Refine
Document Type
- Article (4)
Has Fulltext
- no (4)
Reviewed
Keywords
Institute
Is part of the Bibliography
- yes (4)
In den vergangenen Jahrzehnten ist aufgrund der energetischen Anforderung der Anteil an verbauten Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) in der Bundesrepublik Deutschland deutlich angestiegen. Aktuell kommt es zu einem signifikanten Anstieg von WDVS‐Abfällen, für die noch keine etablierte Recyclingstrategie existiert. Aus diesem Grund wurden in dieser Arbeit WDVS‐Abfälle im Sinne der Kreislaufwirtschaft aufbereitet, um die erhaltenen Sekundärrohstoffe industriell nutzbar zu machen. Um eine zielgerichtete Wiederverwertung zu ermöglichen und den Stoffkreislauf von WDVS langfristig zu schließen, wurden partikuläre Eigenschaften wie der Zerkleinerungsgrad, Sphärizität, Dispersität sowie die Fließfähigkeit und Kompressibilität der Rezyklate untersucht.
Es wird eine neue Trennfunktion T(x, α′, β) für den stationären Siebprozesses vorgestellt. Sie ist eine Funktion der Partikelgröße x, der Trennschärfe α′ und der neue eingeführten Trenneffizienz β. Mit der neuen Trennfunktion kann der Siebklassierprozess sehr gut beschrieben werden, insb. im Fein‐ und Grobgutbereich ist eine sehr gute Übereinstimmung mit den Messwerten zu beobachten. Ein Vergleich der Trennfunktionen berechnet mit dem Trennschärfeparameter α′ und der Trenneffizienz β zu den Trennfunktionen, die nur mit α′ ermittelt wurden, zeigt, dass durch T(x, α′, β) eine wesentliche Verbesserung der Charakterisierung des stationären Siebklassierprozesses möglich ist. Das neue Modell der Trennfunktion T(x, α′, β) liefert eine wesentlich bessere Übereinstimmung mit den Messwerten als andere Modelle und ist somit zur Beschreibung einer Trennfunktion für den stationären Siebprozess sehr gut geeignet ist.
Austernschalen stellen als Abfallprodukt eine große Umweltbelastung dar und die Wiederverwendung des Materials gewinnt zunehmend an Bedeutung. Da der Zerkleinerungsprozess beim Recycling von Sekundärrohstoffen die Eigenschaften des Materials definiert, wurden Austernschalen mit einer Planetenkugelmühle und einer Schlagradmühle zerkleinert und die gewonnenen Fraktionen in Bezug auf Größe und Form analysiert und miteinander verglichen. Ein Zerkleinerungsmaterial der Schlagradmühle wurde für eine Reihe von Benetzungsversuchen verwendet, die dazu beitrugen, die freie Oberflächenenergie des Materials nachzuweisen.
Die elektrischen Eigenschaften von Partikeln insbesondere der Durchgangswiderstand von Partikelschüttungen haben in vielen verfahrenstechnischen Prozessen, bei der Produktqualifizierung oder dem Brand‐ und Explosionsschutz eine entscheidende Bedeutung. Da sich der Ladungstransport in einem dispersen System von dem in einem homogenen Festkörper unterscheidet, ist der Durchgangswiderstand entscheidend von den Produkteigenschaften der Partikel und des Fluids abhängig. Im Rahmen dieser Arbeit wurde die Abhängigkeit des Durchgangswiderstandes von der inneren Struktur der Schüttung, der relativen Feuchtigkeit, der Konditionierungszeit bei unterschiedlichem Klima und der mittleren Partikelgröße in einer konzentrischen Messzelle untersucht.