The 10 most recently published documents
Frühe Hilfe – Lange Wirkung?
(2026)
Zusammenfassung: Theoretischer Hintergrund: Hausbesuchsprogramme sind eine bewährte Maßnahme zur Unterstützung sozial benachteiligter Familien. Das ProKind-Programm ist die deutsche Adaption des US-amerikanischen Nurse-Family Partnership-Programm und wird im Rahmen eines randomisiert-kontrollierten Studiendesign (RCT) seit dem Jahr 2006 von einem transdisziplinären Forschungsteam längsschnittlich evaluiert. Fragestellung: Die Arbeit fasst bisherige Forschungsarbeiten zu den kurz- und mittelfristigen Effekten des Programms zusammen und gibt einen Ausblick auf die langfristig angelegte Programmevaluation. Methode: Insgesamt nahmen N = 755 erstgebärende Frauen mit sozialer und finanzieller Risikolage an der Studie teil. Die Interventionsgruppe erhielt Hausbesuche durch Fachkräfte bis zum zweiten Lebensjahr des Kindes. Daten wurden mittels psychometrischer Verfahren und über administrative Quellen erhoben. Ergebnisse: Über die Erhebungsphasen hinweg zeigten sich eine Vielzahl von positiven Interventionseffekten (z. B. Sprachentwicklung, elterliche Gewalt und Vernachlässigung sowie emotionale wie verhaltensbezogene Auffälligkeiten der Kinder). Diskussion und Schlussfolgerung: Die bisherigen Ergebnisse der ProKind-Evaluation belegen die Wirksamkeit von Frühförderung bei sozial benachteiligten Familien in Deutschland. Die langfristige Fortführung der Studie wird zeigen, ob sich positive Programmeffekte auch im Jugend- und Erwachsenenalter der Kinder nachweisen lassen.
Advanced Driver Assistance Systems, including Driver State Monitoring like Drowsiness Detection Warning (DDW) and Driver Health Warning (DHW), are increasingly integrated into vehicles to enhance road safety. However, factors of user acceptance of such assistance remains understudied. This paper presents an exploratory user survey on the acceptance of both warning systems using the Driver Monitoring Acceptability Scale (DMAS) questionnaire. Results show high perceived ease of use but varying general acceptability and concerns, with no significant differences between drowsiness and health warning. Willingness to pay is low, and responses among experienced users are polarized. On a conceptual level we contribute by providing a German translation of a shortened questionnaire as a candidate instrument for future surveys. Our study advances the empirical understanding of drowsiness detection and health warning acceptance, offers insights into DMAS applicability, and outlines future research for improving automotive health system design.
Retrieval-augmented generation (RAG) is increasingly used across knowledge-intensive enterprise contexts, yet little is known about real-world interaction with such systems. We present a qualitative field study of a RAG-based assistant in B2B sales, analyzing 190 chat sessions and a complementary user survey. Drawing on conversational and HCI perspectives, we examine interaction patterns, breakdowns, and repair practices in authentic user-AI dialogues. Results show that interactions are short, directive, and shaped by search-like mental models. Breakdowns frequently occur due to underspecified input and incomplete system responses, with repair largely initiated by users. Survey findings indicate generally positive perceptions of usefulness and trust, though expectations of complete answers contrast with limited clarification behavior. We contribute an analysis of real-world RAG interaction and derive implications for proactive clarification and hybrid interaction.
Benutzergenerierte Software (UGS) markiert die nächste Stufe der KI-gestützten digitalen Kreation. Da „Vibe Coding“ natürliche Sprache in ausführbare Anwendungen umwandelt, können Nutzer Tools, Dashboards, Mikro-Apps und Agenten entwickeln, die genau auf ihre jeweiligen Kontexte zugeschnitten sind. Dieser Artikel erläutert, wie UGS die Nutzerinnovation erweitert, eine neue Software-Ebene zwischen professioneller Entwicklung und individuellen Bedürfnissen schafft und Unternehmen dazu zwingt, Governance, Kuratierung und Skalierbarkeit neu zu überdenken.
Die Bearbeitung von Wohnungslosigkeit nach dem Housing-First-Ansatz verändert Soziale Arbeit. Die rekonstruierten Handlungsmodi der Überzeugungsarbeit, der Vertrauensbildung und Sensibilisierung, des Doing-With, Da-Seins und Da-Bleibens verdeutlichen, dass Housing First in der Umsetzung zugleich eine strukturelle wie relationale Neupositionierung der Sozialen Arbeit bedeutet.
Digitale Medien sind zu einer Voraussetzung sozialer Teilhabe geworden – auch für wohnungslose Menschen, deren prekäre Lebenslagen jedoch mit spezifischen Nutzungsweisen und Zugangsbarrieren einhergehen. Der Beitrag systematisiert den Forschungsstand zur digitalen Mediennutzung wohnungsloser Menschen und leitet Schlussfolgerungen für die Soziale Arbeit in der Wohnungslosenhilfe ab. Die Nutzungspraktiken erweisen sich als heterogen: Digitale Medien dienen sozialen Beziehungen, der Alltagsorganisation und Sicherheit sowie dem Wohlbefinden und der Identitätsarbeit. Der Zugang ist dabei keine einmalige Schwelle, sondern ein kontinuierlicher, ressourcenintensiver Aushandlungsprozess. Vor dem Hintergrund eines pandemiebedingten Digitalisierungsschubs plädieren die Autoren gegen einen verkürzten Techno-Solutionismus und für strukturell ansetzende, partizipativ entwickelte Angebote, die digitale Teilhabe ermöglichen, ohne nicht-digitale Hilfen und die Beziehungsdimension Sozialer Arbeit zu ersetzen.
Crowdsourcing contests are often viewed as open innovation tools. This article shows that they can also strengthen emotional consumer-brand relationships. Drawing on psychological empowerment theory, the study examines how perceived empowerment during participation in a crowdsourcing contest influ-
ences changes in brand passion. Using multisource data from a real-world SWAROVSKI GEMS™ contest, the findings show that empowerment is positively associated with increases in brand passion. This relationship is
strengthened by relationship motivation and perceived fairness, while reward motivation does not significantly weaken the effect. The study contributes to research on consumer empowerment, co-creation, and brand passion by identifying empowerment as a psychological mechanism through which participatory brand initiatives foster affective consumer-brand relationships.
Turquoise Blue Laughter
(2026)
Dieser Song wurde in dem Fach „Computergestützte Produktionstechniken in der elektronischen Musik“ von Laura Lach im Jahre 2024 komponiert und erstellt.