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This work provides experimental data for validating numerical analyses of airflow in the upper human respiratory tract while consolidating nearly physiological conditions. For this purpose, flow patterns in the nasopharynx of a patient-specific geometry are analyzed using the volumetric approach of tomographic Particle Image Velocimetry. Ultimately, material models for the rheological behavior of physiological mucus are developed to consider wall conditions.
In dieser Arbeit wurden experimentelle Daten zur Validierung numerischer Analysen der Strömungssituation in den oberen menschlichen Atemwegen unter nahezu physiologischen Bedingungen erhoben. Es wurden die Strömungsmuster im Nasopharynx einer patientenspezifischen Geometrie mittels tomographischer Particle Image Velocimetry analysiert. Die mathematischen Modelle der rheologischen Eigenschaften des respiratorischen Mukus bilden die Möglichkeit zur Darstellung physiologischer Randbedingungen.
Die vorliegende Arbeit beschreibt empirische, analytische und numerische Untersuchungen an zylindrischen Klebstoffverbindungen unter Biegebelastungen. Die Klebstoffverbindung zwischen dem isotropen und anisotropen Fügepartner ist als zylindrische Überlappverbindung ausgeführt. Der äußere Fügepartner besteht aus einer Aluminiumlegierung während der innere Fügepatrner aus glasfaserverstärktem Kunststoff im Filament-Winding-Verfahren hergestellt ist. Die Klebstoffschicht des hochtemperaturvernetzenden Epoxidklebstoffs hat eine Schichtdicke zwischen 0,1 mm und 0,2 mm. Die Biegebelastung wird, analog eines Kragträgers, durch eine Querkraftbelastung und eine feste Einspannung in der Verbindung hervorgerufen.
Ziel dieser Arbeit ist die Identifizierung und Qualifizierung von konstruktiven Einflussfaktoren, welche für die Dimensionierung maßgebliche Bedeutung besitzen. Die Grundlage bildet dabei ein analytisches Berechnungsverfahren welches die Schubspannungsverteilung in der Klebstoffschicht vereinfacht beschreibt.
Umfangreiche Materialcharakterisierungen des Klebstoffsystems sowie des glasfaserverstärkten Kunststofffügepartners stellen die Grundlage der analytischen und numerischen Berechnungsverfahren. Aufbauend auf einer globalen Betrachtung des Kraftübertragungsmechanismus werden detaillierte Untersuchungen der Fügepartnersteifigkeiten, des Anisotropiegrads sowie der Überlappungslänge durchgeführt. All diese Parameterstudien werden hinsichtlich ihrer Wirkprinzipien diskutiert und mit umfangreichen experimentellen Untersuchungen abgeglichen.
Es zeigte sich eine generell gute Übereinstimmung zwischen den Resultaten des analytischen Modells, den Finite-Elemente-Simulationen und den experimentellen Befunden. Im Rahmen einer Verformungsanalyse zeigte sich der Effekt einer lokalen Sekundärbiegung der Verbindung, welcher durch die exzentrische Anordnung der Fügeteile hervorgerufen wird.
In Bezug auf die Längsverzerrungen der Fügepartner und die resultierenden Schubspannungen in der Klebstoffschicht wurde eine klare Analogie zu ebenen und axial belasteten Überlappverbindungen erkannt. Fundamentale Zusammenhänge, wie die konvergierende Abhängigkeit zwischen der maximalen Schubspannungsspitze und der Überlappungslänge oder der Beziehung zwischen den Fügeteilsteifigkeiten und der Schubspannungsverteilung, sind entsprechend der Untersuchungen auch für zylindrische Überlappverbindungen gültig. Bei Biegebelastung sind jedoch die Flächenträgheitsmomente und nicht die Querschnittsflächen der Fügepartner für den Schubspannungsverlauf in der Klebstoffschicht prägend.
Darüber hinaus wurde gezeigt, dass der Radius der zylindrischen Verbindung bei axialer Belastung in einer indirekt proportionalen Beziehung zum mittleren Schubspannungsniveau steht. Bei Biegebelastung ist diese Beziehung jedoch indirekt quadratisch, wodurch der Durchmesser der zylindrischen Verbindung in diesem Kontext einen deutlich höheren Einfluss aufweist. In Bezug auf den anisotropen Fügepartner wurde dessen Längssteifigkeit als prägend für die Schubspannungsverteilung identifiziert.
This thesis addresses the development of a miniaturized chemiresistive gas sensor based on carbon nanomaterials for the detection of nitrogen dioxide in air.
Chapter 1 reviews the state of the art approaches towards chemiresistive gas sensing in air. The following section describes sensing mechanisms of metal oxide based gas sensors as well as in chemiresistive gas sensors. Furthermore, sensors for different gases as NO2, CO2 and other toxic gases are examined.
Materials used in chemiresistive gas detection in air, their sensitivity, target gases, detection limits as well as response/ recovery times and their operating temperatures are listed and compared. Approaches towards multigas sensing are shown and the importance of data evaluation using data processing and algorithms with focus on principal component analysis is explained. Key points in gas sensor development are sensitivity, elimination of cross sensitivity via selectivity, low-temperature operation and small size.
