Fakultät Bauingenieurwesen
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The mechanical characterization of earth-based materials is essential for their use in load-bearing construction. However, standardized procedures for com-pressive strength testing are still lacking, especially for materials such as poured earth (PE), rammed earth (RE), and compressed earth (CE). This study examines key testing parameters of compressive strength testing, focusing on material-inde-pendent aspects: specimen geometry, conditioning, and loading regime. Based on existing standards and experimental findings, cylindrical specimens with an aspect ratio of h/d = 2.0 are recommended. The conditioning process is analyzed with em-phasis on climate, drying procedure, and duration. A conditioning climate of 20 °C and 65 % rh is suggested. Furthermore, a correction method for deviations from equilibrium moisture content is proposed. A research gap is identified regarding the influence of loading regime on compressive strength. Pending further research, the loading rate should be adjusted so that fracture occurs within 30-90 seconds. The findings support the development of harmonized procedures and contribute to future standardization efforts.
Rammed earth is considered a particularly sustainable building material due to its regional availability and low energy requirements during production and dismantling. Empirical evidence on how its properties evolve with re-peated recycling remains limited. Our experimental research of unstabilized rammed earth simulates three repeated recycling cycles to assess changes in mechanical strength, dimensional stability, and microstructure. The results show that the material’s properties do not deteriorate with repeated recycling, underscoring the robustness of rammed earth and its suitability for circular construction processes. These findings close an important knowledge gap by demonstrating the resilience of rammed earth under realistic environmental conditions and emphasizing its potential to advance circular economy princi-ples in the construction sector.
Die Digitalisierung, Automatisierung und Optimierung von Prozessen dringen immer weiter in alle Bereiche des wirtschaftlichen Lebens vor. Schlagwörter wie Lean-Management und Building Information Modeling, kurz BIM, sind hier zu nennen. Ziel dieser Arbeit ist es, einen konkreten Anwendungsfall eines automatisierten und digital gestützten Bauprozesses, den Einsatz von Robotik in der Bohrtechnik für Innenaus-baugewerke, näher zu beleuchten. Hierzu wird erarbeitet, wie die Prozesskette, die für eine solche Anwendung nötig ist, auszusehen hat. Zusätzlich wird diese mit dem konventionellen Ablauf verglichen. Auch wird betrachtet, ob der Einsatz von Robotik mit den momentanen technischen Möglichkeiten und unter Betrachtung von wirtschaftlichen und sicherheitstechnischen Gesichtspunkten überhaupt praktikabel und sinnvoll ist. Außerdem sollen eventuelle Alternativen und Zwischenlösungen zum dargestellten Prozess aufgezeigt werden.
Nach der Erläuterung der technologischen Grundlagen der BIM-Methodik und den
Methoden der Prozessoptimierung werden anhand mehrerer Prozessmatrizen die einzelnen Arbeitsschritte, die für diesen Anwendungsfall notwendig sind, aufgezeigt. Die umfangreichsten Punkte sind hierbei der Soll-Ist-Vergleich des gebauten Zustands mit dem BIM-Modell mit vorausgehender Bestandsaufnahme und das tatsächliche Setzen der Bohrungen durch Zuhilfenahme von Robotik. Es kann gezeigt wer-den, dass die technischen Möglichkeiten bereits zum Zeitpunkt des Verfassens dieser Arbeit weit genug fortgeschritten sind, um den gewünschten Vorgang weitestgehen-den zu realisieren, auch wenn in einigen Punkten noch Entwicklungsbedarf besteht. Anhand des Vergleichs zum konventionellen Ablauf kann festgestellt werden, dass mit Einsatz der vorgestellten digitalen Methoden eine Verbesserung hinsichtlich aller genannten Kriterien zu erwarten ist. Beim Thema Sicherheit sind jedoch - mit Blick auf die angestrebte vollautonome Lösung - einige kritische Punkte vorhanden, die noch zu lösen sind. Insgesamt kann die vorgestellte Technik bzw. Arbeitsmethode als durchaus praktikabel eingestuft werden. Die vorgestellten und angesprochenen Zwischenlösungen und Alternativen zeigen auf, wie vielfältig die mit der fortschreitenden Digitalisierung einhergehenden Möglichkeiten im Hinblick auf weitere Optimierung im Bauablauf einer auf BIM basierenden Baustelle sind.
