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Einleitung
Die Physiotherapie (PT) als junge wissenschaftliche Disziplin, gilt als zukunftsweisende Wachstumsbranche mit steigendem Bedarf an akademisch qualifiziertem Fach- und Führungspersonal [1]. Das HERO Projekt verfolgt demnach das Ziel eines Förderkonzepts zur Gewinnung und Entwicklung professoralen Personals im Bereich Gesundheitswissenschaften. Zentral ist die Entwicklung eines Bildungsansatzes, der sich an empirisch fundierten Kompetenzprofilen orientiert und Fachkräfte gezielt auf ihre Rolle in Praxis, Forschung und Lehre vorbereitet [2,3]. Kern des Vorhabens ist eine interdisziplinäre Lehr- und Forschungsambulanz als strukturgebender Innovationsraum. Für den nachhaltigen Ausbau und die Profilschärfung der HAW bedarf es sowohl Freiräume zur strategischen Schwerpunktsetzung als auch Qualifizierungsmaßnahmen zur Entwicklung professoralen Nachwuchses – besonders in Disziplinen mit nichtlinearer Qualifikationsbiografie wie der PT. Trotz wachsendem Bedarf fehlen bislang verankerte Modelle, die beide Aspekte integriert adressieren. Das HERO-Projekt entwickelt ein innovatives Modell zur systematischen Verzahnung von Schwerpunkt- (SPP) und Nachwuchsprofessuren (NWP), um diese Lücke zu schließen.
Material und Methodik
SPP richteten sich an etablierte HAW-Professor:innen und ermöglichen die Reduktion der Lehrverpflichtung auf 11 SWS für ≤ 5 Jahre, um zielgerichtet Lehrinnovationen zu entwickeln, Kooperationen anzubahnen und Transferbeziehungen zu intensivieren [4]. Die NWP bietet geeigneten Kandidat:innen den Erwerb fehlender Berufungsvoraussetzungen – außerhochschulische Praxiserfahrung oder Promotion – bei reduzierter Lehrverpflichtung (6-9 SWS) [5]. Die Evaluation erfolgt als longitudinal angelegte Evaluationsstudie mit Mixed-Methods-Ansatz mit standardisierten Befragungen und leitfadengestützten Interviews der NWP- und SPP- Inhaber*innen.
Ergebnisse
Zu erwartende Ergebnisse der Evaluation sind Einsichten in Erfahrungen der NWP- und SPP-Inhaber*innen in Wechselwirkung mit begleitenden Qualifizierungsprogrammen, die zur weiteren Optimierung und Verstetigung der neuen Professur-Modelle beitragen sollen.
Zusammenfassung
Die systematische Verknüpfung von SPP und NWP ermöglicht sowohl den strategischen Ausbau von Schwerpunkten als auch die gezielte Nachwuchsförderung. HERO leistet so einen Beitrag zur nachhaltigen Etablierung professoraler Karrieren in der akademischen Gesundheitsprofessionsbildung.
Interessenskonflikt
Es besteht kein Interessenkonflikt.
Literatur
[1] Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (2020): Gesundheitswirtschaft Fakten & Zahlen; Ergebnisse der Gesundheitswirtschaftlichen Gesamtrechnung, Berlin: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.
[2] Hoffman, C. (2016): Bildung, Forschung und Versorgung zusammenführen. Scitec-Media [online]: https://scitec-media.ch/wp-content/uploads/2016/02/BildungForschungVersorgung.pdf [Zugriff am 22 Mai 2025].
[3] Sottas, B., Brügger, S., Meyer, P.C. (2013): Health Universities – Konzept, Relevanz und Best Practice. Mit regionaler Versorgung und interprofessioneller Bildung zu bedarfsgerechten Gesundheitsfachleuten. ZHAW, Reihe Gesundheit No.1, Winterthur. https://www.zhaw.ch/storage/gesundheit/ueber-uns/info-broschueren/zhaw-gesundheit-no1-health-universities.pdf [Zugriff am 22 Mai 2025].
[4] Bundesministerium für Bildung und Forschung (o.J.): Maßnahmen von Schwerpunktprofessuren: https://www.fh-personal.de/foerderprogramm/massnahmen
[Zugriff am 22. Mai 2025].
[5] BayHIG, Art. 64. (2024): Nachwuchsprofessorinnen und Nachwuchsprofessoren.