Chapter 2 explains two different preparation methods for reduced graphene oxide as a sensing layer and compares them for the applicability in gas sensing.
The materials are characterized by Raman spectroscopy for defect density, scanning electron microscope for flake size and electrical characterization in a gas measurement setup. The materials differ in their defect density, flake size, resistance and sensitivity towards NO2. The material with less defects and higher flake size exhibits a lower resistance and also a lower sensitivity towards NO2 compared with the material with more defects and overall smaller flake size distribution that has a higher resistance. Therefore implying that the material choice is of utmost importance in the process of gas sensor development.
Chapter 3 explains the basics of electrical impedance spectroscopy (EIS) and its advantages in gas sensing compared to DC resistance measurements as low-power method as no heating is required to achieve sensitivity and selectivity. To show the applicability an electrical read-out board capable of EIS measurement in the range from 100 Hz up to 62.5 kHz was designed and built. The validation of the board is done with a equivalent Randles test circuit that is commonly used to model electrochemical sensors. The results show that EIS is a fitting measurement method to use in gas sensing as the increased amount of data received from it can be used for further in-depth data evaluation such as principal component analysis which was shown to be a valuable tool in Chapter 1.
Chapter 4 shows the combination of material choice suited to the detection of NO2 as well as application of EIS to further enhance the measurement data
including the separate detection of relative humidity from NO2, therefore increasing the selectivity of the sensor device to the target analyte in presence of another analyte. Two different material preparation methods are used to fabricate mechanically exfoliated graphene (meG) with high hydrophobicity and reduced graphene oxide (rGO) with lower hydrophobicity. Both materials are applied to the sensor device surface and examined via Raman spectroscopy as well as electrical characterization using EIS and DC resistance measurements in a gas chamber with varying content of NO2 on ppb-level, relative humidity and a mixture of both analytes. The resulting data from EIS is then evaluated using PCA and a distinction between the analytes using pattern analysis. This demonstrates the possibility to build a miniaturized, low-operating-temperature, carbon nanomaterial based chemiresistive gas sensor in combation with proper data processing techniques for the detection of nitrogen dioxide in air.
Diese Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines miniaturisierten chemiresistiven Gassensors
Gassensors auf der Basis von Kohlenstoff-Nanomaterialien zum Nachweis von Stickstoffdioxid in der Luft.
Kapitel 1 gibt einen Überblick über den Stand der Technik bei chemiresistiven Gassensoren Gassensorik in Luft. Der folgende Abschnitt beschreibt die Erfassungsmechanismen von Gassensoren auf Metalloxidbasis sowie in chemiresistiven Gassensoren. Außerdem werden Sensoren für verschiedene Gase wie NO2, CO2 und andere toxische Gase untersucht.
Die bei der chemiresistiven Gasdetektion in Luft verwendeten Materialien, ihre Empfindlichkeit, Zielgase, Gase, Nachweisgrenzen sowie Ansprech- und Erholungszeiten und ihre Betriebstemperaturen werden aufgeführt und verglichen. Es werden Ansätze zur Multigassensorik aufgezeigt und die Bedeutung der Datenauswertung mittels Datenverarbeitung und Algorithmen mit Schwerpunkt auf der Hauptkomponentenanalyse erläutert. Die wichtigsten Punkte bei der Entwicklung von Gassensoren sind Empfindlichkeit, Eliminierung von Querempfindlichkeit durch Selektivität, Betrieb bei niedrigen Temperaturen und geringe Größe.
Kapitel 2 erläutert zwei verschiedene Präparationsmethoden für reduziertes Graphen Oxid als Sensorschicht und vergleicht sie hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit in der Gassensorik.
Die Materialien werden durch Raman-Spektroskopie für die Defektdichte charakterisiert, Rasterelektronenmikroskop für die Flockengröße und die elektrische Charakterisierung in einem Gasmessaufbau. Die Materialien unterscheiden sich in ihrer Defektdichte, Flockengröße, Widerstand und Empfindlichkeit gegenüber NO2. Das Material mit weniger Defekten und höherer Flockengröße weist einen geringeren Widerstand und auch eine geringere Empfindlichkeit gegenüber NO2 auf als das Material mit mehr Defekten und insgesamt kleinerer Flockengrößenverteilung, das einen höheren Widerstand aufweist. Daraus ergibt sich, dass die Wahl des Materials bei der Entwicklung von Gassensoren von größter Bedeutung ist.
In Kapitel 3 werden die Grundlagen der elektrischen Impedanzspektroskopie (EIS) und ihre Vorteile bei der Gassensorik im Vergleich zu Gleichstrom-Widerstandsmessungen erläutert, da keine Erwärmung erforderlich ist, um Empfindlichkeit und Selektivität zu erreichen. Um die Anwendbarkeit zu zeigen, wurde eine elektrische Ausleseplatine entworfen und gebaut, die EIS-Messungen im Bereich von 100 Hz bis 62,5 kHz ermöglicht. Die Validierung der Platine erfolgte mit einer äquivalenten Randles-Testschaltung, die üblicherweise zur Modellierung elektrochemischer Sensoren verwendet wird. Die Ergebnisse zeigen, dass EIS ein geeignetes Messverfahren für die Gassensorik ist, da die größere Menge an Daten für eine weitergehende Datenauswertung verwendet werden kann, z. B. für die Hauptkomponentenanalyse, die sich in Kapitel 1 als wertvolles Werkzeug erwiesen hat.
