Eine qualitative Studie zur beruflichen Teilhabe im deutschen Arbeitskontext: Wahrnehmungen, Herausforderungen und Handlungsspielräume bei (potenzieller) Demenz am Arbeitsplatz
- Demenz wird überwiegend als altersassoziiertes Gesundheitsproblem betrachtet, kann jedoch auch bereits vor dem 65. Lebensjahr auftreten. Angesichts der allgemein prognostizierten Zunahme von Demenzerkrankungen und des steigenden gesetzlichen Renteneintrittsalters erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen mit beginnender Demenz noch aktiv am Erwerbsleben teilnehmen.
Während international bereits erste empirische Erkenntnisse zum Umgang mit demenziell erkrankten Mitarbeitenden vorliegen, besteht für den deutschen Arbeitskontext bislang eine Forschungslücke. Um diese Lücke zu adressieren, wurde im Rahmen der vorliegenden Untersuchung ein exploratives Stimmungsbild zur Wahrnehmung, Sensibilisierung und Handlungsbereitschaft im Umgang mit (potenziell) an Demenz erkrankten Mitarbeitenden erhoben. Hierzu wurden qualitative, halbstrukturierte Expert:inneninterviews mit Fachpersonen aus dem Betrieblichen Gesundheits- und Eingliederungsmanagement sowie aus der Demenzberatung durchgeführt und mithilfe der inhaltlich-strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz ausgewertet.
Zur Berücksichtigung der Perspektive von Menschen mit Demenz wurden darüber hinaus Interviews mit Betroffenen und ihren Angehörigen, die im Rahmen der Studie STELDA (Untersuchung zu Stigmatisierungserfahrungen von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen) erhoben wurden, im Zuge einer Sekundäranalyse erneut analysiert, um vertiefende Einblicke aus der Betroffenenperspektive in das Thema Demenz am Arbeitsplatz zu erhalten.
Die Untersuchung verdeutlicht, dass Demenz im betrieblichen Kontext bislang kaum thematisiert wird. Es zeigt sich ein deutlicher Sensibilisierungs- und Informationsbedarf sowie begrenzte strukturelle Voraussetzungen für die Weiterbeschäftigung betroffener Mitarbeitender. Gleichzeitig bestehen Potenziale innerhalb etablierter BGM- Strukturen und im Ausbau der Zusammenarbeit mit externen Beratungsstellen, die eine verbesserte Unterstützung ermöglichen könnten.
Auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse wurden praxisorientierte Handlungsempfehlungen formuliert, die darauf abzielen, die berufliche Teilhabe von Menschen mit Demenz im deutschen Arbeitskontext zu fördern.
Metadaten| Author: | Jacquelin Heesen |
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| Examiner: | Robert Renner, Sonja Teupen |
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| Document Type: | Master Thesis |
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| Language: | German |
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| Year of Completion: | 2025 |
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| Year of first Publication: | 2025 |
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| Publishing Institution: | Hochschule Rhein-Waal |
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| Degree-granting institution: | Hochschule Rhein-Waal |
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| Release Date: | 2025/12/12 |
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| Tag: | Berufliche Teilhabe; Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM); Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM); Demenz am Arbeitsplatz; Demenz-Stigma; Sensibilisierung; Young-Onset-Dementia (YOD) |
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| Number of Pages: | 293 |
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| Faculties and Institutes: | Fakultät Life Sciences |
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| Licence (German): | CC BY 4.0 International - Namensnennung |
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