@inproceedings{Heytensvon SommoggyŞahinetal.2025, author = {Heytens, Heike and von Sommoggy, Julia and Şahin, Kader and Lindemann, Christina and Schunk, Michaela and Apfelbacher, Christian}, title = {R{\"u}ckmeldungen auf Transferempfehlungen des Innovationsfonds: Eine qualitative und quantitative Dokumentenanalyse}, doi = {10.5281/zenodo.17206731}, year = {2025}, abstract = {Hintergrund: Vom Innovationsfonds (IF) gef{\"o}rderte und erfolgreich erprobte Neue Versorgungsformen (NVF) mit Transferempfehlung (TE) werden durch Pr{\"u}fbitten an benannte Adressaten (z. B. Kostentr{\"a}ger, Ministerien, Fachgesellschaften) auf ihre Anschlussf{\"a}higkeit gepr{\"u}ft. Die Anzahl und Adressaten der R{\"u}ckmeldungen auf TEs wurden bereits analysiert, die Antworten selbst jedoch trotz erkennbarer Heterogenit{\"a}t und widerspr{\"u}chlicher Positionen bislang keiner systematischen qualitativen Textanalyse unterzogen [1]. Dies k{\"o}nnte jedoch Aufschluss {\"u}ber Integrationspotenziale im deutschen Gesundheitssystem geben. Zielsetzung: Ziel dieser Untersuchung war es, {\"o}ffentlich einsehbare R{\"u}ckmeldungen auf Pr{\"u}fauftr{\"a}ge im Rahmen von TEs in Bezug auf formale Reaktionsmuster und inhaltliche Bewertungen zu analysieren. Damit m{\"o}chten wir einen Beitrag leisten, den Praxistransfer von Innovationen besser zu verstehen und Ansatzpunkte f{\"u}r eine verbesserte Umsetzung zu identifizieren. Methode: Mittels qualitativer Dokumentenanalyse wurden die Beschlusstexte von 24 IF-Projekten mit TE sowie alle dazugeh{\"o}rigen R{\"u}ckmeldungen untersucht und erfasst (Stichtag: 23.03.2025). Die Auswertung erfolgte im Sinne einer strukturierten Inhaltsanalyse (Kuckartz, Mayring) mit induktiv entwickeltem Kategoriensystem. Kategorisiert wurden inhaltsbezogene Antworten auf die konkrete Pr{\"u}fbitte (z. B. „bereits in Versorgung", „kein Handlungsbedarf", „Ablehnung", „Umsetzungsinitiative") sowie benannte Barrieren. Von den Adressaten vorgeschlagene Alternativen zur NVF wurden ausschließlich quantitativ erfasst, jedoch nicht inhaltlich ausgewertet. Ergebnisse: Von 546 ermittelten Adressaten erhielten 396 eine konkrete Pr{\"u}fbitte, 61 Adressaten kamen dem Anliegen mit einer Antwort nach (R{\"u}ckmeldequote 11 \%). Nur 47 R{\"u}ckmeldungen enthielten ein konkretes Pr{\"u}fergebnis. Die inhaltliche Spannbreite reichte von Hinweisen auf konkurrierende Versorgungsangebote {\"u}ber ablehnenden Bewertungen bis hin zu unkonkreten Antworten (z.B. allgemeine Anerkennung ohne Handlungsabsicht). In 15 F{\"a}llen wurden zus{\"a}tzlich strukturelle Barrieren wie fehlende Anreizsysteme oder regulatorische H{\"u}rden benannt. Nur in vier F{\"a}llen ließen sich konkrete Umsetzungsmaßnahmen erkennen. Implikation f{\"u}r Forschung und/oder (Versorgungs-)Praxis: Die Analyse mit erweitertem Datensatz best{\"a}tigt die geringe Wirkung der Pr{\"u}fbitte des IF durch ausbleibende R{\"u}ckmeldungen. Die erstmals durchgef{\"u}hrte qualitative Analyse identifiziert h{\"a}ufige Argumentationsmuster wie Verweise auf bestehende Strukturen oder unverbindliche Pr{\"u}fzusagen, was die Erkenntnis st{\"u}tzt, dass die derzeitigen Pr{\"u}fbitten nur begrenzte Implementierungsanreize schaffen. Ein st{\"a}rkerer Fokus auf koordinierte Umsetzungsperspektiven und gezielte Weiterverfolgung k{\"o}nnte den Transfer von NVF in die Regelversorgung effektiver unterst{\"u}tzen.}, language = {de} }