Labor Physiotherapie (LPh)
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Die veränderten Anforderungen und Bedarfe in der Gesundheitsversorgung und deren Zunahme an Komplexität erfordern eine Weiterentwicklung der interprofessionellen Kooperation und der Qualifikationen der Gesundheitsberufe. Ansonsten droht ein zunehmender Qualitätsverlust in der Versorgung. Daher hat sich auch eine anhaltende Diskussion um die Akademisierung der Therapieberufe Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie entwickelt. Nach mehr als 15 Jahren Modellphase und einer positiven Evaluation zeichnet sich ab, dass in den nächsten Jahren tatsächlich eine grundlegende Reform der Berufsgesetze umgesetzt werden könnte. Internationale Erfahrungen und Studien verweisen darauf, dass die Einführung des Direktzugangs in vielen Ländern ein zentraler Reformbaustein war, der die Versorgungsqualität, die Versorgungseffizienz und die Versorgungssicherheit verbessert hat. In der Regel ist dem Direktzugang international eine Akademisierung der Therapieberufe vorausgegangen. Auch in Deutschland wird eine Akademisierung als Voraussetzung für einen Direktzugang diskutiert. Mit einem entsprechenden Reformansatz und Ausbau der Studienplätze in diesem Bereich könnte ein großer Schritt in Richtung Verbesserung der Heilmittelversorgung gegangen werden.
Diese Schmerzgeschichte wurde von Labor Physiotherapie der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Regensburg entwickelt.
Ziel der Überarbeitung war die Erstellung eines praxistauglichen, anschaulichen und flexibel einsetzbaren edukativen Materials zur Unterstützung der Schmerzedukation.
Um eine flexible Nutzung zu ermöglichen, werden erst alle Bild-, dann alle Textelemente zur Verfügung gestellt. Dies erlaubt Anwender*innen, das Material entsprechend ihrer individuellen Anforderungen in Therapie, Beratung oder Lehre eigenständig zusammenzustellen und einzusetzen.
Dieses Material wird unter der Lizenz:
Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International (CC BY-NC-SA)
veröffentlicht.
Das Urheberrecht (Copyright) verbleibt vollständig bei den Autor*innen.
© 2026, Labor Physiotherapie OTH-Regensburg
Die Bereitstellung des Materials erfolgt ohne Gewähr für Vollständigkeit oder spezifische klinische Anwendbarkeit. Die Verantwortung für den fachgerechten Einsatz liegt bei den jeweiligen Anwender*innen.
Diese Schmerzgeschichte im Fußball-Setting wurde ursprünglich von einer Studierendengruppe der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Regensburg im Rahmen der Lehre entwickelt und anschließend durch die Autor*innen für den Einsatz im praktischen therapeutischen und edukativen Setting inhaltlich und formal überarbeitet.
Ziel der Überarbeitung war die Entwicklung eines praxistauglichen, anschaulichen und flexibel einsetzbaren edukativen Materials zur Unterstützung der Pain Neuroscience Education (PNE).
Die vorliegende Version basiert konzeptionell auf folgender Publikation und stellt eine angepasste Weiterentwicklung für die praktische Anwendung dar:
https://doi.org/10.1055/s-0045-1811330 Titel anhand dieser DOI in Citavi-Projekt übernehmen
Um eine flexible Nutzung zu ermöglichen, werden erst alle Bild-, dann alle Textelemente zur Verfügung gestellt. Dies erlaubt Anwender*innen, das Material entsprechend ihrer individuellen Anforderungen in Therapie, Beratung oder Lehre eigenständig zusammenzustellen und einzusetzen.
Dieses Material wird unter der Lizenz:
Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike (CC BY-NC-SA)
veröffentlicht.
Das Urheberrecht (Copyright) verbleibt vollständig bei den Autor*innen.
© 2026, Labor Physiotherapie OTH-Regensburg
Die Bereitstellung des Materials erfolgt ohne Gewähr für Vollständigkeit oder spezifische klinische Anwendbarkeit. Die Verantwortung für den fachgerechten Einsatz liegt bei den jeweiligen Anwender*innen.
