationen stellen kann, aber ebenfalls mit Blick auf das, was Neues an Technologien sich auf dem Markt befindet und zunehmend viele Lebensbereiche durchdringt. Das Forschungsgebiet der Künstlichen Intelligenz (KI) ist in aller Munde und fordert von Informationseinrichtungen eine Antwort darauf, ob der Einsatz von KI-Technologien als weitere Facette der Automatisierung und Digitalisierung von Workflows und Service in Bibliotheken sinnvoll und hilfreich, und ob Engagement auf dieser Linie notwendig ist. Auch wenn sich Bibliotheken in ihrem steten Bemühen um Innovation mit ihrer Belegschaft und Leitungen noch differenziert bis reserviert zu KI bekennen, ist ein weiterer Verlauf der Entwicklungen gemäß dem chinesischen Sprichwort "Was du nicht aufhalten kannst, solltest du begrüßen", absehbar. Was heißt das aber für Bibliotheken, den Wandel zu gestalten bis hin zu dem Moment, wenn ein Dienst über die Pilot-, Prototyp- und damit Projektphase hinaus als fester Bestandteil des Serviceangebots fest etabliert und verstetigt werden soll? Welche Ressourcen und Kompetenzen sind z.B. in der Konsequenz von der Einrichtung selbst vorzuhalten? Weitere Fragen betreffen die Bewältigung der Masse an Daten und ihre Offenheit für die Anwendung von KI-Algorithmen.
Bestimmt man seinen eigenen Standpunkt zu der heutigen Notwendigkeit von Bibliotheken, so liegt oft die gefühlte Koordinate äquidistant zwischen dem Empfinden eines Auslaufmodells und dem, das identitätsstiftende Vertraute nicht hergeben zu wollen. Man kann auch andere gegensätzliche Paare bemühen, z.B. das quasi-Rieplsche Gesetz, demnach lt. Wikipedia "kein gesellschaftlich etabliertes Instrument des Informations- und Gedankenaustauschs von anderen Instrumenten, die im Laufe der Zeit hinzutreten, vollkommen ersetzt oder verdrängt wird.", auf der einen Seite, und die Disintermediation auf der anderen. Diese beschreibt den Wegfall einer Etappe oder Stufe in der Wertschöpfungskette, so z.B. man eben auch ohne Informationseinrichtung an das exklusive Material kommt. Wenn ein zünftiger Bibliothekar, zudem sich der Autor zählt, diesen Spannungsbogen zwischen Pro und Contra, Für und Wider aufnimmt, ist natürlich per se Befangenheit und Voreingenommenheit im Spiel. Aber sind deshalb die Argumente nichtig? Vielleicht versuche man es anders als die Gelehrten in Bertolt Brechts Disput des Leben des Galilei und findet seinen eigenen Blick auf die Dinge.
Maria Elisabeth Heyde, geboren Hartmann (1837-1917), wurde als Missionskind in Surinam geboren, bestritt ihren Bildungsweg in Einrichtungen der Herrnhuter Brüdergemeine in Deutschland (Lausitz und Schlesien) und reiste 1859 zu dem für sie bestimmten Missionar Wilhelm Heyde. Er hatte zusammen mit dem Herrnhuter Missionar Luis Pagell versucht ab 1854 über Tibet die Mongolei zu erreichen, was jedoch scheiterte. Sie ließen sich in Kyelang in der Provinz Lahoul nieder, welche heute zum indischen Bundesstaat Himachal Pradesh gehört. Dorthin reiste Maria Heyde und verbrachte insgesamt 44 Jahre im West-Himalaya Raum. Ab dem Jahr 1862 blieben ihre Tagebücher, neben weiteren autobiographischen Schriften, erhalten. Die ersten Tagebücher bis einschließlich 1870 werden als Transkription wiedergegeben, zusätzlich sind an den Anfang einige Kommentare zum Kontext dieser Person gestellt inklusiv einer ersten Analyse der Inhalte.
Im Jahr 2012 erhielt das Team der Wildauer Hochschulbibliothek den Preis zur Bibliothek des Jahres zuerkannt. Neben der Finanzierung einer befristeten Personalstelle blieb ein kleiner, aber wichtiger Teil des Preisgeldes unberührt, um erstens gemeinsam und zweitens etwas zu schaffen, das über ein Hauhaltsjahr hinaus als Motivation und Richtschnur dienen kann. Über Pfingsten 2013 reisten siebzehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den hohen Norden. Darunter befanden sich neben der festen Belegschaft aktive und ehemalige Auszubildende, Projektmitarbeiter, Kooperationspartner und studentische Hilfskräfte.
Hart an den Wind wollten sie gehen und mit sportlichem Teamgeist eine Agenda 2020 schmieden.
Der folgende Abriss aus dem Logbuch von der letzten Etappe will ein Beispiel sein, um vielleicht andere Teams und künftige Preisträger zum kurzweiligen Miteinander auf engem Raum zu bewegen.
Der Titel suggeriert ein contradictio in adiecto, einen Widerspruch in sich. Wie kann ein Tempel des Wissens und der Bildungschancen sich der Bildung selbst gegenüber abhold verhalten? Wissen und Bildung im Hause zu haben, bedeutet – so die These – nicht zwangsläufig, dass man sich für Bildung in den eigenen Reihen einsetzen muss! Schritt für Schritt soll die provozierende These eine Erläuterung erfahren und mindestens ein Weg aus der deplorablen Lage aufgezeigt werden. Dieser Weg folgt der Markierung, aktiver als bislang in die Fort- und Weiterbildung zu investieren und ggf. die Rahmenbedingungen dafür zu modifizieren. Der Beitrag setzt gleichfalls voraus, dass Bibliotheken ihre Rolle als Partner ihrer jeweiligen Zielgruppen aktiv annehmen und mitgestalten wollen, nicht nur, aber auch auf der Woge tatsächlich und prognostiziert voranschreitender Automatisierung und Digitalisierung.
Die Corona-Pandemie birgt neben den großen Herausforderungen auch Chancen, Wandel positiv zu gestalten. An der Hochschulbibliothek Wildau wurde bereits im Jahr 2019 die Agenda 2025 erarbeitet, deren Inhalte in verschiedenen Bereichen wie Infrastruktur, Raum- und Personalentwicklung ohne den gewohnten Publikumsverkehr nun noch fokussierter umgesetzt werden konnten.

