Schriftenreihe der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm
ISSN 1867-4585 ; wechselnde Unterreihen, hier auch: Lehrforschung der TH Nürnberg ; Vorlaufforschung der TH
Refine
Year of publication
Document Type
- Part of Periodical (28)
Language
- German (28)
Has Fulltext
- yes (28)
Institute
Is part of the Bibliography
- yes (28)
2025
Vorlaufforschung 2025
(2026)
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
auch 2025 war für die Forschung an unserer Hochschule wieder ein sehr erfolgreiches Jahr. Herausragend waren dabei vor allem zwei Ereignisse im Herbst. Im September wurde der von Kolleginnen und Kollegen aus den Fakultäten Informatik, Sozialwissenschaften und Elektrotechnik Feinwerktechnik Informationstechnik sowie der Nürnberg School of Health beantragte DFG-Forschungsimpuls (Deutsche Forschungsgemeinschaft) SPEECHES bewilligt. Zusammen mit dem bereits 2024 an der Ohm gestarteten Forschungsimpuls DuraFuelCell sind somit von den 15 in Deutschland von der DFG bewilligten Forschungsimpulsen gleich zwei an der Ohm angesiedelt. Welch eine schöne Auszeichnung für die Forschenden unserer Hochschule! Das zweite herausragende und sehr erfreuliche Ereignis fand zwei Monate später statt, als wir im November mit dem Ohm Innovation Center unser langersehntes Forschungsgebäude eröffnen konnten, das in den nächsten Jahren vielen Forschenden mit moderner Laborausstattung erstklassige Rahmenbedingungen für ihre Forschungsaktivitäten bieten wird.
Neben den beiden genannten Highlights konnten wir uns über viele weitere Ereignisse freuen. Im Nürnberger Land eröffneten wir unser zweites Technologietransferzentrum, unsere 2024 gegründeten Promotionszentren nahmen mit der Aufnahme der ersten Promovierenden Fahrt auf, Fachtagungen fanden an unserer Hochschule statt, Drittmittelprojekte wurden eingeworben, Forschungslücken geschlossen und Ergebnisse veröffentlicht. Basis für jede Forschungsaktivität ist immer eine Forschungsidee. Und bei der Überführung solcher Forschungsideen in ein öffentlich gefördertes oder extern finanziertes Projekt soll die hochschulinterne Förderlinie der Vorlaufforschung unterstützen. Sie hat das Ziel, neue Forschungsaktivitäten an unserer Hochschule zu initiieren und somit die Forschung zu stärken. Die jährliche Ausschreibung richtet sich dabei sowohl an Neuberufene oder bislang erst wenig in der Forschung aktive Professorinnen und Professoren als auch an bereits vergleichsweise gut etablierte Forschende, die teilweise schon in Instituten unserer Hochschule organisiert sind.
Für das Jahr 2025 sind aus neun Fakultäten insgesamt 33 Anträge auf Förderung eines Vorlaufforschungsprojektes eingegangen. Wie in den vergangenen Jahren bewertete eine interdisziplinär aus Mitgliedern des Sachverständigenausschusses Wissens- und Technologietransfer sowie weiteren Professorinnen und Professoren zusammengesetzte Begutachtungsgruppe die eingegangenen Anträge und wählte für 2025 neun Projekte für eine Förderung aus. Die Projekte wurden mit insgesamt 289.505 Euro unterstützt. Die bewilligten neun Anträge verteilten sich auf fünf Fakultäten.
