Verwendung künstlicher Intelligenz bei der Detektion der Papilla duodeni major

  • Einleitung Die Endoskopische Retrograde Cholangiopankreatikographie (ERCP) ist der Goldstandard in der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des pankreatobiliären Trakts. Jedoch ist sie technisch sehr anspruchsvoll und weist eine vergleichsweise hohe Komplikationsrate auf. Ziele  In der vorliegenden Machbarkeitsstudie soll geprüft werden, ob mithilfe eines Deep-learning-Algorithmus dieEinleitung Die Endoskopische Retrograde Cholangiopankreatikographie (ERCP) ist der Goldstandard in der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des pankreatobiliären Trakts. Jedoch ist sie technisch sehr anspruchsvoll und weist eine vergleichsweise hohe Komplikationsrate auf. Ziele  In der vorliegenden Machbarkeitsstudie soll geprüft werden, ob mithilfe eines Deep-learning-Algorithmus die Papille und das Ostium zuverlässig detektiert werden können und somit für Endoskopiker mit geringer Erfahrung ein geeignetes Hilfsmittel, insbesondere für die Ausbildungssituation, darstellen könnten. Methodik Wir betrachteten insgesamt 606 Bilddatensätze von 65 Patienten. In diesen wurde sowohl die Papilla duodeni major als auch das Ostium segmentiert. Anschließend wurde eine neuronales Netz mittels eines Deep-learning-Algorithmus trainiert. Außerdem erfolgte eine 5-fache Kreuzvaldierung. Ergebnisse Bei einer 5-fachen Kreuzvaldierung auf den 606 gelabelten Daten konnte für die Klasse Papille eine F1-Wert von 0,7908, eine Sensitivität von 0,7943 und eine Spezifität von 0,9785 erreicht werden, für die Klasse Ostium eine F1-Wert von 0,5538, eine Sensitivität von 0,5094 und eine Spezifität von 0,9970 (vgl. [Tab. 1]). Unabhängig von der Klasse zeigte sich gemittelt (Klasse Papille und Klasse Ostium) ein F1-Wert von 0,6673, eine Sensitivität von 0,6519 und eine Spezifität von 0,9877 (vgl. [Tab. 2]). Schlussfolgerung  In vorliegende Machbarkeitsstudie konnte das neuronale Netz die Papilla duodeni major mit einer hohen Sensitivität und sehr hohen Spezifität identifizieren. Bei der Detektion des Ostiums war die Sensitivität deutlich geringer. Zukünftig soll das das neuronale Netz mit mehr Daten trainiert werden. Außerdem ist geplant, den Algorithmus auch auf Videos anzuwenden. Somit könnte langfristig ein geeignetes Hilfsmittel für die ERCP etabliert werden.show moreshow less

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Metadaten
Author:Stephan Zellmer, David RauberOTHORCiD, Andreas Probst, Tobias Weber, Sandra Nagl, Christoph RömmeleORCiD, Elisabeth Schnoy, Christoph PalmOTHORCiDGND, Helmut Messmann, Alanna EbigboORCiDGND
URL / DOI:https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0043-1772000
DOI:https://doi.org/10.1055/s-0043-1772000
Parent Title (German):Zeitschrift für Gastroenterologie
Publisher:Thieme
Place of publication:Stuttgart
Document Type:conference proceeding (presentation, abstract)
Language:German
Year of first Publication:2023
Release Date:2023/09/18
Tag:Künstliche Intelligenz
Volume:61
Issue:08
First Page:e539
Last Page:e540
Konferenzangabe:Viszeralmedizin 2023 77. Jahrestagung der DGVS mit Sektion Endoskopie Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie mit den Arbeitsgemeinschaften der DGAV und Jahrestagung der CACP
Institutes:Fakultät Informatik und Mathematik
Research Center of Biomedical Engineering - RCBE
Research Center of Health Sciences and Technology - RCHST
Research Center for Artificial Intelligence - RCAI
Fakultät Informatik und Mathematik / Labor Regensburg Medical Image Computing (ReMIC)
Begutachtungsstatus:peer-reviewed
research focus:Gesundheit und Soziales
Licence (German):Keine Lizenz - Es gilt das deutsche Urheberrecht: § 53 UrhG
Frontdoor-URL:https://opus4.kobv.de/opus4-oth-regensburg/6484
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