Kapitel 4 zeigt die Kombination aus Materialauswahl, die für den Nachweis von NO2 sowie die Anwendung von EIS zur weiteren Verbesserung der Messdaten einschließlich der getrennten Erfassung der relativen Luftfeuchtigkeit von NO2, wodurch.
Dadurch wird die Selektivität des Sensors für den Zielanalyten in Gegenwart eines anderen Analyten erhöht. Zur Herstellung von mechanisch geschichtetem Graphen (meG) mit hoher Hydrophobie und von reduziertem Graphenoxid (rGO) mit geringerer Hydrophobie werden zwei verschiedene Materialvorbereitungsmethoden verwendet. Beide Materialien werden auf die Sensoroberfläche aufgebracht und mittels Raman-Spektroskopie sowie elektrischer Charakterisierung durch EIS- und DC-Widerstandsmessungen in einer Gaskammer mit variierendem NO2-Gehalt im ppb-Bereich, relativer Luftfeuchtigkeit und einem Gemisch aus beiden Analyten untersucht. Die aus der EIS resultierenden Daten werden dann mittels PCA ausgewertet und eine Unterscheidung zwischen den Analyten mittels Musteranalyse vorgenommen. Dies zeigt die Möglichkeit, einen miniaturisierten, auf Kohlenstoffnanomaterialien basierenden chemiresistiven Gassensor mit niedriger Betriebstemperatur in Kombination mit geeigneten Datenverarbeitungstechniken für den Nachweis von Stickstoffdioxid in der Luft zu bauen.
Diese Mixed-Methods-Studie unertsucht den Einfluss von Exoskeletten auf die physische Belastung und Akzeptanz von Pflegekräften. Ziel der Studie war es, die Wirkung eines passiven, rückenunterstützenden Exoskeletts auf Muskelaktivität, Körperhaltung und subjektivem Anstrengungsempfinden während eines simulierten Transfers von Patient*innen zu evaluieren. Dazu wurde eine quantitative Analyse mit 33 Pflegekräften durchgeführt, die ein Exoskelett in drei unterschiedlichen Unterstützungsformen trugen. Die Muskelaktivität zeigte keine signifikanten Unterschiede, gleichzeitig zeigten sich signifikante Ergebnisse in der Reduktion des subjektiven Belastungsempfinden beim Tragen des Exoskeletts und der geringeren Hüftbeugung beim Tragen des Exoskeletts. Eine qualitative Studie ergänzte die Untersuchung, indem die Akzeptanzfaktoren und Implementierungshürden identifiziert wurden. Besonders der Tragekomfort und die Kompatibilität des Exoskeletts mit den spezifischen Pflegeaufgaben sind entscheidend. Weitere Forschung nötig ist, um die langfristigen Effekte auf die muskuloskelettale Gesundheit und die optimale Implementierung dieser Technologie in Pflegeeinrichtungen besser zu verstehen.
This mixed-methods study investigated the influence of exoskeletons on the physical strain and acceptance of nurses. The aim of the study was to evaluate the effect of a passive, back-supporting exoskeleton on muscle activity, posture and subjective perception of exertion during a simulated transfer of patients. For this purpose, a quantitative analysis was conducted with 33 nurses wearing an exoskeleton in three different forms of support. There were no significant differences in muscle activity, but there were significant results in the reduction of the subjective feeling of strain when wearing the exoskeleton and less hip flexion when wearing the exoskeleton. A qualitative study supplemented the investigation by identifying the acceptance factors and implementation hurdles. In particular, wearing comfort and the compatibility of the exoskeleton with specific care tasks are crucial. Further research is needed to better understand the long-term effects on musculoskeletal health and the optimal implementation of this technology in care facilities.
Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)
Autonomous Driving (AD) has advanced significantly in recent years, yet widespread deployment remains limited. One of the most enduring challenges in Autonomous Vehicle (AV) development is planning a safe, comfortable, and efficient motion in complex, real-world environments. This thesis addresses motion planning across three distinct domains: urban shuttles, passenger vehicles, and truck-trailer systems. It contributes practical insights and novel approaches toward scalable autonomous mobility. The first part of this work presents an integrated motion planning framework for the Continental Urban Mobility Experience (CUbE) driverless shuttle. Extensive real-world testing over several years highlights the system’s robustness and underscores the importance of long-term validation in urban settings. Key innovations include a multi-layered planning stack and a data-driven motion forecasting approach that enhances interaction with human traffic participants. The second part investigates the behavior of human drivers in understructured traffic environments. Those are areas that fall between well-defined road systems and fully unstructured spaces. A novel analysis framework is introduced for mining patterns from naturalistic trajectory datasets, enabling AVs to better blend into human traffic and navigate ambiguous scenarios with improved predictability and safety. The final part of the thesis explores Deep Reinforcement Learning (DRL) for planning and controlling complex truck-trailer maneuvers. A DRL-based approach is developed and evaluated in simulated environments, demonstrating the method’s potential to handle the nonlinear dynamics of articulated vehicles. These contributions advance the field of motion planning by combining theoretical insights, system-level integration, and empirical evaluation. They offer pathways for improving AV behavior across diverse platforms and use cases, ultimately supporting the broader adoption of AD technologies.
