Übertragbarkeit eines standardisierten Stufenprotokolls auf hämatoonkologisch erkrankte Patientinnen und Patienten vor Induktionstherapie

  • Körperliche Aktivität unterstützt den Erhalt der Lebensqualität und trägt dazu bei, dass die Nebenwirkungen der Krebserkrankung und der Krebstherapie besser vertragen werden. Mit einer symptomlimitierten körperlichen Leistungsdiagnostik lässt sich die aktuelle maximale Leistungsfähigkeit einer Patientin bzw. eines Patienten bestimmen, um darauf aufbauend eine sichere und effektive Bewegungstherapie konzipieren zu können. Für eine derartige Diagnostik existieren bereits Empfehlungen für Krebspatientinnen und –patienten im Allgemeinen. Die vorliegende Bachelorarbeit überprüft, ob ein standardisiertes Stufenprotokoll auf hämatoonkologisch erkrankte Patientinnen und Patienten übertragbar ist. Dabei wird untersucht, ob das Stufenprotokoll nach den Empfehlungen durchführbar ist und wie viel Prozent der Patientinnen und Patienten am Ende des Tests ausbelastet sind. Die Ausbelastung wird angelehnt an den Kriterien des American College of Sports Medicine (ACSM) beurteilt. Außerdem wird der Frage nachgegangen, ob die objektive mit der subjektiv wahrgenommenen körperlichen Belastbarkeit korreliert. Es wurden 20 Patientinnen und 20 Patienten der Uniklinik Köln mit einer akuten Leukämie oder einem Non-Hodgkin Lymphom rekrutiert. Vor Beginn der Induktionstherapie wurde mit ihnen eine symptomlimitierte Leistungsdiagnostik mittels eines Stufenprotokolls auf einem Fahrradergometer durchgeführt. Für die Einschätzung der subjektiven körperlichen Belastungsfähigkeit diente der Fragebogen „EORTC QLQ-C30 (Version 3.0)“. Das Ergebnis besagt, dass das standardisierte Stufenprotokoll auf hämatoonkologisch erkrankte Patientinnen und Patienten vor Induktionstherapie übertragbar ist. 27,5 % von ihnen waren jedoch nach den Kriterien des ACSM nicht ausbelastet. Eine signifikante Korrelation zwischen der subjektiven und objektiven körperlichen Belastungsfähigkeit ist nicht vorhanden (p=0,055), die objektiven Ergebnisse wurden größtenteils subjektiv überschätzt. Empfehlenswert ist hier eine Spiroergometrie mit selbigem Stufenprotokoll, um genauere Ergebnisse in Bezug auf die Ausbelastung erzielen zu können oder eine submaximale Fahrradergometrie. Überdies wird eine Leistungsdiagnostik vor Beginn der Induktionstherapie empfohlen, damit die Patientinnen und Patienten schon frühzeitig mit der Bewegungstherapie beginnen können.

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Metadaten
Author:Jana Honerkamp
URN:urn:nbn:de:hbz:1383-opus4-3692
Examiner:Robert Renner, Philipp Zimmer
Document Type:Bachelor Thesis
Language:German
Date of Publication (online):2019/05/23
Year of first Publication:2019
Publishing Institution:Hochschule Rhein-Waal
Degree-granting institution:Hochschule Rhein-Waal
Date of final exam:2019/02/08
Release Date:2020/01/13
Number of Pages:68
Faculties and Institutes:Fakultät Life Sciences
Licence (German): CC BY-NC-SA 4.0 International - Namensnennung-Nicht kommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen
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