33 Wirtschaft
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Der Beitrag untersucht die handelsrechtliche Zulässigkeit der komponentenweisen Abschreibung
(Komponentenansatz) und ergänzt die theoretische Diskussion um eine deskriptiv-empirische Einordnung. Die dogmatische Analyse ergibt, dass der Ansatz in seiner derzeitigen Ausgestaltung nicht mit den Bilanzprinzipien des HGB vereinbar ist. Eine erstmalige empirische Erhebung auf Basis von 618 Unternehmen zeigt: Die Anwendung hat nach dem BilMoG und dem IDW-Hinweis von 2009 massiv an Verbreitung gewonnen. Es sind fast ausschließlich anlagenintensive, große Unternehmen aus den Bereichen Energieversorgung, Industrie und Verkehr, die den Ansatz nutzen - nicht die Breite der HGB-Bilanzierenden.
Objectives
The 2025 report by the German Council of Experts on Health (SVR) outlines sweeping reforms to the country’s pharmaceutical pricing system, including external interim pricing, changes to the orphan drug framework, and proposals to decouple industrial policy from pricing regulation. These recommendations aim to enhance the value orientation of the healthcare system but raise significant concerns for pharmaceutical innovation and market access.
Methods
We conducted a critical policy analysis of the SVR report, focusing on chapters addressing AMNOG pricing, dynamic pricing adjustments, and orphan drug evaluation. This was triangulated with peer-reviewed literature on rare disease economics, international HTA practices, and policy documents including the German Medical Research Act. We also assessed the political feasibility of implementation within the 2025-2029 legislative period, considering party positions, institutional constraints, and
Results
The SVR recommends: (1) externally determined interim pricing based on the cost of the appropriate comparator therapy (zVT); (2) removal of the assumed added benefit for orphan drugs upon market entry; and (3) a rejection of price incentives tied to local clinical trials. These changes would significantly shift Germany’s pricing logic from negotiation-based to comparator-referenced. However, they may erode R&D incentives in rare diseases and conflict with ongoing efforts to enhance Germany’s
Conclusions
While the SVR proposals seek to strengthen evidence-based pricing, their practical adoption during the 2025-2029 legislative term is far from guaranteed. Pharmaceutical manufacturers should prepare for regulatory volatility, advocate for workable orphan drug policies, and engage proactively to shape a pricing environment that balances sustainability with innovation.
Einfluss der Änderung der AMNOG-Leitplanken durch das GKV-FinStG auf die Nutzenbewertungen des G-BA
(2026)
Zielsetzung
Das zentrale Ziel der Studie ist die Analyse möglicher Veränderungen bei der Zusatznutzenbewertung durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) in Folge des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes (GKV-FinStG). Die Untersuchung prüft, ob die Verschärfung der AMNOG-Leitplanken zu einer restriktiveren Bewertungspraxis geführt hat. Operationalisiert wird dies durch eine vergleichende Analyse deutscher und französischer Nutzenbewertungen vor und nach dem GKV-FinStG. Die Studie verfolgt zwei zentrale Forschungsfragen: (1) Lassen sich statistisch signifikante Veränderungen in den Zusatznutzenbewertungen des G-BA nachweisen? (2) Können beobachtete Veränderungen kausal auf die Verschärfung der AMNOG-Leitplanken zurückgeführt werden?
Methodik
Die Untersuchung verwendet ein quasi-experimentelles Difference-in-Difference (DiD) Design zur Analyse von Veränderungen der Zusatznutzenbewertung. Deutschland fungiert als Interventionsgruppe, Frankreich als Kontrollgruppe. Die Erfassung der deutschen Nutzenbewertungen erfolgte über den AMNOG-Monitor für den Zeitraum 2020–2024, französische Bewertungen über die Haute Autorité de Santé (HAS). Separate Analysen wurden nach Patentschutzstatus der zweckmäßigen Vergleichstherapie (zVT) durchgeführt.
Ergebnisse
Die Studie liefert erstmals empirische Evidenz für einen möglichen Einfluss der verschärften AMNOG-Leitplanken auf das Bewertungsverhalten des G-BA. Der statistisch signifikante Difference-in-Difference-Effekt von −9,74% (p=0,028) zeigt, dass der Anteil mindestens beträchtlicher Zusatznutzenbewertungen in Deutschland nach der Reform um nahezu 10 Prozentpunkte stärker zurückging als in Frankreich. Bei Verfahren mit patentgeschützter zVT zeigt sich mit −14,56% der stärkste Effekt, während bei generischer zVT erwartungskonform kein relevanter Effekt (0,88%) auftritt.
Schlussfolgerungen
Die Verschärfung der AMNOG-Leitplanken hat zu einer systematischen Reduktion des Anteils mindestens beträchtlicher Zusatznutzenbewertungen geführt. Die beobachtete Veränderung könnte auf unbewusste kognitive Anpassungen oder bewusste strategische Überlegungen zur Begrenzung der GKV-Ausgaben zurückzuführen sein. Die Befunde legen nahe, dass Einsparungen nicht nur durch direkte Preiseffekte, sondern auch durch restriktivere Bewertungspraxis entstehen.