Background: The knee is one of the most common areas to suffer injuries or be affected by surgery. Physiotherapy rehabilitation was shown to support recovery, but evidence guiding optimal rehabilitation practices is limited. To recommend appropriate exercises, it is essential to understand the musculoskeletal requirements involved in both physiotherapy and activities of daily living (ADLs).ObjectiveThis study aimed to evaluate and compare the knee joint kinematics, joint forces and muscle activity in knee flexors and extensors during selected rehabilitation exercises and ADLs.MethodsKinematic and kinetic data from 30 healthy participants were collected during 20 different tasks. Full-body musculoskeletal simulations were performed to estimate peak knee joint angles, angular velocities, joint reaction forces, and muscle activity of the knee flexors and extensors.ResultsComparatively high requirements were observed for lunges, squats, stair walking and gait. Medium requirements were observed for sitting down and rising from a chair. Low requirements were observed for balance shifts and variations of the single leg stand.ConclusionOverall, ADLs like gait and stair walking show surprisingly high requirements compared to many exercises employed in physiotherapy. These findings are a step towards biomechanically informed exercise selection and the development of personalized rehabilitation programs.
Die dargestellten Ergebnisse weisen darauf hin, dass das in der Studie verwendete passive rückenunterstützende Exoskelett die (wahrgenommene) körperliche Belastung beim dynamischen Transfer eines 45 kg schweren Dummys potenziell reduzieren kann und sich der maximale Hüftgelenksflexionswinkel mit Exo verkleinert. Dieses Ergebnis deckt sich mit bereits publizierten Studienergebnissen von Arbeitsaufgaben im Bereich des Hebens und Tragens von Gegenständen aus der Logistik
Einleitung
Deutschland ist das einzige Land in der EU, in dem eine Berufserlaubnis in der Physiotherapie durch eine Ausbildung erlangt werden kann [1]. In den meisten Ländern ist mindestens eine akademische Ausbildung auf Bachelorniveau erforderlich. Im Rahmen des Interreg Projekts „Neuro“ (BYCZ01-038) untersuchte diese Studie, ob es Unterschiede in der Länder- und Laufbahnspezifischen Ausbildung und der dort erworbenen wissenschaftliche Kompetenz (CSR) oder neurologische Fachkompetenz (CNG) gibt. Hierbei wurde zwischen deutschen Auszubildenden (GER-T), Deutschen im (ausbildungsintegrierenden-) Studium (GER-S) und tschechischen Studierenden (CZ) unterschieden.
Material und Methodik
Mithilfe eines online-Fragebogens wurde auf Basis der Selbsteinschätzung die CSR und CNG abgefragt. Hierbei wurde der “Physiotherapy Self-Efficacy Score (PSE)” [2]. die “Functional Neurological Disorders Scale (FND)” [3] und die “Munich Research Competence Scale” [4] modifiziert und nach einer Übersetzung durch Muttersprachler*innen einem Pretest unterzogen. Die Items des Fragebogens wurden mit einer 6-Punkte Likert Skala abgefragt und den Konstrukten CSR oder CNG zugeordnet. Für die statistische Auswertung wurde eine Kategorisierung der Teilnehmer*innen gemäß der erreichten Gesamtpunktzahl im jeweiligen Konstrukt in fünf (CSR), oder sechs Leistungsklassen (CNG) durchgeführt. Die statistische Auswertung erfolgte bei ordinal skalierten Daten mithilfe des Mann-Whitney-U-Tests.