Die im Berichtsjahr behandelten Themen zeigen wieder das breite Forschungsspektrum unserer Hochschule und machen zugleich deutlich, wie moderne digitale Verfahren in nahezu jedem Fachgebiet gewinnbringend eingesetzt werden. Man findet Fragestellungen aus der Verkehrstechnik genauso wie solche aus der Makromolekularen Chemie, der Produktionstechnik oder der Strömungsmechanik. Dazu gesellen sich Projekte aus den Forschungsschwerpunkten „Gesundheit“ und „Digitalisierung und Künstliche Intelligenz“. Festzustellen ist, dass bei allen Projekten der Vorlaufforschung Methoden der Künstlichen Intelligenz, der Simulation oder der Automatisierung eine große Rolle spielen. Allen Projekten gemein ist die Anwendungsnähe, die die Forschung an der Ohm ganz allgemein kennzeichnet und auf deren Basis mit dem vor Ihnen liegenden Band beziehungsweise dem geöffneten Dokument einmal mehr beeindruckende wissenschaftliche Ergebnisse entstanden sind, zu denen den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu gratulieren ist und die dazu beitragen, das Forschungsprofil unserer Hochschule weiter zu schärfen. Hoffentlich werden auch die in diesem Band zusammengefassten Untersuchungen ihre Fortsetzung in interessanten Forschungs- oder Transferprojekten finden. Dass die gezeigten Ergebnisse hochspannend sind und eine Weiterverfolgung der Ideen aussichtsreich erscheint, werden Sie beim Lesen sicherlich selbst feststellen. Ich wünsche Ihnen Erkenntnisgewinn und viel Freude beim Studium der Berichte. Tauchen Sie ein in einen kleinen Ausschnitt der vielfältigen Aktivitäten der Forschenden unserer Hochschule.
Prof. Dr. Tilman Botsch
Vizepräsident für Forschung und Transfer
2024
Vorlaufforschung 2024
(2025)
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
als wir 2013 Technische Hochschule wurden und seitdem einen Teil unseres Haushalts als „TH-Mittel“ vom Ministerium zugewiesen bekommen, haben wir aus diesen Mitteln mit der Vorlaufforschung eine interne Förderlinie etabliert. Diese hat das Ziel, neue Forschungsaktivitäten an unserer Hochschule zu initiieren und somit die
Forschung zu stärken. Die jährliche Ausschreibung richtet sich dabei sowohl an Neuberufene oder bislang erst wenig in der Forschung aktive Professorinnen und Professoren als auch an bereits vergleichsweise gut etablierte Forschende, die teilweise schon in Instituten unserer Hochschule organisiert sind. Die Vorlaufforschung soll es Professorinnen und Professoren der Ohm ermöglichen, ein neues Forschungsthema so weit zu bearbeiten, dass die Aktivitäten in einem öffentlich geförderten Projekt weitergeführt werden können. Für das Jahr 2024 sind insgesamt 25 Anträge auf Förderung eines Vorlaufforschungsprojektes eingegangen.
Erfreulicherweise konnten die zur Verfügung stehenden Vorlaufforschungsmittel 2024 durch Drittmittel aufgestockt werden, die im Rahmen eines Projekts unseres Zentrums für Künstliche Intelligenz (KIZ) zur Verfügung standen. Dadurch war es möglich, 2024 mehr Projekte zu fördern als üblicherweise in den letzten Jahren. Wie
in den vergangenen Jahren bewertete eine interdisziplinär aus Mitgliedern des Sachverständigenausschusses Wissens- und Technologietransfer sowie weiteren Professorinnen und Professoren zusammengesetzte Begutachtungsgruppe die eingegangenen Anträge und wählte für 2024 zwölf Projekte für eine Förderung aus. Die
