@techreport{KohausNeufferDihetal.2026, author = {Kohaus, Maren and Neuffer, Daniela and Dih, Denise and Maurer, Bernhard}, title = {WINTERR{\"A}UME F{\"U}R DEN DAV - Projektbericht {\"u}ber das Kooperationsprojekt zwischen der TH Rosenheim und dem Deutschen Alpenverein im WS 2025/2026}, isbn = {978-3-944025-46-9}, url = {https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bvb:861-opus4-32827}, institution = {Fakult{\"a}t f{\"u}r Holztechnik und Bau; Fakult{\"a}t f{\"u}r Innenarchitektur, Architektur und Design}, pages = {44}, year = {2026}, abstract = {Der Deutsche Alpenverein (DAV) steht vor einer großen Herausforderung. Seit den Anf{\"a}ngen des Alpinismus sind gut 150 Jahre vergangen und viele der Vereinsh{\"u}tten sind stark sanierungsbed{\"u}rftig. Gleichzeitig stellen Klimawandel, Nachhaltigkeitsanforderungen und erh{\"o}hte Sicherheitsauflagen neue Herausforderungen an die alpine Architektur. Insbesondere die versch{\"a}rften Brandschutzanforderungen f{\"u}hren dazu, Winterr{\"a}ume - als ganzj{\"a}hrig zug{\"a}ngliche Notunterk{\"u}nfte - k{\"u}nftig als eigenst{\"a}ndige Bauk{\"o}rper aus den H{\"u}tten auszulagern. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Entwicklung einer modularen Geb{\"a}udestruktur mit 6 bis 20 {\"U}bernachtungspl{\"a}tzen. Das Entwurfskonzept soll flexibel auf unterschiedliche topografische Bedingungen reagieren k{\"o}nnen, eine serielle Vorfertigung erm{\"o}glichen und zugleich erweiterbar sein. Angestrebt wird eine kombinierte Nutzung als Schutzraum im Winter sowie als Selbstversorgerh{\"u}tte w{\"a}hrend der Sommermonate. Der Entwurf wurde exemplarisch am Beispiel des Hallerangerhauses im Karwendelgebirge in Tirol erarbeitet. Zur Einf{\"u}hrung in die Thematik hat zum Semesterstart eine Exkursion mit H{\"u}tten{\"u}bernachtung stattgefunden. Die Projektarbeit entstand in interdisziplin{\"a}rer Zusammenarbeit von Studierenden des Bachelorstudiengangs Innenarchitektur der Fakult{\"a}t f{\"u}r Innenarchitektur, Architektur und Design (IAD) und des Masterstudiengangs Bauingenieurwesen mit Studienschwerpunkt Holzbau der Fakult{\"a}t Holztechnik und Bau (HTB). Hierbei starten die Studierenden - Bauingenieurinnen/Bauingenieure und Innenarchitektinnen/Innenarchitekten - gleich von Beginn an GEMEINSAM. Der Einstieg der BauingenieurInnen in die Planung erfolgt bewusst nicht erst nach Abschluss des Vorentwurfes, sondern die interdisziplin{\"a}ren Gruppen arbeiten sofort gemeinsam an einer Entwurfsidee, wobei jede Fachdisziplin nat{\"u}rlich bei ihren origin{\"a}ren Kompetenzen bleibt: Die (Innen)ArchitektInnen starten mit unterschiedlichen Herleitungen und Entwurfsideen, wohingegen die BauingenieurInnen mit der Grundlagenermittlung beginnen und die notwendigen Anforderungen der Aufgabe genauer untersuchen. Sie haben hierbei eine wichtige beratende Funktion inne und weisen die Entwerferinnen und Entwerfer auf Themen des Brandschutzes, der Gr{\"u}ndung, der ungef{\"a}hren Spannweiten eines m{\"o}glichen Tragwerks, der Modularit{\"a}t und - wie in diesem Fall der Bergh{\"u}tte- auf die m{\"o}glichen Transportm{\"o}glichkeiten mit dem Hubschrauber hin. Zus{\"a}tzlich wurde in diesem Projekt noch die Ausbildung einer Trockentoilette und die Energiegewinnung bearbeitet. Durch den kontinuierlichen fachlichen Austausch innerhalb der interdisziplin{\"a}ren Gruppen und den ebenso w{\"o}chentlich stattfindenden ebenso interdisziplin{\"a}ren Korrekturen mit den Dozierenden lernen die Studierenden neben dem holzspezifischen Fachwissen die Sichtweisen der jeweils anderen Profession kennen und entwickeln auf diese Art ein Verst{\"a}ndnis f{\"u}r die jeweiligen Belange des anderen. Durch das gemeinsame Ziel - einen abgestimmten Entwurf (LPH 3) mit Leitdetails (LPH 5) zu entwerfen und zu konstruieren- werden die notwendigen Schnittstellen zwischen den Disziplinen im Holzbau erarbeitet. Nur so - gemeinsam - mit Wertsch{\"a}tzung der anderen Profession, k{\"o}nnen die Herausforderungen des Bausektors angegangen werden.}, language = {de} }