Die vorliegende Dissertation erörtert das Potenzial der photoakustischen Spektroskopie (PAS) für die Detektion von Methan und Ethan in der Umgebungsluft. Der theoretische Teil widmet sich zunächst ausführlich den Grundlagen der Absorptionsspektroskopie und insbesondere der PAS. Zusätzlich werden für diese Arbeit relevante Messmethoden wie die Absorptionsspektroskopie nach Lambert-Beer, Cavity ring-down Spektroskopie (CRDS) und Wellenlängen-modulierte Spektroskopie (WMS) vorgestellt und ihre jeweiligen Vor- und Nachteile erörtert. Im Theoriekapitel wird zusätzlich die photoakustische Signalgenerierung, einschließlich der Signalverstärkung durch akustische Resonanzverstärkung, detailliert hergeleitet. Besonderes Augenmerk liegt auf der Diskussion des Einflusses der nicht-strahlenden Relaxation auf das photoakustische Signal, wobei die zwei dominanten Formen der stoßbasierten Energieübergänge, Schwingungs-Translation (VT) Relaxation und Schwingungs-Schwingungs (VV) Relaxation, intensiv betrachtet und diskutiert werden. Eine Literaturzusammenfassung rundet den theoretischen Teil ab, wobei der Fokus auf dem Einfluss der Relaxation auf das photoakustische Signal für verschiedene Analyten liegt.
Neben der Charakterisierung der Laserquellen hinsichtlich der Emissionswellenzahl wird ein in die photoakustische Messzelle integriertes System (Acoustic Resonance Monitoring System - ARMS) präsentiert, welches eine schnelle Quantifizierung akustischer Parameter, wie Resonanzfrequenz und Q-Faktor ermöglicht.
Im Ergebnisteil wird der photoakustische Methansensor auf Quereinflüsse gegenüber Sauerstoff, Luftfeuchte, Kohlenstoffdioxid sowie Messzellentemperatur und -druck hin evaluiert. Dabei wurden akustische und relaxationsbedingte Effekte als dominierende Einflussgrößen identifiziert. Die Abhängigkeit der photoakustischen Amplitude und Phase von der Effizienz der nicht-strahlenden Relaxation lässt sich mithilfe des entwickelten Algorithmus CoNRad berechnen und kompensieren, wodurch die Zuverlässigkeit der Sensoren gesteigert wird. Das Konzept des digitalen Zwillings kombiniert theoretische Berechnungen, ARMS-Messungen und die emittierte optische Laserleistung, um ein vollst¨andig theoretisch zu erwartendes photoakustisches Signal zu berechnen und gemessene Rohwerte für sämtliche Quereinflüsse zu kompensieren. Dieser Ansatz wurde in einer mehrtägigen Messreihe mit einem Referenzgerät zum atmosphärischen Methanmonitoring evaluiert. Die Ergebnisse verdeutlichen das Potenzial der PAS zur Spurengasdetektion in der Umgebungsluft, unterstreichen aber auch die Notwendigkeit des digitalen Zwillings zur Quereinflusskompensation.
Messungen mit einem quartz-enhanced PAS Sensor zeigten ebenfalls relaxationsbedingte Signalveränderungen, die mithilfe der etablierten statistischen Methode der Partial Least Squares Regression (PLSR) und dem digitalen Zwilling kompensiert wurden. Mit beiden Ansätzen konnten vergleichbar gute Ergebnisse erzielt werden und den mittleren relativen Fehler der vorhergesagten Analytkonzentration auf den einstelligen Prozentbereich verringert werden.
Darüber hinaus wurde eine Methode entwickelt, um spektrale Quereinflüsse in der Wellenlängen-modulierten PAS zu berechnen. Der Einfluss von spektralen Überlappungen auf das Messsignal wurde zusätzlich für Amplitudenmodulation untersucht.
Zusammenfassend befasst sich diese Dissertation vorrangig mit der detaillierte Analyse von relaxationsbedingten, akustischen und spektralen Einflüssen auf das photoakustische Signal. Hierbei werden verschiedene innovative Ansätze zur Quantifizierung und Kompensation dieser Einflüsse präsentiert, mit dem übergeordneten Ziel, die Genauigkeit und Zuverlässigkeit photoakustischer Sensoren in langfristigen Feldanwendungen signifikant zu erhöhen. Die Erkenntnisse dieser Arbeit unterstreichen nicht nur das Potenzial der photoakustischen Spektroskopie zur präzisen Detektion von Spurengasen in der Umgebungsluft, sondern betonen auch die Notwendigkeit von Kompensationsmechanismen. Insgesamt trägt diese Arbeit entscheidend dazu bei, dass photoakustische Sensoren in kontinuierlichen Feldanwendungen eingesetzt werden können.
