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Hintergrund: Die COVID-19-Pandemie ist eine Ausnahmesituation ohne Präzedenz und erforderte zahlreiche Ad-hoc-Anpassungen in den Strukturen und Prozessen der akutstationären Versorgung.
Ziel: Ziel war es zu untersuchen, wie aus Sicht von Führungspersonen und Hygienefachkräften in der Pflege die stationäre Akutversorgung durch die Pandemiesituation beeinflusst wurde und welche Implikationen sich daraus für die Zukunft ergeben.
Methoden: Qualitative Studie bestehend aus semistrukturierten Interviews mit fünf Verantwortlichen des leitenden Pflegemanagements und drei Hygienefachkräften in vier Krankenhäusern in Deutschland. Die Interviews wurden mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet.
Ergebnisse: Die Befragten beschrieben den auf die prioritäre Versorgung von COVID-19-Fällen hin umstrukturierten Klinikalltag. Herausforderungen waren Unsicherheit und Angst bei den Mitarbeiter_innen, relative Ressourcenknappheit von Material und Personal und die schnelle Umsetzung neuer Anforderungen an die Versorgungleistung. Dem wurde durch gezielte Kommunikation und Information, massive Anstrengungen zur Sicherung der Ressourcen und koordinierte Steuerung aller Prozesse durch bereichsübergreifende, interprofessionelle Task Forces begegnet.
Schlussfolgerungen: Die in der COVID-19-Pandemie vorgenommenen Anpassungen zeigen Entwicklungspotenziale für die zukünftige Routineversorgung auf, z. B. könnten neue Arbeits- und Skill Mix-Modelle aufgegriffen werden. Für die Konkretisierung praktischer Implikationen sind vertiefende Analysen der Daten mit zeitlichem Abstand erforderlich.
Für den sicheren Einsatz von Digitalen Assistenzsystemen für die Pflege (DiAP) ist eine Evaluation von Nutzen und Schaden er forderlich. Im deutschsprachigen Raum (DACH-Raum) sind mehrere Förderprogramme zur Entwicklung und Evaluation von DiAP mit öffentlichen Mitteln etabliert worden. Ziel dieser Studie ist es, eine Übersicht über Evaluationsmethoden zu gewinnen, die in diesen geförderten Projekten angewendet werden. Es wurde eine multizentrische Querschnittstudie mit schriftlicher und telefonischer Befragung evaluationsverantwortlicher Wissenschaftler_innen durchgeführt. Die Identifikation relevanter Projekte erfolgte über die Suche in zehn Förderdatenbanken. Die Daten wurden mittels deskriptiver Statistik sowie deskriptiver strukturierender Inhaltsanalyse mit deduktiv-induktiver Kategorienbildung analysiert. Von 124 identifizierten Projekten nahmen 47 an der Studie teil. Alle Projekte sind multidisziplinär, am häufigsten vertreten sind Pflege(-wissenschaft) und MINT-Disziplinen. Akzeptanz und Machbarkeit sind vorrangige Evaluationsziele, als methodologisches Rahmenmodell wurde am häufigsten User-centered design genannt. Die berichteten Evaluationsziele und -methoden haben begrenztes Potenzial, valide Daten zu Nutzen, Schaden und Kosten zu erbringen. Die Entwicklung transdisziplinär gültiger methodologischer Empfehlungen für die Entwicklung und Evaluation von DiAP ist notwendig.