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Gesundheitsmanagement
(2024)
Die wachsenden Anforderungen an Beschäftigte in Kitas lassen nicht nur für älter werdende Fachkräfte das Thema Gesundheit als zentralen Punkt für Träger und Leitung erkennen. Die Förderung von Gesundheit im Betrieb ist daher „Teil einer Unternehmensstrategie, die darauf abzielt, physische und psychische Krankheiten am Arbeitsplatz vorzubeugen, Gesundheitspotenziale zu stärken und das Wohlbefinden am Arbeitsplatz zu verbessern“ (ENWHP 2014, S. 3). Unter dem Begriff Gesundheitsmanagement sollen daher im folgenden Beitrag Maßnahmen und Angebote verstanden werden, die als betriebliches Gesundheitsmanagement in Organisationen in unterschiedlichen Kontexten die Gesundheit von Beschäftigten fördern.
Die wachsenden Anforderungen an Beschäftigte in Kitas lassen nicht nur für älter werdende Fachkräfte das Thema Gesundheit als zentralen Punkt für Träger und Leitung erkennen. Die Förderung von Gesundheit im Betrieb stellt daher eine „moderne Unternehmensstrategie dar und zielt darauf ab, Krankheiten am Arbeitsplatz vorzubeugen […], Gesundheitspotentiale zu stärken und das Wohlbefinden am Arbeitsplatz zu verbessern." (ENWHP 2007, S. 3). Unter dem Begriff Gesundheitsmanagement sollen daher im folgenden Beitrag Maßnahmen und Angebote verstanden werden, die als betriebliches Gesundheitsmanagement in Organisationen in unterschiedlichen Kontexten die Gesundheit von Beschäftigten fördern.
Soziale Arbeit leistet einen Beitrag zu mehr sozialer Gerechtigkeit und zum Abbau sozialer Ungleichheit in der Gesellschaft, gleichzeitig gewinnt Gesundheit als Dimension sozialer Ungleichheit zunehmend an Bedeutung. Als Beispiele hierfür können chronische Erkrankungen, Behinderung und Pflegebedürftigkeit genannt werden, die häufig eine gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft erschweren, wodurch gesundheitliche Ungleichheit zu sozialer Ungleichheit führt beziehungsweise diese verstärkt. Fragestellungen zu Themen der Gesundheit haben demnach in vielfältiger Hinsicht auch Bezug auf Soziale Arbeit.
Neue Erkenntnisse zur Wichtigkeit ausreichender Tageslichtversorgung im Innenraum haben planungsrelevante Änderungen normativer Vorgaben nach sich gezogen. Renate Hammer und Mathias Wambsganß veranschaulichen die neuen Anforderungen und erläutern die Möglichkeiten zur planerischen Umsetzung. Die Autoren klären, wann Tageslichtversorgung und Besonnung als ausreichend gelten, welche Qualitäten die Sichtverbindung nach außen erfüllen muss und wie Blendung durch Tageslicht zu begrenzen ist. Angaben zur melanopischen Wirkungsweise von Tageslicht bieten einen Einstieg in den planerischen Umgang mit nicht-visuellen Kriterien. Ein weiteres Kapitel zeigt die Schnittstellen mit anderen Aspekten der Bauplanung.
Einleitung
Die Physiotherapie (PT) als junge wissenschaftliche Disziplin, gilt als zukunftsweisende Wachstumsbranche mit steigendem Bedarf an akademisch qualifiziertem Fach- und Führungspersonal [1]. Das HERO Projekt verfolgt demnach das Ziel eines Förderkonzepts zur Gewinnung und Entwicklung professoralen Personals im Bereich Gesundheitswissenschaften. Zentral ist die Entwicklung eines Bildungsansatzes, der sich an empirisch fundierten Kompetenzprofilen orientiert und Fachkräfte gezielt auf ihre Rolle in Praxis, Forschung und Lehre vorbereitet [2,3]. Kern des Vorhabens ist eine interdisziplinäre Lehr- und Forschungsambulanz als strukturgebender Innovationsraum. Für den nachhaltigen Ausbau und die Profilschärfung der HAW bedarf es sowohl Freiräume zur strategischen Schwerpunktsetzung als auch Qualifizierungsmaßnahmen zur Entwicklung professoralen Nachwuchses – besonders in Disziplinen mit nichtlinearer Qualifikationsbiografie wie der PT. Trotz wachsendem Bedarf fehlen bislang verankerte Modelle, die beide Aspekte integriert adressieren. Das HERO-Projekt entwickelt ein innovatives Modell zur systematischen Verzahnung von Schwerpunkt- (SPP) und Nachwuchsprofessuren (NWP), um diese Lücke zu schließen.
