Fakultät für Holztechnik und Bau
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National bioeconomy strategies in Germany, Finland, and Sweden are expected to increase wood demand, putting pressure on already strained forest resources. Circularity of wood products can reduce this demand by improving resource efficiency, but barriers like uncertain availability and quality of post-consumer wood hinder implementation. This study optimizes and extends the PRecTimber model to forecast post-consumer wood quantities and qualities in Germany (revised with quality information), Finland, and Sweden. By 2050, predicted post-consumer wood volumes are 14.11 Mt in Germany, 1.64 Mt in Finland, and 2.74 Mt in Sweden, mainly from the construction sector. Our quality assessment methodology with scenario analysis (status quo S0 and improved scenarios S1–S2 with +10 and +20 percentage-point gains in key quality factors) reveals that the shares of post-consumer construction sawnwood suitable for lifespan extension and material recycling, respectively, are 25 % and 59 % under S0, 36 % and 50 % under S1, and 49 % and 38 % under S2. Leveraging these quantity and quality insights, policy reforms can support industries and technological innovation to optimize the use of post-consumer wood.
Im Rahmen dieser Arbeit wurde die Verwitterung von naturbelassenen Holzfassaden an zeitgenössischen, den Themen des aktuellen Architekturdiskurses („Grundsätzen der Moderne“) entsprechenden Gebäuden daraufhin untersucht, ob und auf welche Weise sich durch die unterschiedlichen Verwitterungsphänomene der intendierte architektonische Ausdruck verändert („Anspruch und Wirklichkeit“) und wie bestimmte Verwitterungsphänomene von den Planenden bereits im Entwurfskonzept berücksichtigt werden können. Gegenstand der in dieser Arbeit angestellten Untersuchungen war ferner die Einbettung der für den Bereich Architektur und Design relevanten Forschungsmethoden (Case-Studies, Fragebogen, Interviews, „Research by/through Design“, Mindmapping, Skizzieren) in den methodologischen Rahmen der „Grounded Theory“ und deren Adaption einschließlich der Verbindung der drei Themenbereiche • Verwitterungsprozess/Phänomene, • Architektonischer Ausdruck/Wahrnehmung und • Themen des aktuellen Architekturdiskurses, um diese in eine neue „Theorie“ zu überführen. Die zugrundeliegende und von der Verfasserin für diese Arbeit weiterentwickelte Methodologie kann - ggf. adaptiert - als Art „Blaupause“ auch für die Untersuchung anderer Forschungsfragen im Bereich Architektur dienen. Die Ergebnisse dieser Arbeit zeigen in Bezug auf die untersuchte Verwitterung von naturbelassenen Holzfassaden, dass die Aussage „Holz vergraut“ in dieser Pauschalität zu kurz greift. Vielmehr ist die Entstehung und das Zusammenspiel der vielfältigen, auf den unterschiedlichen maßstäblichen Ebenen (Material-/Bekleidungsebene, Fassaden-/ Bauteilebene, Gebäudeebene) auftretenden Verwitterungsphänomen (wie auch deren Wirkungsrelevanz für den architektonischen Ausdruck) komplex und vielschichtig. Die im Rahmen dieser Arbeit im Sinne eines „Verwitterungsatlas“ konzipierten Projektdatenblätter sollen den Planenden daher in die Lage versetzen, durch die Bandbreite der dokumentierten, unterschiedlichen Verwitterungsphänomene und die u.a. mittels Vergleichsfotos dargestellte Veränderung des architektonischen Ausdrucks im Zusammenhang mit den Themen des aktuellen Architekturdiskurses eine differenziertere eigene Haltung zur Verwitterung zu entwickeln. Zu diesem Zweck werden die Verwitterungsphänomene auf den drei unterschiedlichen maßstäblichen Ebenen kategorisiert und ihre Potentiale sowie ihre Wirkungsrelevanz für den architektonischen Ausdruck hervorgehoben. Die von der Verfasserin im Rahmen dieser Arbeit entwickelten entwurfsunterstützenden „Bausteine“ für die Praxis zeigen (Gestaltungs-)Möglichkeiten auf, wie die vielfältigen Verwitterungsphänomene auf den unterschiedlichen maßstäblichen Ebenen im Entwurfskonzept bewusst eingesetzt und ihre Potentiale als Chance begriffen und genutzt werden können. Auf die Erkenntnis, dass - zu erwartende wie unerwartete – Verwitterungsphänomene die dem jeweiligen Entwurfskonzept zugrundeliegenden, gestalterisch relevanten Ordnungssysteme und somit den architektonischen Ausdruck einer naturbelassenen Holzfassade (grundlegend) verändern können, kann im Rahmen des Entwurfskonzepts mit drei Strategien reagiert werden, die auf einem unterschiedlichen Grad von „Kontrollierbarkeit“ basieren. 1. Durch eine Planung, die die sich verändernden Ordnungshierarchien im Vorfeld schon prognostiziert und berücksichtigt, und somit den veränderten architektonischen Ausdruck als Chance und die Verwitterungsphänomene als gestalterisches Mittel begreift und ihre Wirkung so genau wie möglich definiert. 2. Durch die Planung von konstant bleibenden Ordnungssystemen, so dass sich die Ordnungshierarchien durch die Verwitterungsphänomene selbst nicht verändern, sondern diese ggf. durch die Verwitterungsphänomene noch verstärkt werden. Hierdurch wird Raum geschaffen für ein kontrolliertes „Geschehen-lassen“. 3. Durch die Akzeptanz der Verwitterungsphänomene in Kenntnis ihrer Wirkungsrelevanz für den architektonischen Anspruch und dem Vertrauen auf die natürliche Ästhetik des Materials selbst.
