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Der Beitrag berichtet von einer Befragung an sieben Bachelor- Studiengängen der Sozialen Arbeit zu punitiven Einstellungen unter den Studierenden zu Beginn und zum Ende ihres Studiums. Die Erhebungen wurden vom Arbeitskreis Hochschullehrer*innen der Kriminologie und Straffälligenhilfe in der Sozialen Arbeit (AKKrimSoz) an ihren Hochschulen durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass punitive Einstellungen zu Beginn nicht selten sind, während des Studiums jedoch abnehmen. So werden Detaileffekte des Studierens hinsichtlich strafrechtlicher, kriminologischer und kriminalpolitischer Inhalte auf die punitiven Einstellungen sichtbar: Restaurative und spezialpräventive Haltungen nehmen zu, zugleich beharren viele Studierende auf Eingangsüberzeugungen bezüglich der Ursachen von Delinquenz. Bei der Kriminalität der Mächtigen nehmen die Strafbedürfnisse sogar leicht zu.
This article presents the primary results of a longitudinal study on attitudes toward punishment, among social work students in Germany. This is particularly relevant because social workers, especially in the field of criminal justice, are part of the state control bodies required to set boundaries and decide for or against certain sanctions. The results show that punitive attitudes are not uncommon among first-year social work students but decrease during the course of their study, especially in students majoring in the field of criminal justice. Simultaneously, “selective punitiveness” was evident.