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Die holzbasierte Bioökonomie ist eine wichtige Säule der Bioökonomie, die sich mit der nachhaltigen Nutzung biologischer Ressourcen befasst. Holz ist auf das Volumen bezogen die wichtigste biobasierte Ressource, die eine vielfältige Verwendung hat. Die Themen, mit denen sich Forschungen zur holzbasierten Bioökonomie beschäftigen sind vielfältig und erfuhren über die letzten Jahre hinweg eine deutliche Veränderung. Ausgehend von der Betrachtung der Nutzung nachwachsender Rohstoffe zur Erzeugung von Bioenergie wurden in den darauffolgenden Jahren, die Themen vielfältiger. So gewannen zwischen 2013 mehr Themen wie Politik, Modellierung, Nanocelluose, Bioökonomie, Lignin, Cellulose, Bioraffinerie, Hemicellulose neben Bioenergie an Bedeutung.
Die Forschung in der holzbasierten Bioökonomie ist eine Notwendigkeit, um eine nachhaltige Rohstoffproduktion sicherzustellen, langfristig nutzbare Verfahren und Produkte zu entwickeln und damit die Transformation hin zu einer biobasierten Lebens- und Wirtschaftsweise zu beschleunigen. Forschung kann dazu beitragen, neue Technologien, Verfahren und Produkte zu entwickeln. Die Forschung in der holzbasierten Bioökonomie ist auch aus wirtschaftlicher Sicht von Bedeutung, da sie die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in der Forst- und Holzwirtschaft stärkt und neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnet. Ebenso ist die Forschung zur erfolgreichen Umsetzung der holzbasierten Bioökonomie notwendig, um neues Wissen und Erkenntnisse zu erlangen. Dies gilt besonders für die Einbindung verschiedener Stakeholder und damit die Akzeptanz der holzbasierten Bioökonomie in unserer Gesellschaft zu erhöhen.
Alle unterschiedlichen Bereiche, Akteure und Produkte innerhalb der Wertschöpfungskette Forst und Holz sind in der holzbasierten Bioökonomie von großer Bedeutung. Sie sind eng miteinander verflochten und können sich gegenseitig beeinflussen und ergänzen. Die Forschung der holzbasierten Bioökonomie muss daher international und interdisziplinär sein sowie sich aus verschiedenen wissenschaftlichen und technischen Disziplinen zusammensetzen. Grundlegend dabei ist, Wertschöpfungsketten ganzheitlich im Kreislauf zu denken und dabei alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit (Ökonomie, Ökologie, Soziologie) gleichwertig und integrativ in der Gestaltung zu beachten. Insgesamt hat die Forschung in der holzbasierten Bioökonomie das Potenzial, die Forst- und Holzwirtschaft nachhaltiger
und produktiver zu gestalten, indem biobasierte Alternativen zu fossilen Rohstoffen entwickelt werden. Sie trägt zu einer nachhaltigeren und umweltfreundlicheren Nutzung von Holz als Ressource bei und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen.
Der Beitrag stellt den Grundgedanken des europäischen Bauproduktenrechtes dar. Dieses zielt mit der Bauprodukteverordnung (EU 305/2011) auf eine europaweit einheitliche Angabe von Leistungen von Bauprodukten hinsichtlich ihrer wesentlichen Merkmale. Das CE-Zeichen auf Bauprodukten hat dadurch eine ganz andere Bedeutung als CE-Zeichen nach anderen EU-Richtlinien. Denn es werden (abgesehen von Schwellenwerten) keine konkreten Anforderungen an die Leistungen von Bauprodukten gestellt. Deswegen müssen Bauwerks-Planer im Planungsprozess die Bauwerks-Anforderungen in Anforderungen an die Bauteile und Anforderungen an die Bauprodukte "übersetzen". Diese sollten nach den wesentlichen Merkmalen formuliert werden. Die Verwender der Produkte müssen Produkte auswählen, deren Leistungen den Anforderungen entspricht.
Die Caritas Wendelstein Werkstätten in Raubling, eine caritativ und zugleich wirtschaftlich operierende Einrichtung in Oberbayern, trat im Sommer 2009 an die Technische Hochschule Rosenheim, Fakultät für Innenarchitektur, Architektur und Design, Fachgebiet Interior Design, mit der Frage heran, ob man gemeinsam ein Forschungsprojekt durchführen könne. Das Ziel dieses Projektes wäre, das gegenwärtige Portfolio der Caritas Wendelstein Werkstätten an »Produkten für Kinder« zu überprüfen, zu bewerten und gegebenenfalls auch zu erweitern und zu verbessern.