Projekte wurden mit insgesamt 410.830 Euro unterstützt. Die im Berichtsjahr behandelten Themen zeigen wieder das breite Forschungsspektrum und verteilten sich 2024 gleichmäßig auf die vier großen Forschungsschwerpunkte unserer Hochschule. Jeweils drei Projekte können den Forschungsschwerpunkten „Digitalisierung und Künstliche Intelligenz“, „Energie und Ressourcen“, „Materialien und Produktionstechnik“ und „Soziale und ökonomische Transformation“ zugeordnet werden. Fragestellungen aus der Chemie oder der Elektrotechnik sind genauso dabei, wie solche aus den Fakultäten Architektur oder Sozialwissenschaften, aus denen 2024 gleich zwei beziehungsweise vier Projektgruppen kamen. Allen Projekten gemein ist die Anwendungsnähe, die die Forschung an der Ohm ganz allgemein kennzeichnet
und auf deren Basis mit dem vor Ihnen liegenden Band beziehungsweise dem geöffneten Dokument einmal mehr beeindruckende wissenschaftliche Ergebnisse entstanden sind, zu denen den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu gratulieren ist und die dazu beitragen, das Forschungsprofi l unserer Hochschule weiter zu schärfen. Neue Möglichkeiten und neue Betätigungsfelder für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unserer Hochschule entstanden in den letzten Monaten sowohl westlich als auch östlich von unserem Stammgelände
am Keßlerplatz. Im Westen von Nürnberg, „Auf AEG“, werden nun alle Forschenden der Ohm in unserem neu entstandenen Ohm Innovation Center die Möglichkeit haben, Laborfl ächen für Drittmittelprojekte belegen zu können und sich in dem modernen Gebäude interdisziplinär mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Fachgebieten zu vernetzen. Östlich von uns in Lauf im Landkreis Nürnberger Land konnten wir im Juni unser Technologietransferzentrum (TTZ) „smart people | smart production“ eröffnen. Dort beschäftigt sich eine ganze Gruppe von Professorinnen, Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeitenden mit Fragestellungen aus den regionalen Unternehmen und Institutionen und kommt so unserer Dienstaufgabe des Transfers nach. Hoffentlich werden auch die in diesem Band zusammengefassten Untersuchungen ihre Fortsetzung in interessanten Forschungs- oder Transferprojekten fi nden. Dass die gezeigten Ergebnisse hochspannend sind und eine
Weiterverfolgung der Ideen aussichtsreich erscheint, werden Sie beim Lesen sicherlich selbst feststellen. Ich wünsche Ihnen Erkenntnisgewinn und viel Freude beim Studium der Berichte. Tauchen Sie ein in einen kleinen Ausschnitt der vielfältigen Aktivitäten der Forschenden unserer Hochschule.
2023/2024
Liebe Leserinnen und Leser,
Forschung ist kein fernes Versprechen, das erst mit dem Masterstudium oder einer Promotion beginnt. Forschung beginnt dort, wo Neugier auf eine Frage trifft – und wo Studierende die Möglichkeit erhalten, diese Frage eigenständig zu verfolgen. Mit dem Förderprogramm „Lernen durch Forschen – Forschungsprojekte mit Bachelorstudierenden“ wird Neugier zum Ausgangspunkt wissenschaftlichen Handelns. Was daraus entsteht,
zeigt diese Doppelausgabe 2023/2024: Forschung, die Potenziale freisetzt und Lernräume verändert. In den geförderten Projekten werden Bachelorstudierende bereits früh im Studium in aktuelle Forschungs- und
Entwicklungsprozesse eingebunden – gemeinsam mit Lehrenden, Forschenden und externen Partnern. Die Projekte zeigen eindrucksvoll, was entsteht, wenn Studierende Forschung nicht nur kennenlernen, sondern
sie aktiv gestalten:
• Sie erleben Forschungsprozesse mit allen Höhen und Tiefen – von der ersten Hypothese bis zur Präsentation der Ergebnisse.
• Sie lernen Theorien bewusst auszuwählen, Daten kritisch zu reflektieren und planvoll zu handeln.
• Sie arbeiten in interdisziplinären Teams, bringen ihre Fachkompetenz ein und üben die Zusammenarbeit
in heterogenen Gruppen ein.
• Sie vernetzen sich mit regionalen Unternehmen, Institutionen und Communities – und erleben die Region
Nürnberg als Möglichkeitsraum für ihre Zukunft.