Die Roadmap ist ein strategischer Leitfaden für Normung und Standards im Bereich der Kreislaufwirtschaft. Ziel ist es, den Übergang von einer linearen Wirtschaft (Produzieren - nutzen - Wegwerfen) zu einer zirkulären Wirtschaft zu unterstützen.
Die Inhalte der Roadmap wurden von Vertreter*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, öffentlicher Hand und Zivilgesellschaft erstellt. 550 Expert*innen der Circular Economy haben ihre Ideen eingebracht.
Die Erarbeitung der Normungsroadmap erfolgte in sieben Arbeitsgruppen – entsprechend der sieben Themenschwerpunkte des Circular Economy Action Plans.
Anspruch und Wirklichkeit
(2025)
Im Rahmen dieser Arbeit wurde die Verwitterung von naturbelassenen Holzfassaden an zeitgenössischen, den Themen des aktuellen Architekturdiskurses entsprechenden Gebäuden daraufhin untersucht, ob und auf welche Weise sich durch die unterschiedlichen Verwitterungsphänomene der intendierte architektonische Ausdruck verändert („Anspruch und Wirklichkeit“) und wie bestimmte Verwitterungsphänomene von den Planenden bereits im Entwurfskonzept berücksichtigt werden können.
Der Deutsche Alpenverein (DAV) steht vor einer großen Herausforderung. Seit den Anfängen des Alpinismus sind gut 150 Jahre vergangen und viele der Vereinshütten sind stark sanierungsbedürftig. Gleichzeitig stellen Klimawandel, Nachhaltigkeitsanforderungen und erhöhte Sicherheitsauflagen neue Herausforderungen an die alpine Architektur. Insbesondere die verschärften Brandschutzanforderungen führen dazu, Winterräume - als ganzjährig zugängliche Notunterkünfte - künftig als eigenständige Baukörper aus den Hütten auszulagern.
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Entwicklung einer modularen Gebäudestruktur mit 6 bis 20 Übernachtungsplätzen. Das Entwurfskonzept soll flexibel auf unterschiedliche topografische Bedingungen reagieren können, eine serielle Vorfertigung ermöglichen und zugleich erweiterbar sein. Angestrebt wird eine kombinierte Nutzung als Schutzraum im Winter sowie als Selbstversorgerhütte während der Sommermonate. Der Entwurf wurde exemplarisch am Beispiel des Hallerangerhauses im Karwendelgebirge in Tirol erarbeitet. Zur Einführung in die Thematik hat zum Semesterstart eine Exkursion mit Hüttenübernachtung stattgefunden.
Die Projektarbeit entstand in interdisziplinärer Zusammenarbeit von Studierenden des Bachelorstudiengangs Innenarchitektur der Fakultät für Innenarchitektur, Architektur und Design (IAD) und des Masterstudiengangs Bauingenieurwesen mit Studienschwerpunkt Holzbau der Fakultät Holztechnik und Bau (HTB).
