Entwicklung von Handlungsansätzen einer adressatenorientierten Förderung der psychischen Gesundheit jugendlicher Schülerinnen und Schüler in Ganztagsschulen

  • Nicht nur die Covid-19-Pandemie wirkte auf die allgemeine Verschlechterung der psychischen Gesundheit von Jugendlichen in Deutschland. Das Erleben vielseitiger Entwicklungen in der Jugendzeit machen diese Lebensphase zu einer psychisch vulnerablen Zeit. Gleichzeitig haben Schulen einen großen Einfluss auf das Leben der Schülerinnen und Schüler und bilden für die psychische Gesundheitsförderung einen zentralen Wirkungsort. Besonders Ganztagsschulen zeichnen sich durch erweiterte Betreuungszeiten und Ressourcen aus. Wünsche und Interessen der Schülerinnen und Schüler werden sowohl in der Gesundheitsförderung als auch in der Ganztagsschule selten erhoben und einbezogen (vgl. BMFSFJ, 2017). Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, welche adressatenorientierten Handlungsansätze aus der aktuellen Forschungslage zur Förderung der psychischen Gesundheit im Setting Schule für jugendliche Schülerinnen und Schüler an Ganztagsschulen abgeleitet werden können. Ziel ist die Ableitung adressatenorientierter, auf Ganztagsschulen ausgerichteter Handlungsansätze. Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde mithilfe einer systematischen Literaturrecherche der aktuelle Forschungsstand der psychischen Gesundheitsförderung im Setting Schule erhoben. Auf Grundlage der analysierten Ergebnisse wurden adressatenorientierte Handlungsansätze diskutiert. Die Ergebnisse zeigen den Bedarf der Edukation von Lehrkräften in der Früherkennung psychischer Krankheiten, die zusammen mit ganztagsschulischen Unterstützungsnetzwerken das Potenzial tragen, Schülerinnen und Schüler frühzeitig zu unterstützen. Des Weiteren hebt sich unter Orientierung am Adressaten die Dringlichkeit einer geschlechtersensibleren psychischen Gesundheitsförderung ab. Des Weiteren werden fehlende entwicklungsorientierte und partizipative Formen der psychischen Gesundheitsförderung festgestellt. Ganztagsschulen, die sich als Teil der Lebenswelt ihrer Schülerinnen und Schüler verstehen, können schulische und psychische Faktoren stärken. Die erarbeiteten Handlungsansätze heben Diskrepanzen und Dringlichkeiten hervor und ergänzen die bestehende psychische Gesundheitsförderung um eine jugendorientierte Perspektive.

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Metadaten
Author:Anne Trauernicht
URN:urn:nbn:de:hbz:1383-opus4-21120
Examiner:Robert Renner, Heike Holtappel
Document Type:Bachelor Thesis
Language:German
Date of Publication (online):2024/12/20
Year of first Publication:2024
Publishing Institution:Hochschule Rhein-Waal
Degree-granting institution:Hochschule Rhein-Waal
Date of final exam:2024/10/23
Release Date:2025/01/08
Tag:Ganztagsschule; Jugendliche; Psychische Gesundheitsförderung; Setting Schule
Number of Pages:76
Faculties and Institutes:Fakultät Life Sciences
Dewey Decimal Classification:6 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 61 Medizin und Gesundheit
Licence (German): CC BY-NC 4.0 International - Namensnennung-Nicht kommerziell
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