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Umfang und Geschwindigkeit der Diffusion altersgerechter Assistenzsysteme sowohl in die Pflegeeinrichtungen als auch in die privaten Haushalte hinein sind weitgehend unbekannt. Auskünfte über tatsächlich eingesetzte Systeme, realisierte Umsätze und Marktvolumen sind nicht zu finden. Daher ist das erste Ziel des Projekts DAAS-KIN, mithilfe einer Diffusionsstudie bei Anbietern stationärer und ambulanter Pflegedienstleistungen verlässlichere Informationen zu gewinnen.
Obwohl es sehr viele Vermutungen hinsichtlich der Hindernisse bei der Einführung altersge-rechter Assistenzsysteme gibt, sind auch hier verlässliche Aussagen rar. Das zweite Ziel des Projekts ist daher, durch eine Umfrage bei Anbietern stationärer und ambulanter Pflegedienstleistungen Einführungshindernisse systematisch zu eruieren.
Eine forschungsleitende Hypothese ist dabei, dass diese Hindernisse grundsätzlicher Natur sind und im Bereich professioneller Grundannahmen, Selbstbilder und auch Eigeninteressen liegen und moralische Bedenken möglicherweise bisher falsch eingeschätzt wurden. Durch leitfadengestützte Interviews sollen auch hier systematisch Erkenntnisse gewonnen werden, um auf diese Weise das etablierte Verfahren MEESTAR weiterzuentwickeln und so zu einer besser gelingenden ELSA-Begleitforschung bei F&E-Vorhaben im Umfeld altersgerechter Assistenzsysteme (und darüber hinaus) beizutragen.
Alle Akteure in der Hochschullandschaft auf die Herausforderungen und Chancen der KI vorzubereiten und zu begleiten ist ein wesentlicher Beitrag für zukünftiges Lehren, Lernen und Forschen. Die Autoren der Hochschule Magdeburg-Stendal zeigen in diesem Artikel auf, wie KI- Kompetenzen in ingenieurswissenschaftlichen Studiengängen durch den Einsatz eines Lerntagebuches entwickelt und gefördert werden können. Durch das Modul „Einführung in die KI – Grundlagen und Anwendungsfelder“ ist ein spezielles Kursdesign geschaffen worden, welches als wertvolles Lehr-Lernangebot der Studentinnen und Studenten evaluiert wurde.
Wie Untersuchungen zeigen, beeinträchtigen nicht medizinisch indizierte Verlegungen die Lebens- und Versorgungsqualität Sterbender stark. Das Projekt Avenue-Pal hat das Ziel, Leitlinien zu entwickeln, die diese unnötigen Verlegungen reduzieren sollen. Die hier vorgestellte Begleitstudie untersucht aus ethischer Sicht die im Sterbe- und Verlegungsprozess stattfinden Abläufe sowie deren potenziellen Gestaltungsmöglichkeiten. Mittels einer Literaturrecherche, der Teilnahme an einem Fokusgruppengespräch und einer modifizierten MEESTAR-Befragung werden die Bedingungen für eine optimale Betreuung
Sterbender sowie für ein würdevolles Sterben identifiziert und die aktuellen Abläufe im Rahmen des Verlegungsmanagements vor und während der Implementierung der Leitlinien unter Berücksichtigung der ethischen Dimensionen Selbstverständnis, Selbstbestimmung, Fürsorge, Gerechtigkeit, Privatheit und Teilhabe analysiert. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass Verlegungen v.a. aus Unsicherheiten, mangelndem palliativmedizinischem Wissen oder Personalmangel resultieren und dass die Etablierung der Leitlinien und eines palliativen Konsildienstes besonders die fachliche Kompetenz des Personal stärkt und dadurch unnötige Verlegungen reduziert werden konnten.
ELSI in Serious Games für die technikunterstützte medizinische Ausbildung: das Beispiel HaptiVisT
(2019)
Das haptisch-visuelle Trainingssystem HaptiVisT zur Unterstützung der chirurgischen Ausbildung für zwei chirurgische Anwendungsfelder (Cochlea-Implantationen und minimalinvasive Handchirurgie) im Rahmen eines Serious Games berührt zentrale medizinethische Prinzipien (Autonomie, Nichtschaden, Wohltun, Gerechtigkeit) sowie rechtliche und soziale Fragen. Bei der Entwicklung ist von Projektbeginn an eine Begleitforschung zu ethischen, rechtlichen und sozialen Implikationen (ELSI) vorgesehen, deren Methodik und erste Ergebnisse vorgestellt werden. Die Ergebnisse stützen sich auf eine empirisch basierte Anforderungsanalyse aus Anwender- und Entwicklersicht.
Mittels eines Mixed-Methods-Ansatzes (Fragebogenstudie, Experteninterviews, Wertbaumanalyse) werden in dem Projekt DAAS-KIN die tatsächliche Nutzung und Investitionsplanung sowie Nutzungshemmnisse altersgerechter Assistenztechnik in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen evaluiert. Die Studie hat ergeben, dass digitale Assistenzsysteme aus den Bereichen Dokumentations-, Sicherheits-, Kommunikations- und Entertainmentsysteme bereits relativ verbreitet sind, während Service- und Pflegeroboter nur sehr selten Anwendung finden. Wesentliche Nutzungshemmnisse sind die hohen Investitionskosten, mangelnde Akzeptanz bei Pflegekräften und Pflegebedürftigen sowie unzureichende technische Lösungen bzw. mangelnde Kompatibilität.
Wie in vielen anderen Bereichen des täglichen Lebens hat auch in der Altenpflege der Digitalisierungsprozess eingesetzt, doch Informationen zu tatsächlich genutzten Systemen sowie deren Auswirkungen auf Pflegepraxis und -personal sind weitestgehend unerschlossen. Ziel der Expert*innenbefragung des Projektes DAAS-KIN ist es daher den Einsatz digitaler Assistenzsysteme im Pflegealltag zu untersuchen, um nicht nur die Auswirkungen auf Arbeitsprozesse zu vergegenwärtigen, sondern auch die sich daraus ergebenden Anpassungserfordernisse sowie Chancen und Risiken einander gegenüberzustellen.