Damit leisten die Projekte nicht nur einen Beitrag zur Forschungsstrategie der Ohm, die Forschungskompetenz
als Profilmerkmal des Studiums verankert. Sie machen zugleich unser Leitbild „Lehren und Lernen – im Dialog“ konkret erlebbar: durch gemeinsames Entwickeln, Erproben und Reflektieren. Forschendes Lernen verändert die Perspektive: Studierende werden zu Mitgestaltenden wissenschaftlicher Erkenntnis. Und wir erleben jedes Jahr aufs Neue, wie sehr dies Begeisterung und Selbstwirksamkeit erzeugt. Mein Dank gilt allen Lehrenden, Forschenden und Kooperationspartnern, die diesen Dialog möglich machen – und ganz besonders den Studierenden, die ihre Neugier in Schaffenskraft verwandeln. Ich wünsche Ihnen eine inspirierende Lektüre und viele Impulse für die Weiterentwicklung von Forschung in der Lehre.
Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. Christina Zitzmann
2023
Vorlaufforschung 2023
(2024)
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Lehre und Forschung bilden die beiden zentrale Elemente, um die sich das
Handeln an Hochschulen dreht. Bei uns als einer Hochschule für Angewandte
Wissenschaften sind sowohl die Lehre als auch die Forschung von Anwendungsnähe gekennzeichnet. Und wie anwendungsnah Forschung an der Ohm betrieben wird, zeigen auch wieder die Ergebnisse der Vorlaufforschungsprojekte 2023. Neben dieser Anwendungsnähe präsentiert sich in dem vor Ihnen liegenden Band bzw. dem geöffneten Dokument einmal mehr die Breite des Forschungsspektrums unserer Hochschule und es liegen
beeindruckende wissenschaftliche Ergebnisse vor, zu denen den beteiligten
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu gratulieren ist. Elf Projekte wurden 2023 mit insgesamt 352.067,51 € aus TH-Mitteln gefördert und verteilen sich auf unsere verschiedenen Forschungsschwerpunkte. Im Jahr 2023 besonders umfangreich und mit gleich fünf Projekten vertreten ist dabei der Forschungsschwerpunkt „Materialien und Produktionstechnik“. In diesem Schwerpunkt wurden Fertigungsverfahren im Bereich der Additiven Fertigung oder der partikelbasierten Prozesse weiterentwickelt und Untersuchungen durchgeführt zur Reduktion von Emissionen durch den Einsatz geeigneter Materialien, zum Recycling von Kompositprodukten und zum Einsatz integrierter optischer Sensoren. Die beiden Projekte aus dem Forschungsschwerpunkt „Digitalisierung und Künstliche Intelligenz“ zeigen anhand der Beispiele Onlineberatung und computergenerierter Filmmusik, dass die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz in ganz unterschiedlichen Bereichen unseres Lebens positiv genutzt werden können. Und auch fast allen anderen Forschungsschwerpunkten kann jeweils mindestens ein Forschungsprojekt aus der Vorlaufforschung dieses Jahres zugeordnet werden. So spiegelt die Vorlaufforschung das gesamte Forschungsspektrum unserer Hochschule wider. Die Projekte zeigen die Forschungsstärke unseres Promotionszentrums „Materialien und Produktionstechnik“ und bestätigen den Bedarf an zusätzlicher Forschungsfläche, dem ab 2025 durch unser Ohm Innovation Center begegnet werden kann. Viele unserer Forschenden werden in dem neuen Gebäude von den dort dann vorhandenen deutlich verbesserten Forschungsrandbedingungen profitieren. Ebenfalls einen Schub für unsere Forschung erhoffen wir uns von dem 2023 in Kronach gestarteten Technologietransferzentrum (TTZ), das sich dem Thema Künstliche Intelligenz verschrieben hat. Der enge Kontakt zwischen Wissenschaftlern unserer Hochschule und Unternehmen aus dem dortigen Landkreis soll gemeinsame Forschungsaktivitäten initiieren, die Anwendungsnähe unserer Forschung weiter stärken und die beteiligten Unternehmen, Kommunen und Institutionen in der betroffenen Region bei der Bewältigung der bevorstehenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen unterstützen. Ich gehe davon aus, dass es für unsere Hochschule nicht bei einem TTZ bleiben wird und hoffe zugleich, dass auch einige Projekte aus der Vorlaufforschung 2023 Anknüpfungspunkte für Forschungskooperationen im Rahmen von Technologietransferzentren bieten. Solche Anknüpfungspunkte und ganz allgemein die Überführung der aFuE-Ergebnisse in geeignete Transferformate oder die erfolgreiche Weiterführung der Vorlaufforschungsprojekte in drittmittelgeförderter oder anderer Form wünschen wir natürlich allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, deren Untersuchungen im vorliegenden Band zusammengefasst sind. Dass die gezeigten Ergebnisse hochspannend sind und eine Weiterverfolgung der Ideen aussichtsreich erscheint, werden Sie beim Lesen sicherlich selbst feststellen. Ich wünsche Ihnen Erkenntnisgewinn und viel Freude beim Studium der Berichte. Tauchen Sie ein in einen kleinen Ausschnitt der vielfältigen Aktivitäten der Forschenden unserer Hochschule.