Hierbei starten die Studierenden - Bauingenieurinnen/Bauingenieure und Innenarchitektinnen/Innenarchitekten - gleich von Beginn an GEMEINSAM. Der Einstieg der BauingenieurInnen in die Planung erfolgt bewusst nicht erst nach Abschluss des Vorentwurfes, sondern die interdisziplinären Gruppen arbeiten sofort gemeinsam an einer Entwurfsidee, wobei jede Fachdisziplin natürlich bei ihren originären Kompetenzen bleibt: Die (Innen)ArchitektInnen starten mit unterschiedlichen Herleitungen und Entwurfsideen, wohingegen die BauingenieurInnen mit der Grundlagenermittlung beginnen und die notwendigen Anforderungen der Aufgabe genauer untersuchen. Sie haben hierbei eine wichtige beratende Funktion inne und weisen die Entwerferinnen und Entwerfer auf Themen des Brandschutzes, der Gründung, der ungefähren Spannweiten eines möglichen Tragwerks, der Modularität und – wie in diesem Fall der Berghütte- auf die möglichen Transportmöglichkeiten mit dem Hubschrauber hin. Zusätzlich wurde in diesem Projekt noch die Ausbildung einer Trockentoilette und die Energiegewinnung bearbeitet.
Durch den kontinuierlichen fachlichen Austausch innerhalb der interdisziplinären Gruppen und den ebenso wöchentlich stattfindenden ebenso interdisziplinären Korrekturen mit den Dozierenden lernen die Studierenden neben dem holzspezifischen Fachwissen die Sichtweisen der jeweils anderen Profession kennen und entwickeln auf diese Art ein Verständnis für die jeweiligen Belange des anderen. Durch das gemeinsame Ziel – einen abgestimmten Entwurf (LPH 3) mit Leitdetails (LPH 5) zu entwerfen und zu konstruieren- werden die notwendigen Schnittstellen zwischen den Disziplinen im Holzbau erarbeitet.
Nur so - gemeinsam - mit Wertschätzung der anderen Profession, können die Herausforderungen des Bausektors angegangen werden.
Für die Schallschutzprognose von Massivholzkonstruktionen nach DIN EN ISO 12354 werden Stossstellendämm-Maße als Eingangsgröße für die Flankenübertragung benötigt. In einigen Forschungsvorhaben sind Messungen hierfür an verschiedenen Forschungsinstituten durchgeführt und z.B. in der Datenbank „VaBDat“ der Technischen Hochschule Rosenheim eingepflegt worden. Untersuchungen haben ergeben, dass das Stoßstellendämm-Maß eine Abhängigkeit im Bezug auf die Masse des unbeteiligten Bauteils aufweisen kann. Da die verwendeten Daten teilweise eine hohe Varianz aufwiesen, wird dies nun an einem vertikalen T-Stoß (Decke/Wand) mit verschiedenen Beschwerungslagen auf der Decke und der Wand untersucht. Zusätzlich wird der Einfluss von entkoppelten Stößen im Bezug auf die Erhöhung der Masse auf der Decke näher betrachtet. Außerdem wird der Einfluss der Auflast bzw. Stoßpressung und die Überbrückung des Stoßes mit Windrispenbändern untersucht.
Das ursprünglich angedachte Ziel, Planungswerte für die Flankendämm-Maße von Standardaufbauten des Holzmassivbaus zu erhalten, welche mittels Versuche im Flankenprüfstand des ift ermittelt werden sollten, konnte aus Kostengründen so nicht umgesetzt werden.
Deshalb wurden am Labor für Schallmesstechnik der Fachhochschule Rosenheim, Kleinversuche zur Ermittlung der Stoßstellendämm-Maße KFd und KFf durchgeführt, welche zur
Berechnung der Flankenübertragung wichtig sind. Die Stoßstellendämm-Maße KFd und KFf wurden unter verschiedene Belastungssituationen gemessen, um eine Aussage darüber zu treffen, wie sich verschiedene Entkopplungsmaterialien zur Dämmung der Körperschallweiterleitung unter Krafteinwirkung verhalten.
Es konnte nachgewiesen werden, dass die Verbesserung der Stoßstellendämm-Maße, hervorgerufen durch die elastische Zwischenschicht, für bestimmte Materialien von der Belastung unabhängig ist. Gezeigt hat sich jedoch auch, dass sich die Verbesserung drastisch verschlechtert, sobald die Wand auf der Decke befestigt wird. Da es in der Praxis aus Gründen der Standsicherheit zwingend notwendig ist, tragende Bauteile miteinander zu verbinden, bleibt der Einsatz kostspieliger Entkopplungsschichten fraglich.
