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Background
There is broad scientific evidence for the effectiveness of individual trauma-focused evidence-based treatments (EBTs) such as “trauma-focused cognitive behavioural therapy” (TF-CBT) for children and adolescents with posttraumatic stress symptoms. However, there is a significant research-to-practice gap resulting in traumatized children in high-income countries in Europe having only very limited access to these treatments. The aim of this study was, therefore, to identify common barriers and successful dissemination and implementation (D&I) strategies of evidence-based trauma-focused treatments (in particular TF-CBT) in seven European countries.
Methods
For this study, we chose a mixed-method approach: an online survey among certified European TF-CBT trainers (N = 22) and the collection of country-based narratives from TF-CBT experts in different European countries (Finland, Germany, Italy, Netherlands, Norway, Sweden).
Results
Common modifiable barriers to the implementation of TF-CBT were identified on different levels (e.g. government or treatment level), and successful D&I strategies were highlighted across all countries, such as translations of materials. Additionally, the experts from the country narratives put together a broad overview of TF-CBT research in Europe.
Conclusions
The results of this study revealed that especially learning collaborations and the development of joint European efforts in funding and researching D&I strategies are crucial for future implementation of trauma-focused EBTs in Europe.
Hintergrund: Psychische Probleme sind unter jungen Erwachsenen weit verbreitet und insbe-sondere Studierende weisen hohe Raten an Belastungen auf. Psychische Gesundheitskompe-tenz ist ein relevanter Faktor für die Früherkennung und -intervention sowie für die Inanspruch-nahme psychosozialer Gesundheitsangebote. Stigmatisierende Einstellungen gegenüber psychi-schen Störungen wiederum verhindern dies eher. Ziel der vorliegenden Studie war die Untersu-chung der psychischen Gesundheitskompetenz und der Stigmatisierung gegenüber psychischen Erkrankungen bei Studierenden.
Methode: Studierende (N = 814) einer bayerischen Hochschule nahmen an einer Onlinebefra-gung zu psychischer Gesundheitskompetenz, Stigmatisierung psychischer Erkrankungen und soziodemografischen Merkmalen teil. Es wurden Subgruppenvergleiche sowie Korrelationsana-lysen zwischen psychischer Gesundheitskompetenz, Stigmatisierung und soziodemografischen Merkmalen durchgeführt.
Ergebnisse: Die Studierenden zeigten eine psychische Gesundheitskompetenz im moderaten Bereich, wobei sich ein signifikanter negativer Zusammenhang mit der Stigmatisierung psychi-scher Erkrankungen zeigte. Weibliche Studierende wiesen eine höhere psychische Gesund-heitskompetenz und geringere Stigmatisierung auf als männliche. Ein vergleichbares Muster zeigte sich in Abhängigkeit von eigener Erfahrung mit psychischen Erkrankungen.
Diskussion: Die psychische Gesundheitskompetenz der Studierenden lag auf einem vergleich-baren Niveau wie in der Allgemeinbevölkerung, die selbst eingeschätzte Stigmatisierung war geringer als in anderen Studien. Ein großer Anteil Studierender der Sozialwissenschaften, insbe-sondere der Psychologie, könnte die Ergebnisse beeinflusst haben. Die Unterschiede nach Ge-schlecht und Erfahrung decken sich mit vorausgegangenen Befunden und sollten weitergehend analysiert werden.
Schlussfolgerungen: Angebote zur Förderung der psychischen Gesundheitskompetenz und Entstigmatisierung sollten zielgruppenspezifisch gestaltet werden, insbesondere männliche Stu-dierende und Studierende ohne Erfahrung mit psychischen Erkrankungen stellen eine wichtige Zielgruppe dar.
Kulturelle Diversität in der Gesellschaft stellt die Psychotherapie vor neue Herausforderungen. Kultursensible Psychotherapie verlangt von Therapeut*innen, kulturelle Hintergründe, Wertvorstellungen und Kommunikationsstile ihrer Patient*innen sowie deren Eltern in Diagnostik und Behandlung systematisch zu berücksichtigen. Der Beitrag fasst die zentralen Aspekte zusammen und veranschaulicht sie anhand eines Behandlungsfalls.