Als Professor im Fachgebiet Interior Design interessierte ich mich für diese Problemstellung, trat in Verhandlungen mit dem Auftraggeber und erreichte einen erfolgreichen Vertragsabschluß im August 2009. Insgesamt meldeten sich zwölf Studierende des 7. Semesters Innenarchitektur für das Projekt an und schlossen dieses auch erfolgreich ab. Bei der Entwicklung von neuen Lösungen mussten sowohl die Möglichkeiten und Einschränkungen einer caritativen Werkstätte im Bereich Holz als auch die Veränderungen im Spielverhalten und im Weltbild der Zielgruppe – also letztendlich der Kinder – berücksichtigt werden. Es sollten zu einem vernünftigen Preis herstellbare Produkte gestaltet und entwickelt werden, die aber zugleich auch über einen längeren Zeitraum hohen Spielwert besitzen. Vermieden werden sollte auch der »moralisch erhobene Zeigefinger« bei der Verwendung des Materials Holz, denn dessen Vorteile im Bereich Nachhaltigkeit und Ökologie sind mittlerweile selbstverständlich. Auch reicht es heute nicht mehr für den Erfolg eines Produktes aus, auf dessen ökologische Vorteile hinzuweisen, wenn der eigentliche Nutzen, der Spielwert, nicht stark ausgeprägt ist.
Die Auftraggeber, die Caritas Wendelstein Werkstätten, vor allem Petra Rohierse aus dem Bereich Marketing, haben das Projekt mit großem Engagement unterstützt und begleitet. Dafür möchten wir uns sehr herzlich bedanken. Zwei der von den Studierenden entwickelten Produkte werden aktuell für die Serienproduktion vorbereitet.
Dual-Use-Produkte
(2008)
Der Beitrag zeigt die bauordnungsrechtlichen Anforderungen allgemein uns speziell hinsichtlich des Brandschutzes an nichttragende innere Trennwände auf. Dazu werden formalen Randbedingungen für die Nachweisführung, insbesondere mit Blick auf nach der EU-Bauprodukte-Verordnung CE-gekennzeichnete Produkte und Bausätze für Trennwände dargestellt.
Der Vortrag betont die zentrale Rolle von Holz in der Bioökonomie für die notwendige Transformation unserer Lebens- und Wirtschaftsweise. Der Fokus liegt dabei auf der ganzheitlichen Betrachtung der Wertschöpfungskette Forst-Holz und möglichen Beschleunigern für eine bioökonomische Transformation: Interdisziplinäre Lösungskompetenz ist gefragt, um Holz als Rohstoff für zukunftsfähige Produkte zu etablieren, Holzarten, -sortimente und -qualitäten optimal den verschiedenen Verwendungen zuzuführen und die Kreislaufwirtschaft als Schlüssel zur Ressourceneffizienz umzusetzen.
Der Vortrag wurde im Rahmen des Stuttgarter Nachhaltigkeitsstammtisch gehalten.
Der vorliegende Beitrag berichtet über die physiotherapeutische Arbeit zur Einrichtung von zwei Bestandswohnungen im Wohnkompetenzzentrum Amerang, die im Rahmen des For-schungsprojekts „DeinHaus4.0 – Oberbayern“ mit Hilfsmitteln und Mobiliar ausgestattet wurden, sowie die Konzeption der darauf aufbauenden Beratung.
Eine ziel- und interessenorientierte Beratung, die zur Steigerung der Gesundheitskompetenz der Teilnehmenden beiträgt und eine bedeutsame Lücke in der poststationären Versorgung füllt, wird erreicht, indem die ICF und die ISO 9999 gebündelt und Schwerpunkte mittels Interventionspaketen gesetzt wurden.
Das Wohnkompetenzzentrum wurde im Rahmen des Teilprojekts Ergonomie und Mobilitätsförderung (TP2) unter ergonomischen Gesichtspunkten eingerichtet. Im Fokus standen die Kapitel der ICF „Mobilität, Selbstversorgung und häusliches Leben“. Eine Selektion relevanter ICF-Kategorien erfolgte in Orientierung an der Zielgruppe.
Basierend auf der ICF sowie der internationalen Norm für Hilfsmittel ISO 9999 wurden die im Wohnkompetenzzentrum vorhandenen technischen Unterstützungslösungen klassifiziert. Auf Grundlage der Arbeit von Bougie und Heerkens (2009) wurden die Unterstützungslösungen den entsprechenden Alltagstätigkeiten zugeordnet.
Die für die Teilnehmenden relevanten ICF-Kategorien im Zusammenhang mit der häuslichen Wohnerfahrung wurden identifiziert und in Interventionspakete gebündelt. Resultat sind die sechs Interventionspakete „Aufstehen und umsetzen“, „Greifen und Fingerfertigkeit“, „Hilfsmittel zur Fortbewegung“, „Treppe überwinden“, „Alleine im Bad zurechtkommen“ und „Einfacher kochen und genießen“.
