620 Ingenieurwissenschaften und zugeordnete Tätigkeiten
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Bei der bauakustischen Planung stellt der Holzbau jedoch eine Herausforderung dar. Im Gegensatz zu Konstruktionen des Massivbaus weisen Holzbaukonstruktionen deutlich geringere flächenbezogene Massen auf und es kommen mehrschalige Aufbauten zum Einsatz. Zusätzlich sind die Stoßstellen zwischen Bauteilen im Gebäude komplexer ausgeführt. Diese Elemente beeinflussen das Schwingungsverhalten der Bauteile und daher die Schallübertragung. Die Berechnungs- und Prognoseverfahren für den Schallschutz im Holzbau sind damit deutlich aufwendiger. Daher wurde in den letzten Jahren viel geforscht, um neue Daten und Prognosemodelle für den Holzbau zu entwickeln. Diese Erkenntnisse aus der Forschung in digitale Planungsabläufe zu integrieren und durch Methoden der künstlichen Intelligenz (KI) zu erweitern, ist das Ziel dieses Forschungsfeldes. Der Fortschritt in der Digitalisierung im Bauwesen ist enorm, das Thema BIM wird mittlerweile von allen Herstellern von Planungssoftware im Baubereich bedient und so muss auch das Thema des Holzbaus weiter ausgebaut werden. Hier ist insbesondere die Kombination aus Holzbau und Schallschutz bei den kommerziellen Planungswerkzeugen nicht zu finden. Diese Lücke zu Schließen war Motivation für diesen Forschungsschwerpunkt seit 2018.
Prognose des Schallschutzes bei gebäudetechnischen Anlagen - Übertragungsfunktionen im Holzbau
(2024)
In energieeffizienten, nachhaltigen und ressourcenschonenden Gebäudekonzepten kann der Holzbau seine Stärken ausspielen. Dennoch wird in der öffentlichen Wahrnehmung des Holzbaus das Thema Schallschutz oftmals noch als eine Schwachstelle betrachtet. Für die Luft- und Trittschallübertragung wurden hierfür in den vergangenen Jahren die Planungswerkzeuge erheblich verbessert.
Neben der Luft- und Trittschallübertragung spielen allerdings auch Geräusche aus gebäudetechnischen Anlagen (GTA) eine wichtige Rolle. Die Methoden für die Prognose des resultierenden Schalldruckpegels aus GTA wurden in den vergangenen Jahren weiterentwickelt und stehen mittlerweile auf europäischer Ebene in Normen zur Ermittlung der Eingangsdaten sowie zur eigentlichen Prognoserechnung zur Verfügung.
Im Rahmen dieses Projektes wurden Eingangsdaten für diese Prognoseverfahren für Gebäude in Holzbauweise gesammelt. Dabei wurden sogenannte Übertragungsfunktionen gemessen, welche die gesamte Übertragung von der Anregung bis zum resultierenden Schalldruckpegel in einer Größe zusammenfassen. Das langfristige Ziel ist, einen Katalog an Übertragungsfunktionen bereitzustellen, der zusammen mit Eingangsdaten von GTA eine Prognose ermöglicht. Mit diesem Projekt konnte die Datenbasis für die Gebäude entscheidend erweitert und Strategien für die Gruppierung der Daten für einen Katalog entwickelt werden.
The integration of MEMS microphones in modern electronic devices faces a critical challenge from radio-frequency (RF) signal coupling, which can introduce audible disturbances and ompromise performance. With the growing prevalence of 5G and other advanced RF communication systems located next to RF-sensitive components, ensuring RF interference immunity is becoming increasingly essential for both design success and market viability. This study investigates the thermal mechanisms by which RF interference induces periodic heating of ASICs, leading to pressure fluctuations in the acoustic back chamber and resulting in spurious tones in the microphone output. A dedicated measurement setup and methodology are presented to quantify these interference effects and evaluate mitigation strategies. Experimental results from multiple MEMS microphone samples confirm that thermally induced pressure variations are a significant contributor to RF-related artifacts.
The integration of MEMS microphones in RF-intensive environments presents new challenges due to electromagnetic interference (EMI), particularly audible interference such as TDMA noise. As wireless technologies like 5G and advanced WLAN standards continue to grow, MEMS microphones face increased demands for interference robustness.