Tilman Botsch
2022
Vorlaufforschung 2022
(2023)
Liebe Leser*innen,
seit vielen Jahren gewinnt die Forschung an unserem Hochschultyp immer mehr an Bedeutung. Was vor zwei Jahrzehnten lediglich als politische Vorgabe formuliert war, ist seit wenigen Jahren erfreulicherweise auch mit ersten Ressourcen hinterlegt. Dank der Hightech Agenda Bayern von 2019 können forschungsaktive Professor*innen im Deputat ermäßigt werden und verfügen somit über mehr Zeit für ihre Forschungsaktivitäten. Mit dem aktuell im Nürnberger Westen „Auf AEG“ entstehenden Forschungsgebäude werden wir erstmals über exklusiv der Forschung zur Verfügung stehende Laborflächen verfügen und das bayerische Hochschulinnovationsgesetz BayHIG ermöglichte es uns, Promotionsrecht für unsere forschungsstarke Bereiche zu beantragen.
Zusammen mit den Hochschulen München und Regensburg planen wir sieben gemeinsame Promotionszentren in unterschiedlichen fachspezifischen Bereichen. Für unsere Hochschulen haben wir zwei Promotionszentren für die Forschungsgebiete „Energie & Ressourcen“ und „Materialien & Produktionstechnik“ beantragt. Bei einem positiven Bescheid unseres Antrags
und der Anträge der beiden kooperierenden Hochschulen wird Professor*innen aus nahezu jeder fachlichen Disziplin unserer Hochschule die Möglichkeit offenstehen, Mitglied in einem Promotionszentrum zu werden. Die Bedingungen für eine Mitgliedschaft in einem Promotionszentrum sind staatlich vorgegeben und durchaus anspruchsvoll. Neben der erfolgreichen Einwerbung einer bestimmten Drittmittelsumme muss auch eine vorgegebene Publikationsaktivität vorhanden sein. Erfreulicherweise erfüllen schon heute mehr als 40 Professorinnen und Professoren diese beiden Kriterien und es ist davon auszugehen, dass deren Zahl in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird. Auf dem Weg hin zur Erfüllung dieser Kriterien, also zum Einwerben von Drittmitteln und zur Steigerung der Publikationsaktivität, kann und soll die an unserer Hochschule im Jahr 2013 eingeführte und aus TH-Mitteln finanzierte Initiative der Vorlaufforschung helfen. Sie hat sich zwischenzeitlich sehr gut etabliert und bietet forschungsaktiven Professor*innen die Möglichkeit, eine Idee im Rahmen der Vorlaufforschung zu einem förderfähigen Konzept weiterzuentwickeln. Die jährliche Ausschreibung richtet sich dabei sowohl an Neuberufene oder bislang erst wenig in der Forschung aktive Professor*innen als auch an bereits vergleichsweise gut etablierte Forschende, die ggf. auch schon in Instituten unserer Hochschule organisiert sind. Für das Jahr 2022 haben 27 Professor*innen insgesamt 26 Anträge auf Förderung ihres jeweiligen Projekts gestellt. Wie in den vergangenen Jahren bewertete eine interdisziplinär aus Mitgliedern des Sachverständigenausschusses Wissens- und Technologietransfer sowie weiteren Professor*innen zusammengesetzte Begutachtungsgruppe die eingegangenen Anträge und wählte für 2022 elf Projekte für eine Förderung aus. Damit wurden 374.857 Euro für die Bearbeitung der Vorlaufforschungsprojekte bewilligt. Ob aus den Vorlaufforschungsprojekten des Jahres 2022 wieder ähnlich viele förderfähige Konzepte entstehen