European craftsmanship suffers from shrinking apprenticeships and skill shortages while project demands continue to grow. High tech, hands on workflows can both modernize existing practices and renew interest among potential future workers. We present and evaluate an endto-end framework that couples Parametric Modeling, Artificial Intelligence (AI) in the form of Computer Vision (CV), and Mixed Reality (MR) to support real time assistive quality control in stone paving, serving as a representative, under-digitized craft domain. The work also demonstrates how the core CV pipeline can be embedded in a course format for students or craftspeople to cultivate practical AI skills, highlighting the demand for high-tech integration in craftsmanship and related education.
Zeitweise fließfähige selbstverdichtende Verfüllbaustoffe (ZFSV) bestehen aus Bodenmaterial, Bindemitteln (z. B. Zement), Wasser und Zusatzstoffen, z. B. Bentonit. Sie zeichnen sich durch Fließfähigkeit im frischen Zustand und Verfestigung nach dem Einbau aus, ohne mechanische Verdichtung zu benötigen. ZFSV sind Boden-Bindemittelgemische wie Bodenbehandlungen mit Bindemitteln, Baugrundverbesserungen im Nassmischverfahren, Betone und Mörtel, weshalb die Einordnung und Abgrenzung der Materialeigenschaften vorgenommen werden. Die Beschreibung des erhärteten Materials erfolgt mit Methoden der Bodenmechanik. Besondere Beachtung erfordern die rheologischen Eigenschaften im fließfähigen Zustand und die zeitabhängigen Veränderungen der Materialeigenschaften. ZFSV werden mit unterschiedlichen Rezepturen im Rohr- und Leitungsbau sowie für die Bettung von Fernwärme- und Stromleitungen und als Baugrundverbesserung für Flächengründungen und Stützbauwerke eingesetzt.
Stampflehm stellt eine nachhaltige Alternative zu konventionellen Baustoffen dar. Um die Bemessung und Ansätze zur FE-Modellierung zu verbessern, sind geotechnische Betrachtungen des Baustoffs notwendig. Stampflehm besteht aus natürlich vorkommenden Böden, daher wird sein Verhalten maßgeblich durch bodenmechanische Prozesse beschrieben. Mithilfe von ersten Triaxialversuchen wird das mechanische Verhalten unter unterschiedlichen Spannungszuständen verdeutlicht.
Boden-Bindemittel-Gemische (BBG) sind ein Stoff, der durch das Mischen von Boden mit Bindemittel entsteht. Unter diesem Begriff können eine Vielzahl an genormten Baustoffen zusammengefasst werden. Eine Sonderform der BBG stellt zum Beispiel auch der Beton dar. Für BBG existieren zahlreiche Untersuchungen zum statischen Verhalten, wobei diese nicht bei einheitlichen Prüfbedingungen durchgeführt wurden.
Sowohl das zyklische Verhalten von Böden als auch Betone wurden schon zahlreich untersucht. Der Beitrag befasst sich mit dem zyklischen Verhalten von BBG. Dabei wurden sowohl zyklische Versuche mit Versagen der BBG durchgeführt als auch zyklische Versuche ohne Versagen. Für Versuche, die zum Versagen des BBG führen, scheint sich ein Verhalten ähnlich des Betons einzustellen. Werden BBG zyklisch mit einem niedrigen Spannungsniveau weit unter der einaxialen Druckfestigkeit belastet, kommt es zu einer Steigerung der Festigkeit. Dieser Effekt scheint dabei vom Beginn der zyklischen Belastung und der Anzahl der Lastzyklen abzuhängen.