Earn-Out-Klauseln sind ein beliebtes Instrument, um in Unternehmensverkäufen Preisrisiken zu teilen und Verkäufer zu binden. Ihre bilanzielle und steuerliche Behandlung wirft indes komplexe Fragen auf. Nach HGB gilt ein vorsichtiger, dem Realisationsprinzip folgender Ansatz, während IFRS eine sofortige Fair-Value-Bewertung erfordert. Steuerlich entscheidet das Zufluss-Abfluss-Prinzip
über den Zeitpunkt der Erfassung. Die Bewertung mittels Monte-Carlo-Simulation eröffnet bilanzpolitische Spielräume. Dieser Beitrag fasst die wesentlichen Rechnungslegungs- und Steuerfolgen kompakt zusammen und zeigt praktische Implikationen für die Vertragsgestaltung auf.
In the evolving digital media landscape, this research explores digital book product representation within TikTok’s BookTok community, focusing on German influencers and publishers. The study examines content formats and promotion dynamics for ebooks and audiobooks. Key findings reveal a significant underrepresentation of digital book content compared to print books. Ebook content differs markedly, emphasizing objectification, reading peculiarities, and pricing, while audiobook promotion mirrors traditional book marketing approaches. The research uncovers a disconnect between the digital book market and its BookTok representation. By analyzing content strategies of top influencers and publishers, the study identifies potential opportunities for innovative digital book marketing.
Wie die Luft zum Atmen
(2025)
Gemeinde Pfaffing. Nachhaltigkeit im Fokus: Ein Beispiel für kommunales Engagement in Pfaffing.
(2025)
Einfluss der Änderung der AMNOG-Leitplanken durch das GKV-FinStG auf die Nutzenbewertungen des G-BA
(2025)
Einleitung
Bis 2022 konnten Arzneimittel mit einem durch den G-BA anerkannten Zusatznutzen jeglichen Ausmaßes einen Preis über der zweckmäßigen Vergleichstherapie (zVt) erzielen. Mit dem GKV-Finanzstabilisierungsgesetz (GKV-FinStG) wurden diese „Leitplanken“ der AMNOG-Preisverhandlungen reformiert. Im Vergleich zu einer patentgeschützten zVt ist ein beträchtlicher oder erheblicher Zusatznutzen für einen über der zVt liegenden Preis notwendig; ein geringer oder nicht-quantifizierbarer Zusatznutzen rechtfertigt keinen höheren Preis. Die Studie untersucht den Einfluss des GKV-FinStG auf die Häufigkeit von G-BA-Beschlüssen mit mindestens beträchtlichem Zusatznutzen.
Methoden
Alle Nutzenbewertungsbeschlüsse des G-BA zwischen 2020 und 2024 wurden erfasst. Ausgeschlossen wurden alle Beschlüsse zu Orphan Drugs sowie mit einem nicht-quantifizierbaren Zusatznutzen. Zu diesen Beschlüssen wurden die korrespondieren Beschlüsse des HAS in Frankreich erfasst. Die Analyse umfasst die Übereinstimmung der Beschlüsse des G-BA und des HAS im gesamten Zeitraum sowie vor und nach in Kraft treten des GKV-FinStG gemessen am Anteil übereinstimmender Nutzenbewertungen und Cohen’s Kappa. Der Einfluss des GKV-FinStG auf die Entscheidungshäufigkeit für mind. beträchtlichen Zusatznutzen wurde mit einem Difference-in-Difference-(DiD) Modell untersucht; als Intervention wird das GKV-FinStG interpretiert, das die Periode in den Zeitraum vorher (2020-2022) und nachher (2023-2024) unterteilt.
Ergebnisse
Es gibt insgesamt 309 Verfahren in beiden Ländern, davon 199 bis zum Jahr 2022. Bezogen auf eine Klassifizierung in die Kategorien „mindestens beträchtlich“ bzw. „nicht mindestens beträchtlich“ liegt die Übereinstimmung in der Gesamtperiode bei knapp 84% mit nur geringen Abweichungen in den beiden Zeiträumen. Cohen’s Kappa liegt bei 0,50 (95%-KI: [0,38;0,62]) im gesamten Zeitraum sowie bei 0,52 (95%-KI: [0,37;0,67]) in 2020-2022 und 0,48(95%-KI: [0,28;0,68]) in 2023-2024. Der Anteil der Verfahren mit mindestens beträchtlichem Zusatznutzen sinkt beim G-BA von 21,2% auf 14,5%, während er beim HAS von 21,2% auf 23,6% steigt. Die DiD-Analyse zeigt einen Unterschied von 0,2% zwischen G-BA und HAS (p=0,9200), einen Zeittrend von +2,2% (p=0,3981) und einen signifikanten DiD-Schätzer von -9,74% (p=0,0277).
Zusammenfassung
Die Analyse deutet darauf hin, dass die Änderung der AMNOG-Leitplanken zu einer restriktiveren Bewertungspraxis des G-BA führte. Im Vergleich zum französischen HAS werden seit Einführung des GKV-FinStG signifikant seltener beträchtliche oder erhebliche Zusatznutzen bescheinigt.
Die aktive Beteiligung der Kommunen spielt eine zentrale Rolle, um die in der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie 2021 festgelegten Nachhaltigkeitsziele Deutschlands zu verwirklichen.
Mit der Gemeinde Offingen, Landkreis Günzburg, hat eine
weitere Gemeinde unter 5 000 Einwohner einen kommunalen
Nachhaltigkeitsbericht erstellt. Die ländlich geprägte Gemeinde möchte damit zu mehr Transparenz und Nachhaltigkeit beitragen. Ein Praxisbericht.