This dissertation discusses the potential of photoacoustic spectroscopy (PAS) for the detection of methane and ethane in ambient air. The theoretical section is dedicated to the fundamentals of absorption spectroscopy and PAS in particular. Additionally, spectroscopic measurement methods relevant to this work such as Beer-Lambert absorption spectroscopy, cavity ring-down spectroscopy (CRDS) and wavelength modulated spectroscopy (WMS) are presented and their respective advantages and disadvantages are discussed. The theory chapter also provides a detailed derivation of photoacoustic signal generation, including signal amplification by acoustic resonance amplification. Particular attention is given to the discussion of the influence of non-radiative relaxation on the photoacoustic signal, whereby the two dominant forms of collision-based energy transfer, vibrational-translation (VT) relaxation and vibrational-vibrational (VV) relaxation, are reviewed and discussed. A literature review completes the theoretical part, focusing on the influence of relaxation on the photoacoustic signal for different analytes.
Besides the characterization of the laser sources with respect to the emission wavenumber, an integrated system (Acoustic Resonance Monitoring System - ARMS) is presented, which allows fast quantification of acoustic parameters such as resonance frequency and Q-factor.
The photoacoustic methane sensor is evaluated in the results chapter regarding cross-sensitivities towards oxygen, humidity, carbon dioxide as well as photoacoustic cell temperature and pressure. Acoustic and relaxation-related effects were identified as the dominant parameters. The dependence of the photoacoustic amplitude and phase on the efficiency of the non-radiative relaxation can be calculated and compensated for using the developed algorithm CoNRad, which increases the reliability of the sensor. The concept of the digital twin combines theoretical calculations, ARMS measurements and the emitted optical laser power to calculate a fully theoretically expected photoacoustic signal and to compensate measured raw data for all cross influences. This approach was evaluated in a series of measurements over several days with a reference device for atmospheric methane monitoring. The results illustrate the potential of PAS for trace gas detection in the ambient air, but also emphasize the necessity of the digital twin for signal compensation.
Measurements with a quartz-enhanced PAS sensor also revealed relaxation-related signal distortions, which were compensated using an established statistical method of partial least squares regression (PLSR) and the digital twin. Both approaches achieved equally good results and reduced the mean relative error of the predicted analyte concentration to the single-digit percentage range.
Furthermore, a method for calculating spectral influences in terms of wavelength-modulated PAS was developed. Spectral influences on the measurement signal were also investigated for amplitude modulation.
In summary, this thesis is primarily dedicated to an in-depth analysis of relaxation-related, acoustic and spectral influences on the photoacoustic signal. Various novel approaches to quantify and compensate for these influences are presented, with the objective of significantly increasing the accuracy and reliability of photoacoustic sensors in long-term field applications. The findings of this work not only demonstrate the capability of photoacoustic spectroscopy for the precise detection of trace gases in ambient air, but also emphasize the need for compensation techniques. Overall, this work provides a valuable contribution towards the application of photoacoustic sensors in continuous and long-term field applications.
Validierung generischer Lebensqualitätsinstrumente bei alten und sehr alten Menschen mit Hüftfraktur
(2023)
Hintergrund und Ziele
Für die Messung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (HRQOL) bei Patientinnen und Patienten nach proximaler Femurfraktur (kolloquial Hüftfraktur) sind verschiedene Instrumente im Einsatz, für die es allerdings teilweise nur wenig, widersprüchliche oder keine Evidenz zu deren psychometrischen Messeigenschaften und praktischen Eigenschaften gibt. In dieser Studie untersuchten wir unter Anwendung der COSMIN Empfehlungen a) die Inhaltsvalidität und Machbarkeit von vier generischen Instrumenten zur Messung der HRQOL (SF-12, EQ-5D-5L deskriptives System, Nottingham Health Profile/NHP, WHOQOL-BREF) bei älteren Menschen (≥ 60 Jahre) nach einer Hüftfraktur und b) die Validität, Reliabilität und Änderungssensitivität der zwei am häufigsten in dieser Zielgruppe verwendeten Instrumente (SF-12, EQ-5D) zur Messung der generischen HRQOL.
Methoden
Für die qualitative Studie (a) rekrutierten wir 32 Patientinnen und Patienten ohne relevante kognitive Beeinträchtigung im Alter von über 60 Jahren während ihres stationären Aufenthaltes nach einer Hüftfraktur (weiblich= 25; Durchschnittsalter= 81 Jahre). Die Patientinnen und Patienten wurden gebeten, bis zu vier HRQOL-Fragebögen auszufüllen. Während die Patientinnen und Patienten die Fragebögen ausfüllten, wurde die think-aloud Technik angewandt, um Probleme bei der Beantwortung zu erkennen. Im Anschluss an die Beantwortung der Fragebögen, wurden die Teilnehmenden mit Hilfe eines semi-strukturierten Interviewleitfadens befragt. Die abgefragten Themen beinhalteten Aspekte der Inhaltsvalidität (Verständlichkeit, Relevanz und Vollständigkeit) und Machbarkeit. Die Interviews wurden aufgezeichnet, verbatim transkribiert und inhaltsanalytisch ausgewertet.