wie in der Vergangenheit wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen. Schon jetzt aber liegen beeindruckende wissenschaftliche Ergebnisse vor, die im vorliegenden Heft zusammengefasst sind und zu denen den beteiligten Wissenschaftlern zu gratulieren ist. Die Untersuchungen zeigen einmal mehr die Breite des Forschungsspektrums unserer Hochschule. Unserem Forschungsschwerpunkt „Energie und Ressourcen“ können die Vorlaufforschungsprojekte zur thermochemischen Umwandlung von Biomasse, zur Nutzung von Ammoniak als Wasserstoffträger in Verbrennungsmotoren, zu neuen Kompositmembranen für Brennstoffzellen und zur Temperaturmessung in Brennstoffzellen zugeordnet werden. Die Stärke unserer Hochschule im Bereich „Materialien und Produktionstechnik“ findet sich in den Projekten zur additiven Herstellung von Keramikbauteilen hoher Dichte und zur Untersuchung von carbon-nano-verstärkten Kunststoffmaterialien. Und natürlich finden Sie in dem vorliegenden Heft Beiträge aus dem Forschungsschwerpunkt „KI und Digitalisierung“. Digitale Tools werden genutzt zur Verbesserung von Prozessen im Ausbildungs-Recruiting und bei der Kundengewinnung sowie zur digitalen Kennzeichnung von Betonbauteilen und zur Sicherheit in der E-Mail-Kommunikation. Ich bin mir sicher, dass für jeden Leser interessante Themen dabei sind und wünsche viel Freude und Wissensgewinn beim Lesen.
Prof. Dr. Tilman Botsch
Vizepräsident für Forschung und Transfer
2022
Lehrforschung 2022
(2023)
Liebe Leser*innen,
Forschung ist nicht nur eine abstrakte Idee, die in den Hinterzimmern der Wissenschaft stattfindet. Sie kann greifbar, spannend und hautnah erlebt werden. Genau dies verfolgt das Förderprogramm „Lehrforschung – forschendes Lernen“ an der Ohm. Unser Ziel ist es, Forschungskontexte verständlich zu machen und Studierenden die Möglichkeit zu bieten, Forschung aktiv zu erfahren – und das bereits während des Bachelorstudiums. In diesem Programm unterstützen wir Lehrende dabei, studentische Forschungsprojekte und Elemente des forschenden Lernens in die Lehrpläne zu integrieren. Der Fokus liegt auf einem starken Anwendungsbezug, der es den Studierenden ermöglicht, reale Forschungssituationen kennenzulernen. Hierbei erleben sie nicht nur die Erfolge, sondern auch die Herausforderungen, die die Forschung mit sich bringt. Sie lernen, Theorien gezielt auszuwählen, kritisch zu hinterfragen, planvoll zu handeln und stets über ihr Handeln zu reflektieren. Diese aktive Auseinandersetzung mit Forschung weckt Neugier und Begeisterung und befähigt die Studierenden, sich selbst als Teil der wissenschaftlichen Gemeinschaft zu begreifen.
Ein weiterer Aspekt unserer Initiative liegt in der Vernetzung. Die Projekte fördern nicht nur die interne Zusammenarbeit an der Ohm, sondern auch den Austausch mit externen Partnern und Fachnetzwerken. Studierende haben die Möglichkeit, Kontakte zur Fachcommunity zu knüpfen und Einblicke in potenzielle Berufsfelder zu gewinnen. Aus diesen Beweggründen unterstützt die Ohm jedes Jahr vielversprechende Lehrforschungsprojekte in einem Wettbewerb. In diesem Sinne freue ich mich, Ihnen den Bericht für das Jahr 2022 vorzustellen.
