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Die Gärtnerei Demmel in dem knapp 3.000 Einwohner großen Ort Seeshaupt am Starnberger See blickt auf eine über 100-jährige Geschichte zurück. 1902 gegründet, wird das Unternehmen in Familienbesitz von drei Generationen betrieben. 2002 wurde die Gärtnerei an einen langjährigen Mitarbeiter verpachtet, doch 2020 endete die Pacht, um das Gelände weiterentwickeln zu können. Studierende des 3. Semesters Architektur entwickeln Vorschläge für eine Revitalisierung des Geländes. Die Aufgabe ist der Entwurf eines neuen Gebäudes im Eingangsbereich. Es markiert den Zugang zum Gelände und steht beispielhaft für die Verbindung von Tradition und Moderne. Das Konzept basiert auf den suffizienten Prinzipien von „Einfach Bauen“: der Reduktion auf das Wesentliche und dem Verzicht auf alles Überflüssige.
Junge Geflüchtete suchen in Deutschland Schutz aus Gründen wie bewaffneten Konflikten, politischer Verfolgung, wirtschaftlicher Unsicherheit oder dem Klimawandel. Als Minderjährige werden sie nach der Ankunft in Deutschland in Jugendhilfeeinrichtung betreut. Diese sind mit dem Erwachsenwerden nicht mehr für die zuständig, was eine tiefgreifende Veränderung bedeutet. Die intensive Betreuung durch ihre Bezugspersonen endet und sie müssen das vertraute Umfeld verlassen. Auf dem angespannten Münchner Wohnungsmarkt haben junge Menschen mit Fluchthintergrund kaum Chancen eine Wohnung zu finden, wodurch die Unterbringung in einer Gemeinschaftsunterkunft unumgänglich wird. Wünschenswert wären Übergangslösungen wie sozialpädagogisch betreute Wohngruppen, wo Fachkraft den jungen Volljährigen zur Seite stehen und sie weiter auf dem Weg in die Selbstständigkeit begleiten. Hilfe für junge Geflüchtete ist nicht nur eine humanitäre Verpflichtung, sondern auch im Interesse einer inklusiven, vielfältigen und prosperierenden Gesellschaft. Zu entwerfen ist ein mehrgeschossiges Wohn- Schulungs- und Kulturzentrum für Geflüchtete in zentraler Lage in München. Das Zentrum wird nicht nur von den Geflüchteten genutzt, sondern öffnet sich auch für die lokale Gemeinschaft. Durch GEMEIMSAME Aktivitäten und Veranstaltungen wird ein Beitrag zur kulturellen Vielfalt und Integration geleistet. Die Beschäftigung mit dem Stadtraum, der Typologie des Eckhauses und dem Übergang von (halb)-öffentlichen zu privaten Räumen steht im Vordergrund.
Der Klimawandel hat enormen Einfluss auf unsere Umwelt und unser Leben. Er beeinflusst maßgeblich unsere Natur. Besonders deutlich wird dies im Wald: viele Baumarten leiden unter Starkwetterereignissen wie extremer Trockenheit oder Stürmen. In der Folge sind sie anfälliger für Schädlinge wie den Borkenkäfer. Zudem schrumpft die Artenvielfalt. Gleichzeitig hilft der Wald jedoch, durch die Speicherung von CO2 den Klimawandel zu
bremsen. Die Sensibilisierung für die Veränderung des Waldes und die Information zu den regionalen Auswirkungen des Klimawandels sind wichtige Aufgaben. Zu entwerfen ist ein Veranstaltungs- und Schulungszentrum mitten im Wald: das KLIMAHAUS. Der aufmerksame Umgang mit dem Ort, das behutsame Einfügen eines Baukörpers in die Natur und die Reduktion auf das Wesentliche nach den Prinzipien von „Einfach Bauen“ sind begleitende Themen.