Aus diesem Grund wurde im weiteren Verlauf das Augenmerk auf mögliche Verbindungsvarianten gelegt, welche die Verbesserung der elastischen Zwischenschichten beibehalten und auch aus praktischer Sicht umsetzbar sind. Es wurden drei Verbindungsvarianten untersucht, welche eine schalltechnische Entkopplung gewährleisten und auch eine statische Umsetzung möglich sein könnte.
1.1. DeinHaus 4.0
Das Forschungsprojekt „DeinHaus 4.0 Oberbayern“ an der Technischen Hochschule Rosenheim (Fördergeber: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege) widmete sich einer der drängendsten gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit: Der Frage, wie ein langes und selbstbestimmtes Leben im Alter bzw. bei körperlichen Einschränkungen in den eigenen vier Wänden realisiert werden kann. Das Projekt wurde sowohl an der TH-Rosenheim als auch an der TH-Deggendorf, sowie der OTH-Regensburg durchgeführt. Drei Hochschulen mit jeweils drei übergeordneten Themenfeldern: Therapie und Pflegewissenschaften, Digitale Assistenzsysteme, innovative Möblierungs- und Lichtkonzepte. Die gesellschaftliche Relevanz des Projekts ist dabei offenkundig: Angesichts der demografischen Entwicklung in Deutschland, die eine stagnierende Zahl junger Menschen einer wachsenden älteren Bevölkerung gegenüberstellt, wird der Bedarf an barrierefreiem Wohnraum immer dringlicher. Aktuell liegt der Anteil barrierefreier Wohnungen in Deutschland bei lediglich 2%, der Handlungsbedarf ist riesig (vgl. DESTATIS Statistisches Bundesamt, 2024).
„DeinHaus 4.0 Oberbayern“ gliederte sich in verschiedene Teilprojekte innerhalb der vorbeschriebenen Themenfelder. Der vorliegende Forschungsbericht thematisiert das Teilprojekt 05 „Integrativer Raum und Licht“ innerhalb dessen innovative Möblierungskonzepte, Raum-in-Raum-Systeme, sowie Licht- bzw. Beleuchtungslösungen entwickelt wurden. Die Ergebnisse wurden wahlweise in den beiden Musterwohnungen in Freilassing, im Landkreis Berchtesgadener Land, und Amerang, im Landkreis Rosenheim, oder in einem Forschungscontainer an der TH Rosenheim ausgestellt und erforscht, sowie im Rahmen zahlreicher Veranstaltungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der methodische Part des Teilprojekts stellte eine Mischung aus kreativem Entwerfen und anwendungsbezogener quantitativ-qualitativer Erhebungsmethodik (Fragebogenerhebungen, Think-Aloud-Protokollanalyse) dar. Der vorliegende Bericht liefert einen detaillierten Überblick über die entstandenen Innovationen, von der ersten Idee über die Entwicklungs- und Testphase, bis hin zur abschließenden Evaluation.
1.2. Forschungsfragen und Thesen
Bad
Die ursprüngliche Forschungsfrage lautete wie folgt: „Kann ein zu entwickelndes Raum-in-Raum-System durch räumliche Interaktion und Funktionsintegration die Barrierefreiheit in Bestandsbauten erhöhen?“ Diese galt es im Laufe der Bearbeitungszeit durch den Passus „…mit transferierbarem Erkenntnisgewinn für den Neubau…“ zu ergänzen, da im Laufe der des Projekts die Potentiale des Systems für den Neubau offensichtlich wurden.
Mobiliar
Da kaum ein Gebäude, das älter als zehn Jahre ist, nach den Grundlagen der Barrierefreiheit geplant und gebaut wurde, liegt der Fokus auf der barrierefreien Ertüchtigung von Bestandsbauten. Die Entscheidung das Hauptaugenmerk auf Modularität zu legen, liegt auf der Hand. Modulare Möbelsysteme können seriell, nach Baukasten Prinzip kostengünstig produziert werden und ermöglichen eine effiziente Nachrüstung in Bestandbauten. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass die Systeme sich den Bedürfnissen verschiedener Nutzer individuell anpassen lassen und somit auch Menschen mit Einschränkungen besser unterstützen können. Daher stellt sich folgende Forschungsfrage:
Wie kann integrativer, multifunktionaler Innenausbau in Bestandswohnungen gelingen und inwieweit können auf Modularität und Nachrüstung ausgelegte Möbelsysteme ihren Beitrag zu einem selbstbestimmten Leben im Alter leisten?