Prof. Dr. Christina Zitzmann
Vizepräsidentin Bildung
2021
Vorlaufforschung 2021
(2021)
Liebe Leser*innen,
ein ansehnlicher Band mit wissenschaftlichen Untersuchungen aus ganz unterschiedlichen Fachgebieten liegt vor Ihnen und lädt zum darin Schmökern und zum Verweilen bei dem einen oder anderen Projekt ein.
14 Projekte konnten im Jahr 2021 gefördert werden und wieder zeigen die hier veröffentlichten 11 Ergebnisberichte sowohl die thematische Breite unserer Hochschule als auch die wissenschaftliche Tiefe, mit der die einzelnen Akteure unterwegs sind. Der Klimawandel und die Pandemie spielen bei den Untersuchungen genauso eine Rolle wie Künstliche Intelligenz und die Untersuchung von Werkstoffen, wie zum Beispiel bioaktivem Glas, klebrigen Schmierfetten oder menschlichen Knochen (...).
[aus Grußwort: Tilman Botsch]
2019/2020
Vorlaufforschung 2019/2020
(2020)
2013 wurde das Projekt Vorlaufforschung als Initiative der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm gegründet und hat sich seither außerordentlich gut darin bewährt, forschungsaktive Professorinnen und
Professoren in Instituten, Kompetenzzentren oder Fakultäten und insbesondere auch Neuberufene auf dem Weg von der Idee zum förderfähigen Konzept zu unterstützen. Die Unterstützung ist als
Anschubfinanzierung zu verstehen mit dem Ziel der Erarbeitung von wissenschaftlichen Forschungs- und Entwicklungsanträgen zur Einwerbung von Drittmitteln aus der Industrie, von Stiftungen oder aus staatlichen Forschungsprogrammen. Auch in den Jahren 2019 und 2020 stießen die beiden Ausschreibungen zur Vorlaufforschung auf große Resonanz innerhalb der Hochschule. 2019 wurden 24 Anträge mit einem Antragsvolumen von 807.008 € eingereicht, im Jahr 2020 waren es 25 Anträge mit einem
Gesamtvolumen von 799.466 €. Die beindruckende thematische Vielfalt der Anträge spiegelt das enorme FuE-Potential der TH Nürnberg wider und die große Anzahl der Anträge zeigt das starke Engagement der Professorinnen und Professoren, die an unserer Hochschule aktiv Forschung und Entwicklung betreiben. Wie in den vergangenen Jahren bewertete eine interdisziplinär aus Mitgliedern des Sachverständigenausschusses Wissens- und Technologietransfer sowie weiteren Professorinnen und Professoren zusammengesetzte Begutachtungsgruppe die eingegangenen Anträge und wählte 2019 neun und 2020 elf Projekte für eine Förderung aus. In beiden Jahren zusammen wurden 678.786 € für die Bearbeitung von 20 Projekten der Vorlaufforschung bewilligt. Die Berichte zu den Projekten der Jahre 2019 und 2020 sind in dem vorliegenden Band zusammengefasst. Fast alle Fakultäten unserer Hochschule sind mit Vorhaben der Vorlaufforschung vertreten und demzufolge sind interessante und zukunftsweisende Themen aus den unterschiedlichsten Disziplinen zu finden. Recycling, Prozesseffizienz
und Smart Energy spielen auf den folgenden Seiten genauso eine Rolle wie Digital Empathy, Nachbarschaftsstärkung, 3D-Druck und vieles mehr. Ganz sicher finden Sie beim Lesen der Projektberichte viele inspirierende Ideen und Erkenntnisse. Ich wünsche Ihnen dabei viel Freude und Wissensgewinn.
Prof. Dr. Tilman Botsch
Vizepräsident für Forschung und Transfer