Ergebnisse
170 gültige Fragebogen wurden eingereicht, wovon 86 Fragebogen den Einschlusskriterien entsprachen und statistisch untersucht wurden. In Bezug auf die CSR und CNG konnte im Gruppenvergleich zwischen CZ (Md=3) und GER-T (Md=3) kein signifikanter Unterschied festgestellt werden. (pCSR=.466; pCNG=.982). Im Vergleich von GER-T und GER-S ergaben sich signifikante Unterschiede. Mit einem Median von 5 in beiden Kategorien schätzten sich GER-S im Median um 2 Punkte besser in CSR und CNG ein als GER-T. (pCSR=<.001; rCSR=0,629; pCNG=.013; rCNG=.422)
Zusammenfassung
Es ergeben sich Hinweise darauf, dass GER-S den GER-T in der wissenschaftlichen Kompetenz sowie der neurologischen Fachkompetenz den GER-T gegenüber besser einschätzen. Dies lässt sich zwischen CZ und GER-T nicht beobachten. Der Übertrag auf die Grundgesamtheit ist aufgrund des kleinen Stichprobenumfangs, sowie der fehlenden statistischen Fragebogenvalidierung nur eingeschränkt möglich
Zeitgemäße Therapie ist effektiv, effizient, personenzentriert und teilhabeorientiert. Ergotherapie, Logopädie/Sprachtherapie und Physiotherapie (im Folgenden kurz: ELP) sind gesellschaftlich relevant und essenzieller Bestandteil einer nachhaltigen Gesundheitsversorgung. Die Therapiewissenschaften forschen in diesen und für diese Tätigkeitsfelder, indem sie Möglichkeiten der Gesundheitsförderung, der Prävention und Behandlung von Krankheiten sowie der entsprechenden Beratung und Begleitung von Menschen evaluieren, verbessern und erweitern. Wer, wenn nicht die qualifizierten Therapeut*innen selbst, stellt Forschungsfragen und verfolgt Forschungsinteressen, durch die belastbares Wissen zu diesen Therapien entsteht? Dieses Positionspapier der Fachkommission Forschung im HVG e.V. wurde entwickelt als Referenz zur Forschungslandschaft der ELP. Es ist als Argumentationshilfe sowohl innerhalb der genannten Berufsgruppen als auch nach außen gedacht, um die Voraussetzungen für die Therapiewissenschaften und die therapeutische Forschung zu verbessern.
Um mögliche Forschungsperspektiven in Bezug auf die UN-Nachhaltigkeitsziele 3 (Gesundheit und Wohlergehen) und 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz) aufzeigen zu können, stellten sich die Autor*innen dieses Beitrags die Frage, wie Physiotherapie langfristig Nachhaltigkeit fördern kann und was es dafür in der Versorgung braucht. Wie Physiotherapeut*innen ihre Therapie nachhaltig gestalten können wurde mit Teilnehmenden des Workshops Planetare Gesundheit auf dem 6. Forschungssymposium der Deutschen Gesellschaft für Physiotherapiewissenschaft (DGPTW) in Freiburg diskutiert. Dabei stellte sich heraus, dass sich die Physiotherapeut*innen neben dem Wie? vor allem die Frage nach dem Warum (wir)? stellten und angaben unsicher mit dem Thema Klimawandel in der Behandlung zu sein. Daraus wurden zwei Schwerpunktthemen abgeleitet, welche in diesem Beitrag ausgearbeitet werden. 1) Emotionalität im professionellen Handeln: Wie Professionalität die richtigen Emotionen zur Bewältigung der heutigen Krisen fördern kann und 2) Komplexe Entscheidungsprozesse fördern – ‚sustainable decision-making‘ am Beispiel der Teletherapie. Aus den Ausarbeitungen kann geschlossen werden, dass Physiotherapie in ihrer Komplexität zunehmen wird, wenn sie nachhaltig sein soll, weil sie vielfältige Probleme berücksichtigen muss. Dafür braucht es qualifizierte Physiotherapeut*innen, die befähigt und bemächtigt sind, die komplexen Anforderungen zu bewältigen.
Die Deklaration der Heilmittel im Heilmittelkatalog ist zu grob, um nur näherungsweise die Leitlinien korrekt abzubilden. Damit liegt es in der Verantwortung der Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten, leitliniengerechte therapeutische Maßnahmen durchzuführen. Hinsichtlich der Wahl der Intervention zeigte die zugrundeliegende Analyse, dass unabhängig davon, ob eine Verordnung leitliniengerecht ist oder nicht, die Behandlung sowohl leitliniengerecht als auch nicht leitliniengerecht stattfinden kann.