Der Vortrag stellt Zwischenergebnisse eines laufenden Promotionsvorhabens zur praxisnahen Integration von Künstlicher Intelligenz in digitale Prozessketten des Bauwesens vor. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie KI- und Machine-Learning-Verfahren in bestehende Planungs-, Analyse- und Ausführungsprozesse eingebunden werden können, auch wenn Daten nur begrenzt verfügbar, uneinheitlich strukturiert oder nicht unmittelbar maschinenlesbar vorliegen.
Ein Schwerpunkt liegt auf adaptiven Workflows, die parametrische Modellierung, BIM-basierte Informationen, synthetische Trainingsdaten und KI-gestützte Analyseverfahren miteinander verbinden. Dadurch sollen Datenlücken reduziert und KI-Anwendungen auch in bislang wenig digitalisierten Bereichen des Bauwesens und Handwerks nutzbar gemacht werden. Ergänzend wird betrachtet, wie Large Language Models, KI-Agenten und menschliches Feedback dazu beitragen können, den Zugang zu digitalen Werkzeugen zu erleichtern und KI-gestützte Prozesse fortlaufend zu verbessern.
Als Anwendungsbeispiel wird ein prototypischer Workflow aus dem Bereich des Natursteinpflasterns vorgestellt. Dieser kombiniert parametrische Modellierung, Computer Vision und Mixed Reality, um eine assistive Qualitätskontrolle in Echtzeit zu ermöglichen. Der Anwendungsfall zeigt exemplarisch, wie KI-basierte Methoden handwerkliche Arbeitsprozesse unterstützen, Qualitätssicherung erleichtern und zugleich neue Ansätze für Ausbildung, Wissenstransfer und digitale Kompetenzentwicklung eröffnen können.
Der Vortrag ordnet diese Erkenntnisse in das übergeordnete Promotionsvorhaben ein und zeigt, wie adaptive, datengetriebene und anwenderorientierte KI-Systeme dazu beitragen können, die Lücke zwischen aktuellen KI-Technologien und etablierten Arbeitspraktiken in der Baubranche schrittweise zu verringern.
Diese Arbeit präsentiert ein Konzept zur automatisierten Generierung und Bewertung von Entwurfsvarianten für Linienbaustellen. Basierend auf definierten Rahmenbedingungen und Zielvorgaben werden mittels eines Algorithmus konsistente Simulationsparameter abgeleitet und in ein parametrisches Simulationsmodell überführt. Die Simulation bildet den Bauablauf einer Erdbau-Linienbaustelle ab und ermittelt zentrale Kennwerte wie Bauzeit, Standzeiten, transportierte Materialvolumina und Fahrstrecken. Durch systematische Variation der Einflussgrößen, insbesondere der Fahrzeugflotte, entstehen umfangreiche Datensätze, die sowohl für das Training einer Künstlichen Intelligenz (KI) als auch für die iterative Optimierung verschiedener Bauvarianten eingesetzt werden. Die Ergebnisse zeigen, dass die entwickelte Simulation eine wirksame Optimierung der Transportlogistik ermöglicht. Dabei wird deutlich, dass verschiedene Parameterkonfigurationen zu ähnlichen Ergebnissen führen können und die Gewichtung der Optimierungsziele entscheidend ist. Die Validierung mittels evolutionärem Algorithmus bestätigt die Funktionsfähigkeit des Systems und zeigt, dass eine ausschließlich bauzeitbasierte Bewertung eindimensional ist. Die simulierten Varianten sollen hinsichtlich technischer, wirtschaftlicher und ökologischer Kriterien bewertet werden. Die konkrete Umsetzung erfolgt in Tecnomatix Plant Simulation und bildet die Grundlage für ein automatisiertes Generative-Design-System zur Optimierung von Linienbaustellen.