Frauen und Kinder zuerst? Stereotype und Exotisierung im medialen Diskurs um geflüchtete Mädchen und Frauen

  • Die zunehmende Zahl an Asyl und Schutz suchenden Menschen in Europa und die damit einhergehenden dramatischen Fluchtverläufe mit vielen Todesopfern haben Flucht zu einem Thema gemacht, das eine außerordentliche öffentliche Aufmerksamkeit erlangt hat und gleichzeitig enorm polarisiert und polarisierend verhandelt wird. Besonders auffällig ist die personale Verbindung von Flucht und Flüchtlingen, deren Kategorisierung und Zuschreibung ein wesentliches Merkmal der aktuellen Debatten ist: Geschlecht, Alter, Fluchtgründe und Herkunftsländer sind Merkmale, anhand derer diese Kategorisierung vorgenommen wird und die sowohl faktische Folgen auf das Aufenthaltsrecht haben (vgl. Wild 2010), als auch symbolisch mit Bewertungen und Verwertungslogiken verknüpft sind. Der folgende Artikel geht solchen Kategorisierungen anhand des Merkmals Geschlecht diskursanalytisch nach. Die Analyse bezieht sich auf den aktuellen öffentlich-medialen Diskurs zum Thema Flüchtlinge, in dem - so unsere These - bestimmte geschlechtsspezifische Stereotypisierungen hervor gebracht und essentialisiert werden.

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Metadaten
Author:Anna Schweda, Sabina Schutter, Maria Icker
Parent Title (German):Betrifft Mädchen
Document Type:Contribution to a Periodical
Language:German
Publication Year:2016
Release Date:2020/01/28
Tag:Schutz suchenden Menschen; Stereotypeisierung
Issue:3
First Page:112
Last Page:118
faculties / departments:Fakultät für Angewandte Gesundheits- und Sozialwissenschaften
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