Potenziale und Herausforderungen der KI-Integration in die Hochschullehre: Eine explorative Analyse am Beispiel des Gesundheitsmanagements
- Diese Studie untersucht, wie Studierende des Bachelorstudiengangs „Management in der Gesundheitswirtschaft“ an der Technischen Hochschule Rosenheim den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) in der Hochschullehre wahrnehmen. Befragt wurden sie zu Erfahrung, Interesse und Vertrautheit mit KI-Tools.
Die Ergebnisse zeigen:
Erfahrung: Entgegen der Ausgangshypothese verfügen viele Studierende bereits über erste praktische Erfahrungen, vor allem mit ChatGPT, das sie vorwiegend zur Strukturierung und sprachlichen Überarbeitung von Seminararbeiten einsetzen.
Interesse: Das Interesse, mehr über KI zu lernen, ist hoch. Nach einer ersten Anwendung sinkt jedoch die Bereitschaft zur weiterführenden Auseinandersetzung – ein Hinweis auf überschätzte Selbstkompetenz und oberflächliches Verständnis.
Tool-Vertrautheit: Die meisten sind mit Basistools vertraut, fortgeschrittene Anwendungen bleiben weitgehend unbekannt.
Qualitative Rückmeldungen benennen Risiken: mögliche Beeinträchtigung eigenständigen Denkens, unzureichende Qualität generierter Inhalte (z. B. fiktive oder veraltete Quellen) und technische Störungen. Insgesamt birgt KI großes Potenzial zur Lernunterstützung, erfordert jedoch eine reflektierte didaktische Integration und vertiefte Schulungen für Lehrende und Lernende. Zukünftige Forschung sollte klären, wie Studierende zu einem kritischen, qualitätsorientierten Einsatz von KI-Tools befähigt werden können.