Einfluss von Schichtarbeit auf die Gesundheit - Analyse des Gesundheitszustands von Pflegekräften in einem Krankenhaus mit präventiven Handlungsempfehlungen

  • Im Gesundheitswesen, im Handel und Gastgewerbe, sowie vielen weiteren Branchen,arbeiten zahlreiche Beschäftigte in einer 24-Stunden-Arbeits- und -Dienstleistungswelt (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (DGUV), 2012, S. 11). Am Beispiel der Gesundheitsversorgung wird deutlich, wie unumgänglich Schichtarbeit ist. Die Versorgung von Patienten in Krankenhäusern muss hierfür rund um die Uhr gegeben sein (Beermann, 2008, S. 2). Es weisen zahlreiche Studien auf gesundheitliche Beeinträchtigungen aufgrund von Schichtarbeit hin. Durch Schichtarbeit kann es zu einer physiologischen Desynchronisation kommen, das heißt, dass der Körper gegen seine „innere Uhr“ arbeiten muss. Somit ist die Arbeit kurzfristig mit einer erhöhten körperlichen und psychischen Beanspruchung verbunden und kann langfristig zu einem höheren Risiko für gravierende Erkrankungen führen. Infolgedessen kann es z.B. zu Schlafstörungen, gastrointestinalen Beschwerden, kardiovaskulären Störungen und zur Beeinflussung des Wohlbefindens kommen (Angerer, 2017, S. 404ff, Beermann, 2008, S. 4). Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Schichtarbeit auf die Gesundheit von Pflegekräften. Ziel ist es, zunächst eine Erkenntnis darüber zu gewinnen, wie sich Schichtarbeit auf die Gesundheit von Pflegekräften auswirkt und welche Faktoren die Gesundheit beeinflussen. Dazu wurden Pflegekräfte von Krankenhäusern des Katholischen-Karl-Leisner Klinikums zu ihrem aktuellen Gesundheitszustand befragt. Insgesamt nahmen daran 83 Pflegekräfte teil. Die Stichprobe wurde dabei in zwei Gruppen aufgeteilt, in die Gruppe der Tagarbeiter (n= 13) und die Gruppe der Nachtarbeiter (n= 70). Dabei zeigte sich, dass sich Nachtarbeiter signifikant stärker von kurzen Schichtwechseln und vom Umgang mit Kollegen belastet fühlen. Auch die gesundheitlichen Beeinträchtigungen „Erhöhte Tagesschläfrigkeit“, „Kopfschmerzen“, „Konzentrationsstörungen“, „Energielosigkeit“, „Erschöpfung“ und „Bauch-, Magenschmerzen“ sowie „Stimmungsschwankungen“ waren signifikant stärker bei den Nachtarbeitern ausgeprägt. Anhand der Ergebnisse wurden präventive Handlungsempfehlungen abgeleitet. Auf Grundlage der Ergebnisse, ist es empfehlenswert, den Mitarbeitern präventive Maßnahmen zu ermöglichen. Das Betriebliche Gesundheitsmanagement bietet dafür einen Ansatz und sollte die Thematik Schichtarbeit besonders berücksichtigen. Als Präventionsmaßnahmen werden verhaltenspräventive Maßnahmen, wie zum Beispiel ein erholsamer Schlaf, aber auch verhältnispräventive Maßnahmen, wie die Optimierung des Schichtplans, genannt.

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Metadaten
Author:Moritz Meger
URN:urn:nbn:de:hbz:1383-opus4-5996
Examiner:Robert Renner, Marco Nauroz
Document Type:Bachelor Thesis
Language:German
Date of Publication (online):2020/10/20
Year of first Publication:2020
Publishing Institution:Hochschule Rhein-Waal
Degree-granting institution:Hochschule Rhein-Waal
Date of final exam:0020/07/20
Release Date:2020/11/12
Tag:Schichtarbeit
Number of Pages:110
Faculties and Institutes:Fakultät Life Sciences
Licence (German):License LogoCC BY-NC 3.0 DE - Namensnennung-Nicht kommerziell
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