This research presents a simulation-driven approach to analyze RF-induced thermal effects in MEMS microphones. A full-wave electromagnetic simulation of the MEMS microphone was performed in Ansys HFSS. The S-parameters were extracted from the microphone FEM model, and subsequent circuit co-simulations were used to quantify power dissipation in the ASIC. These identified heat sources served as input for thermal simulations, which helped to quantify the temperature variations in the microphone’s back volume. Based on this and the ideal gas law, a sound pressure was derived. The simulated results were validated by measurements and found to align well with the measured demodulated noise, confirming the effectiveness
of this simulation approach in understanding and mitigating RF-induced interference in MEMS microphones.
In den letzten Jahren hat sich in der industriellen Montage der Trend zu sinkenden Stückzahlen und hoher Variantenzahl verstärkt, was zu einem Umdenken bei der Gestaltung hybrider Arbeitsplätze geführt hat. In den so genannten Mensch-Roboter-Kollaborationen (MRK) werden Mitarbeitende durch Roboter von Routinetätigkeiten, wie z. B. dem Handling von Bauteilen, entlastet. Bei der Gestaltung dieser MRK-Applikationen spielen neben den Manipulatoren neuartige Effektoren eine zentrale Rolle. Bauteilspezifische und allgemeine Anforderungen (z.B. Präzision, Flexibilität, Sicherheit) führen dabei oft zu komplexen Greiferkonzepten. An der Technischen Hochschule Rosenheim wurde ein bestehender Technologieansatz weiterentwickelt, um ein flexibles und sicheres Greifen mit einem vergleichsweise einfachen Konzept zu realisieren. Ein besonderer Fokus liegt auf der experimentellen Verifizierung von Genauigkeitsparametern für den Einsatz in der Montage feinwerktechnischer Geräte.
A hybrid kinematic structure concept for an industrial robot has already been developed. Based on this kinematic structure, the robot is well-suited for high-dynamic Schoenflies motions. Starting from this concept, a manipulator and a robot control system are to be realized. The development of this mechatronic system is highly complex, as it involves various physical and mathematical aspects. Therefore, a holistic model-based design method is applied to ensure high quality in the design of the mechatronic components, the development of control software, and mathematical algorithms. Important details of the model-based design approach are presented in this publication.
Das ursprünglich angedachte Ziel, Planungswerte für die Flankendämm-Maße von Standardaufbauten des Holzmassivbaus zu erhalten, welche mittels Versuche im Flankenprüfstand des ift ermittelt werden sollten, konnte aus Kostengründen so nicht umgesetzt werden.
Deshalb wurden am Labor für Schallmesstechnik der Fachhochschule Rosenheim, Kleinversuche zur Ermittlung der Stoßstellendämm-Maße KFd und KFf durchgeführt, welche zur
Berechnung der Flankenübertragung wichtig sind. Die Stoßstellendämm-Maße KFd und KFf wurden unter verschiedene Belastungssituationen gemessen, um eine Aussage darüber zu treffen, wie sich verschiedene Entkopplungsmaterialien zur Dämmung der Körperschallweiterleitung unter Krafteinwirkung verhalten.
Es konnte nachgewiesen werden, dass die Verbesserung der Stoßstellendämm-Maße, hervorgerufen durch die elastische Zwischenschicht, für bestimmte Materialien von der Belastung unabhängig ist. Gezeigt hat sich jedoch auch, dass sich die Verbesserung drastisch verschlechtert, sobald die Wand auf der Decke befestigt wird. Da es in der Praxis aus Gründen der Standsicherheit zwingend notwendig ist, tragende Bauteile miteinander zu verbinden, bleibt der Einsatz kostspieliger Entkopplungsschichten fraglich.
Aus diesem Grund wurde im weiteren Verlauf das Augenmerk auf mögliche Verbindungsvarianten gelegt, welche die Verbesserung der elastischen Zwischenschichten beibehalten und auch aus praktischer Sicht umsetzbar sind. Es wurden drei Verbindungsvarianten untersucht, welche eine schalltechnische Entkopplung gewährleisten und auch eine statische Umsetzung möglich sein könnte.