Für die quantitative Studie (b) wurden Daten aus einer bevölkerungsbezogenen prospektiven Beobachtungsstudie namens ProFem ausgewertet, die zwischen Januar 2018 und September 2019 konsekutiv Versicherte mit einer proximalen Femurfraktur (PFF) eingeschlossen hat. Für die psychometrische Analyse wurden Primärdaten von Studienteilnehmenden verwendet, die zu den Zeitpunkten T0 (3 Monate nach Krankenhausentlassung) und T1 (6 Monate nach Krankenhausentlassung) eigenständig teilnahmen. Die Gütekriterien zur Zustandsmessung wurden folgendermaßen evaluiert: Machbarkeit und Interpretierbarkeit wurden anhand von fehlenden Werten sowie Decken- und Bodeneffekten beurteilt; strukturelle Validität anhand einer konfirmatorischen Faktorenanalyse (CFA); Konstruktvalidität anhand des known-groups Ansatzes; Diskriminanz- und Konvergenzvalidität anhand von Spearmans Rho (ρ) Korrelationen mit Referenzmaßen; Reliabilität unter Verwendung der internen Konsistenz anhand Cronbachs Alpha (α) (nur für den SF-12). Die Änderungssensitvität als Gütekriterium der Veränderungsmessung wurde mittels eines Konstrukt- und Kriteriums-basierten Ansatzes ermittelt.
Ergebnisse
Die Ergebnisse der qualitativen Studie (a) zeigten, dass die Teilnehmenden kurze Fragebögen mit einem klaren Layout favorisierten. Nur neun Teilnehmende waren in der Lage, die Fragebögen selbst auszufüllen und nur sechs füllten alle vier Fragebögen aus. Bezüglich der Inhaltsvalidität gab es die größten Probleme bei der Verständlichkeit der Items. Items, die zu vage formuliert waren (häufig beim NHP) und Items ohne Beispiel (beim WHOQOL-BREF) waren schwierig zu verstehen. Ein aus Sicht der Teilnehmenden irrelevantes Beispiel (SF-12 und EQ-5D-5L deskriptives System) oder nicht ausreichende dichotome Antwortkategorien (NHP) begründeten eine fehlende Relevanz desjenigen Items. Das deskriptive System des EQ-5D-5L wurde teilweise als zu oberflächlich und damit nicht als vollständig empfunden. Insgesamt umfassten die Instrumente keine der folgenden von den Teilnehmenden als wichtig für deren HRQOL erachtete Themen: Medikamenteneinnahme, Sehschwierigkeiten und Ernährung.
Die Studienteilnehmerinnen und –teilnehmer der quantitativen Studie (b) waren zur Baseline (n= 306) im Durchschnitt 79.1 Jahre alt (69% weiblich). Die anhand der Baseline untersuchten Gütekriterien der Zustandsmessung ergaben folgende Ergebnisse: Beide Instrumente bewiesen eine hohe Machbarkeit und zeigten weder Decken- noch Bodeneffekte. Die CFA zur Beurteilung der strukturellen Validität ergab nur beim EQ-5D-5L einen akzeptablen Modellfit. Bei der Überprüfung der known-groups Validität konnten nur die Unterschiede anhand des subjektiven sozialen Status anhand beider Instrumente signifikant unterschieden werden, was auf eine nur akzeptable known-groups Validität beider Instrumente schließen lies. Anhand der ermittelten ρ-Korrelationen ergab sich eine gute Konvergenz- und Diskriminanzvalidität für den EQ-5D-5L und eine akzeptable für den SF-12. Bezüglich der Reliabilität kann für beide Komponenten des SF-12 eine konsistente Skale angenommen werden. Die Ergebnisse sprachen bei beiden verwendeten Ansätzen und für beide Instrumente für eine geringe Änderungssensitivität.
Schlussfolgerung
Insgesamt können der EQ-5D-5L und der SF-12 zur Messung der generischen HRQOL bei älteren Hüftfrakturpatient:innen empfohlen werden. Im direkten Vergleich mit dem WHOQOL-BREF und NHP schnitten die beiden Fragebögen bei der Bewertung von Machbarkeit und Inhaltsvalidität am besten ab. Die beiden Instrumente zeigten allerdings Schwächen bei der Überprüfung der weiteren psychometrischen Messeigenschaften, die aber trotzdem als akzeptabel eingestuft wurden. Weitere Studien sollten bedenken, dass sich die Messung der HRQOL anhand eines Fragebogens zum Selbstausfüllen als herausfordernd darstellte, selbst wenn keine oder nur eine leichte kognitive Beeinträchtigung bei den Teilnehmenden vorhanden war. Die Ergebnisse dieser Arbeit können gemeinsam mit der vorliegenden Evidenz aus der Literatur den Konsensusprozess informieren, ein geeignetes Instrument für die Messung der generischen HRQOL bei älteren Hüftfrakturpatient:innen festzulegen. Zukünftige Validierungsstudien sollten die Test-Retest-Reliabilität des SF-12 und EQ-5D erforschen sowie die Schätzung von MID- und MIC-Werten (kleinster bedeutsamer Unterschied bzw. kleinste bedeutsame Veränderung) beinhalten.