Licht
Der Untersuchungsschwerpunkt im Bereich Licht liegt auf dem Aspekt der nicht-visuellen Wirkungen. Visuelle Aspekte werden bei den Themen Ergonomie und Sicherheit (z. B. Sturzprävention) berücksichtigt, sind in der Forschung aber geringer gewichtet. Ein dritter Bereich umfasst die Lichtsteuerung von dynamischen Beleuchtungslösungen und wie diese vor allem von älteren Menschen bedient werden können, ohne ggfs. nachteilige Effekte zu erreichen.
Tageslicht synchronisiert die innere Uhr des Menschen auf den essenziellen Rhythmus von Tag und Nacht. Idealer Weise resultiert diese Lichtdosis aus einem Aufenthalt im Freien, bevorzugt während des Vormittags. Unser Leben spielt sich jedoch zunehmend in Innenräumen ab, insbesondere wenn durch Krankheit oder Alter die Mobilität im Freien eingeschränkt ist. Künstliche Beleuchtung kann diesen Umstand zumindest teilweise kompensieren. Daraus resultieren die folgenden Forschungsfragen:
1. Wie ist eine altersgerechte und melanopisch wirksame Beleuchtung zu konzipieren?
2. Welchen Beitrag kann Tageslicht im Innenraum leisten?
3. Können die theoretischen Anforderungen für alle Altersgruppen erfüllt werden?
4. Wie kann diese Beleuchtung altersgerecht gesteuert werden?
5. Werden die Lichtsituationen eines solchen Konzeptes von den Teilnehmenden akzeptiert?
1.3. Methoden
Bad
Recherche: Eine Literaturrecherche wurde durchgeführt, um zu überprüfen, ob das Bad ein tatsächliches Bestandsproblem darstellt. Hinzukommend wurden Studien der Deutschen Sanitärwirtschaft (vgl. Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft [VDS], 2017a) und das aktuelle Marktangebot für barrierefreie Bäder analysiert.
Konzeptentwicklung: Aufbauend wurden Entwurfskriterien abgeleitet und erste Skizzen und Modelle entwickelt. Marktübliche Produkte wie Duschklappsitz und barrierefreier Waschtisch wurden integriert, Mock-up-Studien unter Einbeziehung von Fachleuten durchgeführt. Fragebogenerhebung: Auf einem Fachkongress der Technischen Hochschule Rosenheim wurde der Prototyp ExpertInnen vorgestellt und evaluiert. Die Auswertung erfolgte durch eine Kombination aus quantitativer Excel-Codierung und qualitativer Analyse mit MaxQDA.
Beobachtungsstudien: Der Prototyp wurde in mehreren Beobachtungsstudien mittels Altersimulationsanzug und Think-aloud-Protokollanalyse untersucht, sowie fortlaufend modifiziert und weiterentwickelt.
Mobiliar
Planung, Anfertigung und Montage der hinsichtlich Barrierefreiheit modifizierten Erstausstattung von Möbel- und Innenausbauten, mit dem zunächst primären Ziel bereits am Markt verfügbare Systeme zeigen zu können (Funktion Musterwohnung). Zeitgleiche Entwicklung von innovativen Ideen, deren Konzeptionierungsphase, dem anschließenden Bau von Prototypen, Anpassungen in den Musterwohnungen, sowie der abschließenden Überprüfung der verschiedenen Möbelsysteme in der Test- und Evaluationsphase mittels qualitativer und quantitativer Erhebungsmethoden im Rahmen eines Mixed Methods Forschungsdesigns hinsichtlich Akzeptanz, Umsetzbarkeit und Nachhaltigkeit.
Licht
Grundlage der Arbeit ist eine Recherche zum Stand von Forschung und Technik, die Analyse der jeweiligen Bestandssituation in den Musterwohnungen und darauf aufbauend die Planung einer lichttechnischen Intervention auf Basis eines „gealterten Auges“. Ziel ist, die Potentiale nachträglich installierter Lichtlösungen zu zeigen, Steuerungsmöglichkeiten in der konkreten Anwendung zu testen und abschließend die Akzeptanz für ein „smartes Steuerungssystem“ zu überprüfen.
In der Evaluationsphase werden Lichtmessungen durchgeführt und mit der Zieldefinition für verschiedene Altersgruppen abgeglichen. In Workshops werden Probanden informiert und anschließend die Zufriedenheit bzw. Akzeptanz und die eigene Bereitschaft zur Nutzung einer vergleichbaren Licht- und Steuerungslösung im eigenen häuslichen Umfeld abgefragt.