Refine
Document Type
- Article (5)
- Part of a Book (1)
Has Fulltext
- no (6)
Is part of the Bibliography
- no (6)
Keywords
- Biografieforschung (4)
- Senioren (3)
- App (1)
- Biographiearbeit (1)
- Biographieforschung (1)
- Design Thinking (1)
- Digitalisierung (1)
- Forschung (1)
- Geriatrie (1)
- Logopädie (1)
Institute
Begutachtungsstatus
- peer-reviewed (1)
"Mach mal ’ne App"
(2021)
Die Entwicklung qualitativ hochwertiger Apps zur Gesundheitsversorgung erfordert einen aufwendigen Entwicklungsprozess, an den sich eine Evaluation der App-gestützten Maßnahme anschließen sollte, um Aussagen zur Wirksamkeit treffen und somit den App-Einsatz begründen zu können. In diesem Beitrag wird die nutzerzentrierte Entwicklung der App BaSeTaLK vorgestellt, mit der eine Tablet-gestützte Stimulation biographisch orientierter Gespräche bei älteren Menschen zur Verbesserung des psychischen Wohlbefindens ermöglicht werden soll. Nach erfolgreicher Evaluation könnten LogopädInnen als MultiplikatorInnen den Einsatz der App vermitteln.
Laut den zentralen Befunden des Deutschen Alterssurveys (DEAS) aus den Jahren 1996 bis 2001 nimmt die Lebenszufriedenheit im höheren Alter ab (BMFSFJ 2019). Zudem steigt das Risiko sozialer İsolation und Einsamkeit besonders bei hochaltrigen Menschen an. Diese Entwicklung wirkt sich auf die Arbeit mit Menschen
im Alter aus und soll in diesem Beitrag anhand der Personengruppe moderierende Personen, etwa ehrenamtlich Tätige, thematisiert werden. Die hier vorgestellte qualitative Studie beschäftigt sich mit den Anforderungen an moderierende Personen bei Gruppengesprächen mit Senior*innen und ist Teil von BaSeTaLK
- ein Projekt, das sich mit Biografiearbeit in Senioreneinrichtungen mit Tablet-Unterstützung zur Verbesserung von Lebensqualität und Kommunikation (FKZ 13FH515SA7/B7) beschäftigt. Die ldee des Projekts ist, dass eine App zur Stimulation biografischer Gruppengespräche eingesetzt wird.
Older adults in long-term care homes are at high risk of experiencing
reduced quality of life (QoL) and depression. Technology-assisted biography work can have a positive impact on QoL and mood, but there is little research on its use with this target group. The purpose of this paper is to examine the effect of tablet-based biography work conducted by volunteers on the QoL of residents and volunteers. A pretest-posttest control group design with an intervention period of 3 months and a 3-month follow-up was used. Results show a significant increase in participation for volunteers and residents after
the intervention, which is stable for residents until follow-up. Volunteers also show significant improvement in mental QoL immediately after the intervention. There were no significant effects for life satisfaction, self-esteem, or depression. No significant changes were found for the control group. Digitally conducted tablet-based biography work appears to have effects on QoL-associated outcomes.
Mit dem demografischen Wandel wird der Anteil der institutionalisierten Menschen im hohen Alter in den kommenden Jahrzehnten stark zunehmen. Sie sind oftmals betroffen von altersbedingten Einschränkungen in der Kommunikation, dem Erleben von Einsamkeit, Einbußen in der Lebensqualität und tragen ein erhöhtes Risiko, an einer Demenz zu erkranken. Mit Blick auf die mögliche Entwicklung logopädisch relevanter Beeinträchtigungen erscheint es sinnvoll, entsprechende Präventionsmaßnahmen zu erarbeiten. Die Rekrutierung und Einbindung der Zielgruppe gestaltet sich durch ihre institutionelle Einbettung und besonderen Bedarfe komplex. Barrieren und potenzielle Förderfaktoren für die Forschung mit Bewohner*innen von Senioreneinrichtungen werden anhand der aktuellen Literatur und der Erfahrungen aus dem Forschungsprojekt BaSeTaLK vorgestellt. Es werden erste Ideen generiert, wie sich die genannten Herausforderungen durch die Einbindung von Logopäd*innen an der Schnittstelle von Forschung und Praxis überwinden lassen und welche besondere Rolle auch Studierende der Logopädie in der geriatrischen Forschung einnehmen können. Außerdem wird der Mehrwert für die klinisch-praktische Versorgung diskutiert.
Ältere Menschen in Senioreneinrichtungen zeigen häufig ein eingeschränktes psychologisches Wohlbefinden. Biographisch-narrative Interventionen können Anpassungsprozesse unterstützen und Lebensqualität verbessern. Sowohl Einzel- als auch Gruppensitzungen können zu signifikanten Verbesserungen der Lebensqualität bei institutionalisierten Menschen im Alter führen, wobei besonders Gruppensitzungen zur Förderung der sozialen Integration empfohlen werden. Dabei bieten digitale Medien die Möglichkeit, eigenständig eine an kognitive und sensomotorische Fähigkeiten angepasste Biographiearbeit durchzuführen. Digitale Medien und das Einbinden von Ehrenamtlichen können den Personalaufwand in Senioreneinrichtungen bei der Umsetzung von Biographiearbeit verringern und Pflegefachkräfte entlasten. Es fehlen jedoch systematische Studien zu digital gestützter Biographiearbeit mit Bewohner*innen in Senioreneinrichtungen. In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojekt Biographiearbeit in Senioreneinrichtungen mit Tablet-Unterstützung zur Verbesserung von Lebensqualität und Kommunikation (BaSeTaLK) wurde daher untersucht, ob mit einer Tablet-gestützten Biographiearbeit die Lebensqualität von Bewohner*innen in Senioreneinrichtungen, im Sinne erhöhter sozialer und kommunikativer Teilhabe sowie Depressionsprävention, gesteigert werden kann. Das Projekt, das von der OTH Regensburg und der Katholischen Hochschule Mainz gemeinsam durchgeführt wird, setzt damit am Ziel 3 Gesundheit und Wohlergehen der UN-Nachhaltigkeitsziele an. Unter Einbezug der Zielgruppe wurde eine App entwickelt, mit deren Unterstützung ältere Ehrenamtliche mit Bewohner*innen in Senioreneinrichtungen biographisch-orientierte Gespräche führen können. Die Maßnahme wurde im Einzel- und Gruppensetting erfolgreich erprobt. Durch das Erzählen über sich selbst im Austausch mit anderen werden Erinnerungs- und Identitätsprozesse aktiviert, und ein positives Selbstbild wird gefördert, was sich nachweislich auf die Lebensqualität auswirkt.