Die Untersuchung des muskuloskeletalen Apparates ist eine große Herausforderung, da hierzu möglichst genaue Kenntnisse von Muskel- und Gelenkkräften benötigt
werden. Daher wurden in den letzten Jahren numerische Modelle entwickelt, um einen genaueren Einblick in das muskuloskeletale System zu erhalten. Insbesondere
um eine Aussage über Langzeiteffekte machen zu können, muss die Ermüdung von Muskeln berücksichtigt werden.
Ziel dieser Arbeit war die Entwicklung eines neuartigen Ermüdungsalgorithmus basierend auf EMG Messungen. Dies beinhaltete die Untersuchung des Verlaufs der Ermüdung einzelner Muskeln, sowie deren Einflusses auf Rekrutierungsmuster.
Des Weiteren wurde dieser Algorithmus in ein modernes muskuloskeletales Berechnungssystem implementiert.
Im Zuge dieser Arbeit wurden zwei experimentelle Studien durchgeführt, um den Verlauf von Muskelermüdung einzelner Muskeln in Korrelation mit deren relativen Belastung zu ermitteln, sowie das Verhalten von uskelrekrutierungsmustern der Thoraxmuskulatur während ermüdender Übungen zu untersuchen. Basierend auf den Ergebnissen der ersten Studie wurde ein Ermüdungsalgorithmus entwickelt und in das AnyBody Modeling SystemTM (AMS) implementiert. Beide experimentellen Studien wurden mit dem modifizierten AMS simuliert um den Algorithmus zu validieren und das Verhalten des Rekrutierungssolvers zu untersuchen.
Die Ergebnisse der simulierten Muskelermüdung korrelierten gut mit den Daten aus der experimentellen Studie. Außerdem ergab sich eine Reduktion der maximalen Muskelkraft der belasteten Muskulatur um 10-15% durch die Ermüdung.
Die Analyse der Rekrutierungsmuster ergab eine zus¨atzliche Aktivierung entweder der oberen Rückenmuskulatur oder der Bauchmuskulatur bei den meisten Probanden.
Die numerischen Simulationen der Übungen im modifizierten AMS ergab eine Verschiebung der Muskelaktivität hin zu der oberen Rückenmuskulatur.
Musculoskeletal modelling of the shoulder complex and its application for EMG assessed pathologies
(2020)
Die Kernaspekte der vorliegenden Dissertation fokussieren sich auf die muskuloskeletalle Modellierung und Simulation von Pathologien des menschlichen Schulterkomplexes. Die Arbeit adressiert innerhalb dieses Kontextes drei spezifische Forschungsfragen. Auf der Simulationsebene wurde die Muskelrekrutierung des Schulterkomplexes und die Kraftentwicklung innerhalb des Glenohumeralgelenks bei der Abduktion des Humerus untersucht. In-vivo Messungen basierend auf instrumentalisierten Endoprothesen des Humeruskopfes zeigen einen kontinuierlichen Anstieg der resultierenden Reaktionskraft im Glenohumeralgelenk bis zu 150° Abduktion. Eine hohe Aktivierung der involvierten Muskulatur bei der Abduktion über 90° wird ebenfalls durch elektromyographische Messungen bestätigt. Muskuloskelettale Modelle der Schulter, welche auf einem inversdynamischen Ansatz beruhen, berechnen jedoch zumeist sinkende Muskelaktivitäten und damit verbunden erniedrigte Gelenkreaktionskräfte. Um dieser Diskrepanz nachzugehen, wurden mehrere kinematische, kinetische und Muskelmodell Parameter auf ihre Auswirkung bezüglich Muskelaktivität und Gelenkreaktionskraft evaluiert und mit experimentellen elektromyographischen Messungen und der Literatur verglichen. Ferner wurde der Muskelfaserverlauf der anterioren, lateralen und posterioren Deltoiden mittels virtueller Torus-Objekte innerhalb des verwendeten Schultermodelles für die Abduktion optimiert. Die erste der beiden klinischen Fragestellungen der dargelegten Arbeit bezieht sich auf eine Transposition der langen Bizepssehne. Mehrere verschiedene tenodese Techniken oder eine Tenotomie finden hierbei im klinischen Alltag Anwendung. Eine Untersuchung bezüglich biomechanischer Aspekte der unterschiedlichen Techniken ermöglicht hierbei Einblicke, welche am ehesten dem Normalzustand im Bezug auf Gelenkskraftentwicklung entspricht. Zwei tenodese Techniken und die Tenotomy wurden hierbei während der Ellbogenflexion, Pronation und einer kombinierten Bewegung simuliert, wobei die Reaktionskräfte undMomente im Schulter und Ellenbogengelenk mit einem intakten Modell verglichen wurden. Die zweite klinische Anwendung betrifft eine Ruptur des m. supraspinatus. Die Kinematik und Muskelaktivität gesunder und pathologischer Probanden wurden hierbei experimentell bei 6 verschiedenen Bewegungen gemessen. Die Probanden wurden in Simulationsmodellen mit und ohne Riss des m. supraspinatus nachgebildet. Hierbei sollte ermittelt werden, ob ein generisches Modell Muskelrekrutierungsänderungen aufgrund eine Ruptur adäquat abbilden kann. Auf Simulationsebene konnte die Arbeit die mechanischen Eigenschaften des Hill Muskelmodelles als mögliche physiologische Ursache und Erklärung für die steigenden Reaktionskräfte im Glenohumeralgelenk bei Abduktion >90° identifizieren. Im Bezug auf die biomechanischen Auswirkungen verschiedener tenodese Techniken der langen Bizepssehne scheint eine Verankerung an der Bicipitalrille aus mechanischer Sicht am ehesten die Kräfte des gesunden Modelles zu erzeugen. Dies liegt an der Präservation der generellen Richtung des Hebelarmes des langen Bizeps. Der Vergleich zwischen modellierten Aktivitäten mit und ohne Ruptur des m. supraspinatus konnte keine Übereinstimmung der simulierten und experimentellen Unterschiede bei symptomatischen Patienten zeigen. Dies wird auf eine eventuelle Veränderung der Kinematik der Scapula zurückgeführt, welche nicht im verwendeten Modell Berücksichtigt wird. Die Erkenntnisse könnten jedoch für asymptomatische Rupturen gültig sein. Hierbei ist die Aussage, das die Änderung in der Muskelrekrutierung nur geringfügig ist, jedoch die Kumulative Erhöhung signifikante Auswirkung auf die Gelenkreaktionskraft hat.
