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Regelungsfunktionen für Automotive-Anwendungen werden dahingehend entworfen, dass ein bestmögliches Regelverhalten über die gesamte Lebensdauer der Applikation erzielt werden soll. Der Einfluss unterschiedlicher Umgebungsbedingungen und Bauteilvarianten sowie eine Alterung von Komponenten führt dazu, dass beim Entwurf von Regelungen Reserven vorgehalten werden müssen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass eine Veränderung der geregelten Strecke zu einem ungewollten Regelverhalten - bis hin zur Instabilität des geregelten Systems - führt. Im Rahmen des Forschungsprojekts ACES (Integrated Adaption of Linear Controllers for Embedded Systems) entwickeln die Kooperationspartner AVL Software & Functions GmbH, Regensburg und die OTH Regensburg gemeinsam Algorithmen zum Entwurf von adaptiven Regelungen, bei denen die Parameter eines Reglers auf Basis identifizierter Streckenparameter eingestellt werden. Vorgestellt wird ein rekursiver und durch einen variablen Gewichtungsfaktor modifizierter Algorithmus, welcher in der Lage ist, auch unter nicht optimalen Schätzbedingungen zeitvariante physikalische Parameter eines realen Antriebstrangs zweiter Ordnung in Echtzeit zu ermitteln. Mit der Implementierung des Schätzverfahrens auf einem in der Automotive Branche verwendeten Steuergerät wurde die prinzipielle Tauglichkeit des Verfahrens im Hinblick auf die Anwendbarkeit für industrienahe Problemstellungen aufgezeigt. Die weitere Vorgehensweise besteht darin, den Algorithmus dahingehend anzupassen, dass auftretende nichtlineare Effekte wie Reibung berücksichtigt werden können. Ferner sollen auch Systeme höherer Ordnung identifiziert werden. Für den Fall von linearen Strecken zweiter Ordnung ist der Algorithmus bereits in der Lage, die notwendigen Parameter zur Auslegung adaptiver Regelungen zu liefern. Die Implementierung von solchen adaptiven Regelalgorithmen auf einem Steuergerät soll im Projekt ACES ebenfalls umgesetzt werden. Die Verwendung adaptiver Regler könnte somit eine effizientere Regelung von zeitvarianten Strecken ermöglichen.
Infolge neuer Zielsetzungen im Automobilbereich, wie z. B. der Weiterentwicklung von Fahrerassistenzsystemen hin zum hochautomatisierten Fahren (HAF), ergeben sich erhöhte Anforderungen an die Signalgüte der im Fahrzeug eingesetzten Inertialsensoren für Drehraten und Beschleunigungen. Da deren Erfüllung über einen hardwarebasierten Ansatz nicht immer möglich und sinnvoll ist, strebt die Firma Continental eine Software-Lösung zur modellbasierten Verbesserung dieser Sensorsignale an.
A management system for dynamic and interorganizational design processes in chemical engineering
(2004)
Design processes in chemical engineering are hard to manage. The design process is highly creative, many design alternatives are explored, and both unexpected and planned feedback occurs frequently. Thus, it is inherently difficult to manage the workflow in design processes, i.e., to coordinate the effort of experts working on tasks such as creation of flow diagrams, steady-state and dynamic simulations, etc. Conventional project and workflow management systems support the management of design processes only to a limited extent. In contrast, the management system AHEAD is designed specifically for dynamic design processes. In addition, AHEAD supports the management of interorganizational design processes. A subprocess may be delegated to a contractor, which receives information only about those parts of the overall process that are relevant for the contract. The management systems of the client and the contractor are coupled at run time such that both systems maintain up-to-date state information. The contract may be changed at any time according to the rules of a pre-defined change protocol. To validate this approach to the management of dynamic and interorganizational design processes, the AHEAD system has been applied to a comprehensive case study, namely the conceptual design and basic engineering of a chemical plant for producing polyamide 6.
Forschungsbericht 2013
(2014)