Material und Methodik
SPP richteten sich an etablierte HAW-Professor:innen und ermöglichen die Reduktion der Lehrverpflichtung auf 11 SWS für ≤ 5 Jahre, um zielgerichtet Lehrinnovationen zu entwickeln, Kooperationen anzubahnen und Transferbeziehungen zu intensivieren [4]. Die NWP bietet geeigneten Kandidat:innen den Erwerb fehlender Berufungsvoraussetzungen – außerhochschulische Praxiserfahrung oder Promotion – bei reduzierter Lehrverpflichtung (6-9 SWS) [5]. Die Evaluation erfolgt als longitudinal angelegte Evaluationsstudie mit Mixed-Methods-Ansatz mit standardisierten Befragungen und leitfadengestützten Interviews der NWP- und SPP- Inhaber*innen.
Ergebnisse
Zu erwartende Ergebnisse der Evaluation sind Einsichten in Erfahrungen der NWP- und SPP-Inhaber*innen in Wechselwirkung mit begleitenden Qualifizierungsprogrammen, die zur weiteren Optimierung und Verstetigung der neuen Professur-Modelle beitragen sollen.
Zusammenfassung
Die systematische Verknüpfung von SPP und NWP ermöglicht sowohl den strategischen Ausbau von Schwerpunkten als auch die gezielte Nachwuchsförderung. HERO leistet so einen Beitrag zur nachhaltigen Etablierung professoraler Karrieren in der akademischen Gesundheitsprofessionsbildung.
Interessenskonflikt
Es besteht kein Interessenkonflikt.
Literatur
[1] Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (2020): Gesundheitswirtschaft Fakten & Zahlen; Ergebnisse der Gesundheitswirtschaftlichen Gesamtrechnung, Berlin: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.
[2] Hoffman, C. (2016): Bildung, Forschung und Versorgung zusammenführen. Scitec-Media [online]: https://scitec-media.ch/wp-content/uploads/2016/02/BildungForschungVersorgung.pdf [Zugriff am 22 Mai 2025].
[3] Sottas, B., Brügger, S., Meyer, P.C. (2013): Health Universities – Konzept, Relevanz und Best Practice. Mit regionaler Versorgung und interprofessioneller Bildung zu bedarfsgerechten Gesundheitsfachleuten. ZHAW, Reihe Gesundheit No.1, Winterthur. https://www.zhaw.ch/storage/gesundheit/ueber-uns/info-broschueren/zhaw-gesundheit-no1-health-universities.pdf [Zugriff am 22 Mai 2025].
[4] Bundesministerium für Bildung und Forschung (o.J.): Maßnahmen von Schwerpunktprofessuren: https://www.fh-personal.de/foerderprogramm/massnahmen
[Zugriff am 22. Mai 2025].
[5] BayHIG, Art. 64. (2024): Nachwuchsprofessorinnen und Nachwuchsprofessoren.
Alle Menschen sollen an den sich schnell erweiternden Möglichkeiten, die Gesundheit wiederherzustellen, zu erhalten und zu bessern, in gleicher Weise teilhaben können. Die Diskussion um steigende Ausgaben für Gesundheit, Rationierung von Leistungen, Fachkräftemangel und Disparitäten im Zugang zur Versorgung zeigt aber: Dieses Versprechen steht in Frage.
Eine besser koordinierte, stärker patientenzentrierte und intersektoral angelegte Versorgung kann Teil der Lösung sein, das Versprechen weiter aufrecht zu halten. Voraussetzung hierfür ist ein Vergütungssystem, das die Sektorengrenzen tatsächlich überwinden kann und Qualität belohnt. Internationale Erfahrungen zeigen, dass sogenannte Capitation-Modelle, die auf mengenunabhängigen und sektorenübergreifenden Pro-Kopf-Pauschalen beruhen, – geeignet ausgestaltet – Anreize für eine derartige Versorgung schaffen können. In solchen Modellen übernehmen Leistungserbringer einen Teil des Versicherungsrisikos bzw. der finanziellen Verantwortung für Leistungen, die direkt von ihnen erbracht, veranlasst oder nicht vermieden werden. Das Potenzial ist deutlich sichtbar. Allerdings gibt es auch Herausforderungen und Risiken, die mit einem derartigen System einhergehen und entsprechend zu adressieren bzw. zu kontrollieren sind.
Deshalb prüft das vorliegende Buch differenziert die Voraussetzungen und Potenziale des Transfers eines derartigen populationsorientierten Vergütungsansatzes nach Deutschland und zeigt die Optionen einer möglichen Umsetzung in Form prospektiver regionaler Gesundheitsbudgets auf. Die Basis hierzu bildet eine fundierte Analyse von Modellen aus Spanien, Peru, den USA und der Schweiz.