This work provides insight into the potential of camera-based surface plasmon resonance sensors when utilising the spatial sensor by modulating the sensor response through lateral modification of surface parameters or input illumination. These modifications have to be coupled with adequate signal processing. Modelling the sensor response using Fresnel formulae allows for accurate representation of the sensor surface state, increasing confidence in measured values. Alternatively, data-based modelling approaches can be utilised which eliminate the need for approximation of a physical model to observed data but are limited by the data they are trained on.
It has been explored how, especially, deep learning models that are specialised in image processing (CNNs) can be utilised for qualitative or quantitative assessment of analytes with the help of a receptor array on an SPR surface. Notably, this approach demonstrates strong generalization capabilities, performing effectively on unseen sensors used for the same task. Preliminary experiments indicate that performance enhancements are feasible when data from different points in time during binding or debinding are used during processing.
In conclusion, deep learning-assisted spatial SPR sensors hold immense potential for diverse applications, including online quality control, anomaly detection, and biofouling quantification. However, realizing this potential hinges on carefully designed experiments that yield high-quality data. Furthermore, incorporating orthogonal data sources is crucial for more precise determination of the surface state during calibration. Suitable surface-sensitive techniques include Raman spectroscopy, ellipsometry, and impedance spectroscopy. Coupling these methods can improve knowledge on the observed state during training. This information together with the presented methods can simplify sensor development and improve performance.
Diese Arbeit gibt einen Einblick in das Potenzial kamerabasierter Oberflächenplasmonenresonanzsensoren, wenn der räumliche Sensor durch die Modulation von Sensorreaktionen durch laterale Modifikation der Oberflächenparameter oder der Eingangsbeleuchtung genutzt wird. Diese Modifikationen erzeugen eine komplexe Sensorantwort und müssen daher mit einer geeigneten Signalverarbeitung gekoppelt werden. Die Modellierung der Sensorantwort mit Hilfe von Fresnel-Formeln ermöglicht eine genaue Bestimmung des Sensoroberflächenzustands und erhöht so die Konfidenz in gemessene Werte. Alternativ können datenbasierte Modellierungsansätze angewandt werden, die eine Annäherung eines physikalischen Modells an aufgenommene Daten ersetzen können, aber durch die Daten, auf denen sie trainiert werden, begrenzt sind.
Es wurde untersucht, wie insbesondere tiefe neuronale Netze, die auf die Bildverarbeitung spezialisiert sind (CNNs), für die qualitative oder quantitative Bewertung von Analyten mit Hilfe eines Rezeptor-Arrays auf einer SPR-Oberfläche eingesetzt werden können. Insbesondere zeigt dieser Ansatz starke Generalisierungsfähigkeiten, die auch bei unbekannten (unkalibrierten) Sensoren, die für dieselbe Aufgabe verwendet werden, wirksam sind. Vorläufige Experimente deuten darauf hin, dass Genauigkeitssteigerungen möglich sind, wenn bei der Verarbeitung Daten von verschiedenen Zeitpunkten während der Bindung verwendet werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass räumliche SPR-Sensoren mit Hilfe von tiefen neuronalen Netzen immenses Potenzial für verschiedene Anwendungen haben, darunter Online-Qualitätskontrolle, Erkennung von Anomalien und Quantifizierung von Biofouling. Die Realisierung dieses Potenzials hängt jedoch von sorgfältig geplanten Experimenten ab, die qualitativ hochwertige Daten liefern. Darüber hinaus ist die Einbeziehung orthogonaler Datenquellen entscheidend für eine genauere Bestimmung des Oberflächenzustands während der Kalibrierung. Zu geeigneten oberflächensensitiven Techniken gehören Raman-Spektroskopie, Ellipsometrie und Impedanzspektroskopie. Die Kopplung dieser Methoden kann das Wissen über den beobachteten Zustand während des Trainings verbessern. Diese Informationen können zusammen mit den vorgestellten Methoden die Sensorentwicklung vereinfachen und die Leistung des Sensors in der Anwedung verbessern.