Der Lebensmitteleinkauf ist bei der Umsetzung einer gesunden Ernährung ein entscheidender Faktor. Das Überangebot an Produkten und der daraus entstehende Dschungel aus Ernährungsinformationen überfordert die Menschen und erschwert es Verbrauchern, fundierte Kaufentscheidungen zu treffen. Speziell für Menschen, die sich kaum oder gar nicht damit auseinandersetzen wollen oder können, stellt das eine große Herausforderung dar. Obwohl es keine staatliche Pflicht ist, die Gesundheit der Bürger in Bezug auf Übergewicht zu schützen, hat das Bundesverfassungsgericht aus den Grundrechten auf Leben und körperliche Unversehrtheit, eine solche abgeleitet. Dafür eignen sich verschiedene Arten staatlicher Einflussnahme und unter anderem die Aufklärung und Bereitstellung von Informationen.
Die Lebensmittelkennzeichnung ist dabei ein wichtiges Instrument, um den Verbrauchern die Auswahl von gesunden Lebensmitteln zu vereinfachen. Kritisiert wurde daher in den letzten Jahren, dass die verpflichtenden Angaben nicht sofort ersichtlich sind und sie die Interpretation der komplexen Nährwertzusammensetzung nicht erleichtern. Verschiedene Befragungen und Studien verdeutlichen auch auf Seiten der Verbraucher den Wunsch nach einer vereinfachten Lebensmittelkennzeichnung. Eine solche ergänzende Kennzeichnung soll Konsumenten die Möglichkeit bieten, sich durch vereinfachte Informationen auf der Vorderseite der Verpackung auf einen Blick über die Zusammensetzung von Lebensmitteln informieren und so eine fundierte Kaufentscheidung treffen zu können. Seit November 2020 darf das Label freiwillig von Unternehmen der Lebensmittelbranche verwendet werden.
Wie stellt sich die Meinung der deutschen Verbraucher aktuell zur Performance des Nutri-Score seit der Einführung dar? Diese Frage soll im Folgenden durch eine empirische Analyse beantwortet werden. Zudem gilt vorbereitend zu klären, inwieweit diese Kennzeichnung relevant für die Lebensmittelindustrie ist.
Moderne Prozesstechnologien als strategisches Element in der Transformation hin zur Bioökonomie
(2023)
Effiziente Prozesse, die die Dekarbonisierung und Defossilisierung vorantreiben, bilden die zentralen Herausforderungen auf dem Weg zur Transformation unserer Lebens- und Wirtschaftsweise. Das komplementäre Wirken beider Ansätze ist entscheidend für die Reduktion negativer Umweltwirkungen, Ressourcen- und Energieverbräuche. Daher ist eine integrative Betrachtung der verfahrenstechnischen Optimierung aus der Perspektive der Bioökonomie und der Kreislaufwirtschaft unerlässlich.
Eine bioökonomische, kreislauforientierte Wirtschaftsweise beinhaltet die Abkehr von der Nutzung fossiler hin zur nachhaltigen Nutzung nachwachsender Rohstoffe. Das beinhaltet zugleich eine Transformation hin zur effizienten Verwendung von Primär- und Sekundärmaterialien. Ressourcenschonende Produktprogramme, der Einsatz nachwachsender und kreislauffähiger Materialien sind unabdingbar. Moderne Prozesstechnologien spielen dabei eine entscheidende Rolle. Die stetige Reduktion negativer Umweltwirkungen, des Energieeintrags sowie des Ressourcenverbrauchs erfordert ein konsequentes Monitoring der Prozessparameter in der Produktion. Dies ist die Basis für eine intelligente Beeinflussung der Produktionsparameter. Ziel ist es, mit Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI) Prozesse unter Berücksichtigung verschiedener Randbedingungen (Constraints) technisch und technologisch zu optimieren (Constraint-Statisfaction-Problem).
Durch die voranschreitende Digitalisierung in allen Bereichen der industriellen Produktion und den Einsatz moderner KI-Verfahren – auch im Bereich der Holzbe- und -verarbeitung - wird es möglich, verbesserungswürdige Prozessschritte zu identifizieren, an den Prozessen selbst intelligent zu lernen und schließlich produktspezifisch optimierte Prozesskenn- und Prozessregelgrößen zu generieren und bereitzustellen. Maßnahmen zur Verbesserung der Energie- und Ressourceneffizienz müssen dabei im Vordergrund stehen.
Biogene Rohstoffe sind zwar erneuerbar, aber in ihrer Verfügbarkeit, z. B. durch Wachstumsraten und Anbauflächen, begrenzt. Neue Prozesstechnologien bilden wesentliche Grundlagen, um erhebliche Potenziale zur effizienten Ressourcennutzung, zur gezielten Beeinflussung unvermeidbarer Umweltwirkungen und zur Kreislauffähigkeit biobasierter Produkte zu schließen. Der Vortrag gibt einen Überblick, inwieweit die Belange der Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft in den aktuellen Prozesstechnologien der Holzindustrie bereits umgesetzt sind. Darauf aufbauend werden die notwendigen Schritte zur Entwicklung angepasster Prozesstechnologien als strategische Elemente der notwendigen Transformation hin zu einer bioökonomischen Wirtschaftsweise im Bereich der Holzindustrie abgeleitet.